Virtuelle Arbeitsoberfläche stellt hohe Sicherheitsanforderungen

Virtual Desktop Management – Spagat zwischen Sicherheit und Mobilität

11.08.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Stephan Augsten

Mobiles Arbeiten stellt laut Olaf Lindner, Director Symantec Consultanting Services, neue Herausforderungen an Unternehmen.
Mobiles Arbeiten stellt laut Olaf Lindner, Director Symantec Consultanting Services, neue Herausforderungen an Unternehmen.

Virtual Desktop Management soll System-Ressourcen schonen und dient der Standardisierung der im Unternehmen eingesetzten Anwender-Software. Doch der Hang zum mobilen Zugriff auf die vertraute Arbeitsoberfläche stellt hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit. Geschäftsmodelle wie „Software as a Service“ und „Software on Demand“ werfen neue Barrieren auf, insbesondere bei der Authentifizierung und Zutrittskontrolle.

Die Anbieter von umfassenden Lösungspaketen zur Desktop-Virtualisierung wie Sun Microsystems werben mit plakativen Slogans: Spielerisch einfach sei die Bedienung einer virtuellen Desktop-Umgebung. Benötigt werde dazu auf dem Bildschirm nur eine Browserfunktion, HTTPS sowie Java-Unterstützung.

Neben den etablierten Größen drängen zahlreiche neue Anbieter auf den Markt, so etwa das auf berufliche Anwender ausgerichtete „OnDemandOffice“. Dort können Unternehmen ganze Produktbündel auf einer monatlichen Mietbasis ordern, so beispielsweise komplette ERP- oder CRM-Systeme.

Verschiedene Anbieter für Virtual Desktop Management

Microsoft hingegen feilt noch weiter an seiner neuen Lösung Virtual PC 2007. Noch sei unklar, wie sich der Konzern generell gegenüber dem Trend der Desktop-Virtualisierung verhalte, erläutert Marktanalyst Brian Gammage von Gartner. Denn dies ziehe immerhin eine Aufweichung der gängigen Lizenzierungspraxis nach sich und berge zudem erhebliche Sicherheitsrisiken auf Anwenderseite in sich. „Die Hypervisor-Technologie ist ein bedrohliches Monster und wenig vertrauenswürdig, wenn der User nicht mitbekommt, was im Hintergrund abläuft“, pointiert Gammage.

Trotz gewisser Vorbehalte sowohl bei den Unternehmen als auch den Endanwendern, treten immer neue Produkte auf den Plan. VMware wirbt sogar mit einem „virtuellen Desktop für die Hosentasche“ und kooperiert beispielsweise mit Citrix, um im Segment der Business-Kunden eine durchdachte System- und Desktop-Virtualisierung mit sicheren Anwendungen bereitzustellen. Die Desktop-Lösung der SWSoft-Tochter Parallels für Mac hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Nach Auffassung der Marktanalysten von IDC gehört die Virtualisierung der IT schon in wenigen Jahren zur Commodity, etablierte Anbieter treten gegen Open Source basierte Modelle an, aber offene und proprietäre Konzepte durchmischen sich. Für Gartner liegt das neue Zauberwort nach der Infrastruktur und Hardware künftig gerade in der Desktop-Virtualisierung, die mit neuen Nutzungsmodellen wie Software as a Service (SaaS) oder Software on Demand einherginge. Die Anbieter propagieren flexible Nutzungsmodelle à la Web 2.0 sowohl für Geschäftsanwendungen als auch für den privaten User.

Seite 2: Der virtuelle Desktop wird Standard

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