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Studie von MRIC, Cyber Risk Agency und LMU Versicherung als Teil des digitalen Risikomanagements

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Was tun, wenn Kriminelle digitale Hürden überwinden und in Unternehmen einbrechen? Eine aktuelle Studie des MRIC in Kooperation mit Cyber Risk Agency und der LMU stellt 20 Versicherungs-Policen gegenüber, die dann helfen sollen, wenn der Schaden schon entstanden ist.

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Versicherungspolicen können die IT-Sicherheitsstrategie sinnvoll ergänzen.
Versicherungspolicen können die IT-Sicherheitsstrategie sinnvoll ergänzen.
(Bild: pixabay / CC0 )

Digitale Angriffe auf Unternehmen sind kein Schreckensgespenst mehr, sondern für Unternehmen bittere Realität. Jedes zweite Unternehmen ist mittlerweile betroffen, die Dunkelziffer dürfte sogar noch höher sein. Ein Grund dafür ist die fehlende Vorbereitung. Analysen der Cyber Risk Agency zeigen, dass insbesondere kleinere Unternehmen meist über nur geringe Sicherheitsstandards verfügen.

Cyber-Kriminelle verursachen in Deutschland jährlich Schäden in Höhe von ca. 55 Mrd. Euro. Davon entfallen etwa 16 Mrd. Euro auf Ermittlungsaufwände, Wiederherstellung der IT und Betriebsstillstand. Bedingt durch das Aufkommen automatisierter Hacking-Tools hat sich nicht nur die absolute Zahl erfolgreicher Cyber-Attacken erhöht, es sind auch immer häufiger kleine und mittlere Unternehmen von den Angriffen betroffen.

Eine aktuelle Studie des Munich Risk and Insurance Center (MRIC) der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Cyber Risk Agency GmbH beschäftigt sich genauer mit dieser Situation. Sie analysiert den Bedarf nach und die relative Leistungsfähigkeit von Cyber-Versicherungen im deutschen Markt mit speziellem Fokus auf den Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen. Denn gerade das Thema Versicherung erhält in diesem Umfeld oft noch zu wenig Relevanz.

Die verschiedenen Komponenten des digitalen Risikomanagements.
Die verschiedenen Komponenten des digitalen Risikomanagements.
(Bild: MRIC)

Um einen Beitrag zu mehr Transparenz bezüglich der Leistungsfähigkeit solcher Policen zu leisten, werden die Basiskomponenten einer Cyber-Versicherung in der Studie näher dargestellt. Im direkten Vergleich konnten 6 der 20 untersuchten Policen sowohl in Bezug auf den angebotenen finanziellen Deckungsumfang als auch bezüglich der bereitgestellten Assistance-Leistungen, wie beispielsweise einer ständig verfügbaren Hotline und einem Notfallteam für den Ernstfall, überzeugen.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Mehrheit der angebotenen Cyber-Policen die wesentlichen finanziellen Risiken des Versicherungsnehmers abdeckt. Oliver Lehmeyer, Geschäftsführer und Gründer der Cyber Risk Agency rät: „Wer die Chancen der Digitalisierung nutzen möchte, der muss auch die damit einhergehenden Risiken managen. Gehen Sie als Unternehmen davon aus, dass Sie gehackt werden und bereiten Sie Ihr Unternehmen auf den Ernstfall vor.“

Die komplette Studie lässt sich auf dieser Webseite kostenlos herunterladen.

(ID:45007422)

Über den Autor

 Moritz Jäger

Moritz Jäger

IT Journalist