Daten auf Smartphone und Tablet schützen

Verschlüsselung für mobile Endgeräte

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek, IT-Fachjournalist und IT-Analyst / Stephan Augsten

Angesichts des Verlustrisikos ist es ratsam, Mobilgeräte umfassend abzusichern.
Angesichts des Verlustrisikos ist es ratsam, Mobilgeräte umfassend abzusichern. (Bild: © mipan - Fotolia)

Mobilgeräte können schnell verloren gehen oder gestohlen werden. Deshalb sollten die Daten auf Smartphone und Tablet nach Möglichkeit verschlüsselt sein – im Idealfall durch eine automatisierte Lösung. Und auch die vertrauliche mobile Kommunikation schreit förmlich nach Verschlüsselung.

Zwar gehen 83 Prozent aller Unternehmen von einer hohen Schadenswahrscheinlichkeit durch den Verlust eines Mobilgerätes aus, doch nur 68 Prozent aller befragten Firmen setzen eine Sicherheitslösung für ihre Smartphones ein. Dies ist das Ergebnis der G Data Mobile Device Management Studie 2013.

Fehlt aber die Verschlüsselung der Daten, könnte dem Geräteverlust ein Datenmissbrauch folgen. Selbst bei einem geringen Verlustrisiko sollte eine mobile Verschlüsselung nicht fehlen. Werden Smartphones für private und betriebliche Zwecke eingesetzt, gilt es, die betrieblichen Daten vor den Zugriffen privater Anwendungen und bei Geräteweitergabe auch privater Nutzer zu schützen.

Eine Verschlüsselung der betrieblichen Daten sollte deshalb zwingend vorgeschrieben werden. Entsprechende Sicherheitsrichtlinien bei BYOD-Programmen fehlen in vielen Unternehmen aber noch, wie zum Beispiel die Studien „Acronis 2013 Data Protection Trends Research“ und „Global Corporate IT Security Risks: 2013“ von Kaspersky Lab zeigen.

Bei der mobilen Verschlüsselung besteht somit Handlungsbedarf. Möglichkeiten zur mobilen Verschlüsselung hingegen gibt es reichlich, ob mit Bordmitteln der mobilen Betriebssysteme oder per Security-App. Dabei sollte die Verschlüsselung jedoch nicht nur den gespeicherten Daten auf Smartphones gelten, sondern auch den vielfältigen Datenverkehr und die Kommunikation berücksichtigen.

1. Verschlüsselung über das Betriebssystem

Apple iOS, Android OS und Windows Phone OS bieten integrierte Verschlüsselungsfunktionen, die sich allerdings unterscheiden. So sieht iOS eine automatische Hardware-Verschlüsselung und eine Verschlüsselung von Flash-Speichern (File Data Protection) vor, unterstützt SSL/TLS, VPNs und WPA2 Enterprise für verschlüsselte Verbindungen und eine E-Mail-Verschlüsselung (S/MIME). Auch iMessage und FaceTime-Verbindungen werden automatisch verschlüsselt.

In den Sicherheitseinstellungen von Android OS findet sich die Option, die Daten auf dem Smartphone zu verschlüsseln. Dabei dient das Passwort, das für die Display-Sperre gewählt wurde, als Schlüssel. Windows Phone 8 bietet bei Aktivierung der BitLocker-Funktion ebenfalls eine automatische Geräteverschlüsselung.

2. Verschlüsselung mithilfe von Security-Apps

Je nach mobilem Betriebssystem besteht folglich der Bedarf, die Datei- und Ordner-Verschlüsselung mittels zusätzlicher Security-App zu ergänzen oder zu automatisieren. Generell ist eine automatische Verschlüsselung zu bevorzugen.

Umfragen unter Smartphone-Nutzern zeigen nämlich, dass die mobile Datenverschlüsselung sonst in Vergessenheit geraten könnte. So nutzen laut einer Kaspersky-Umfrage nur knapp 28 Prozent der Tablet- und Smartphone-Nutzer in Deutschland eine mobile Datenverschlüsselung.

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