Virtuelle Arbeitsoberfläche stellt hohe Sicherheitsanforderungen

Virtual Desktop Management – Spagat zwischen Sicherheit und Mobilität

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Wandel in der Unternehmenskultur

Trotz des nachhaltigen Trends, der somit auch die Security-Dienstleister selbst erfasst hat: Selbst unter Experten umstritten, inwieweit die Auslagerung des Desktop-Managements in eine zentralisierte IT-Umgebung tatsächlich zu einer größeren Sicherheit der Anwendungen beiträgt.

Durch das mobile Arbeiten sieht Olaf Lindner, Senior Director Symantec Consulting Services, neue Herausforderungen auf die Unternehmen zurollen: „Für die Sicherung der virtuellen Desktops setzen wir künftig verstärkt auf das Konzept der Authentifizierung des Anwenders durch eindeutige Identifizierung“.

Als Innovationsbremse für eine umfassende Virtualisierung der Desktop-Umgebung wirke sich derzeit noch die zunehmende Angst um den Arbeitsplatz bei den Fachkräften aus, gibt Rolf-Per Thulin, Technical Architect Desktop-Virtualisierung bei Sun Microsystems, zu bedenken. Insbesondere die Administratoren fühlen sich oftmals als überflüssiges Glied in der Befehlskette. Als weiterer Fallstrick bei der virtualisierten PC-Umgebung gilt die Tendenz zum Outsourcing, die gerade aus Sicht der IT-Sicherheit ein hohes Konfliktpotenzial im Unternehmen birgt.

Einerseits macht die globale Vernetzung nämlich aktiv kooperierende Entwicklungs- und Produktionseinheiten mit sicheren und wirtschaftlichen Anwendungen unumgänglich. Gerade bei einer vertrieblich ausgeprägten Organisationsstruktur und flexiblem Teamwork bringt die Virtualisierung entscheidende Vorteile.

Andererseits sind dadurch die Aspekte Sicherheit und Mobilität nicht mehr zentral gesteuert, sie entziehen sich damit der unmittelbaren Kontrolle durch die Führungskräfte und Spezialisten. Ein begleitender Wandel in der Unternehmenskultur in Richtung einer dezentralen Prozesssteuerung ist demzufolge eine notwendige Begleiterscheinung.

Seite 4: Neue Risiken, aber auch neue Chancen

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