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Interview mit Helmut Duschinger zum Psylock Windows Login Tipp-Biometrie erkennt Benutzer am Tastenanschlag

| Redakteur: Peter Schmitz

Theoretisch sind Passwörter sehr sicher, wenn sie lang genug und komplex sind. Aber kaum ein Anwender mag sich gerne solche komplizierten Passwörter merken. In der Praxis werden deshalb in fast jedem Unternehmen unsichere Passwörter verwendet, die Angriffe zum Kinderspiel machen. Biometrie kann hier helfen, erfordert aber oft große Investitionen in die Hardware. Psylock will mit der Tipp-Biometrie hier neue Wege gehen.

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Kein Anwender mag sich komplexe Passworte merken. Mit der Tipp-Biometrie-Lösung Psylock Windows Login soll das auch nicht mehr nötig sein.
Kein Anwender mag sich komplexe Passworte merken. Mit der Tipp-Biometrie-Lösung Psylock Windows Login soll das auch nicht mehr nötig sein.
( Archiv: Vogel Business Media )

Security-Insider: Herr Duschinger, Sie wollen mit ihrem Biometrie-Tool den Login in Windows Betriebssysteme revolutionieren. Warum wird so etwas benötigt, reichen Passwörter nicht aus?

Duschinger: Der Zugang zu den PCs wird in vielen Unternehmen nach wie vor mit Benutzernamen und Passwort abgesichert. Psylock Windows Login ist ein innovativer Weg, die damit verbundenen Probleme zu lösen: In der Theorie sind Passwörter sehr sicher, wenn sie lang genug und komplex gewählt sind. Weil die Anwender nicht gerne freiwillig „qfT55zUta-3“ als Passwort wählen, werden Sie mit Vorschriften gezwungen, vermeintlich sichere Passwörter zu wählen.

Weil sich kein Mensch eines oder gar mehrere von diesen Passwörtern auf Dauer merken kann, werden sie notiert, abgespeichert oder vergessen. Die IT-Sicherheit des Unternehmens hängt also davon ab, wie gut jeder einzelne Anwender seine Kennwörter verwaltet. Natürlich gab es auch in der Vergangenheit bereits Alternativen: Fingerprint, OTP, Token, Smartcards. Sie haben alle die gleichen Nachteile: Sie sind umständlich und teuer – vor allem in der Total Cost of Ownership.

Security-Insider: Welche Vorteile hat das neu entwickelte biometrische Windows Login?

Duschinger: Psylock Windows Login integriert eine biometrische Software in den Login-Vorgang der Microsoft Betriebssysteme Windows XP, Vista und Windows 7. Wenn man dieses Verfahren als Ersatz für das Passwort einsetzt, braucht sich der Anwender nichts mehr merken und kann nichts mehr vergessen. Zeiten, in denen er nicht arbeiten kann, weil er auf den Passwort Reset wartet, entfallen.

Auch für das Unternehmen sind die Vorteile bestechend: Die tatsächlich erzielte Sicherheit liegt im Verfahren und hängt nicht mehr davon ab, wie sorgfältig jeder einzelne Mitarbeiter mit Passwort oder Smartcard umgeht. Weil es eine reine Softwarelösung ist, entstehen keine Anschaffungs- und Logistikkosten für Hardware-Authentifikatoren. Damit ist diese Lösung sehr günstig und kann auch dort eingesetzt werden, wo man aus technischen oder Kostengründen bisher beim Passwort bleiben musste.

Security-Insider: Warum Biometrie?

Duschinger: Biometrie ist wie keine andere Methode geeignet, den Zugang zu Anwendungen und Daten an die Person zu binden: Die biometrischen Merkmale eines Menschen lassen sich nicht ohne Weiteres weitergeben oder fälschen, sie werden nicht vergessen oder verloren, erfordern dafür aber die physische Präsenz des Nutzers. Das bekannteste biometrische Verfahren ist der Fingerprint, es erfordert aber kompatible und oft teure Sensoren an allen Arbeitsplätzen.

Seite 2: Personentypische Tippmerkmale mit komplexen mathematischen Modellen erkennen

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