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Der virtuelle Desktop wird Standard
Open-Source-Spezialist RedHat kündigte gemeinsam mit Intel ein virtuelles Betriebssystem an, das neben niedrigeren Administrationskosten auch auf die geringere Verwundbarkeit der Desktops zielt. Zu den Vorreitern, die der Abschaffung des lokalen PCs den Boden bereiten könnten, gehören Branchen mit ausgeprägten Teamwork-Strukturen, wie Telekommunikation, Finanzdienstleister und Automotive.
Als hauptsächlicher Treiber fungieren mobile Anwendungen. Schließlich lässt sich der virtuelle Desktop scheinbar problemlos auch auf kleinere Endgeräte wie PDAs portieren. Immerhin hat VMware bereits angekündigt, die sichere Arbeitsumgebung des Anwenders mit seiner Enterprise-Lösung sogar auf einen USB-Stick zu packen.
Auch integrierte Sprachfunktionen machen Fortschritte. So gibt es aus dem Open-Source-Umfeld unter VBox-Client.de die Betaversion eines Voice Box Client zu bestaunen.
Schon in wenigen Jahren dürfte also die virtuelle Desktop-Umgebung zum IT-Standard der Unternehmen gehören. Ein kleines Indiz hierfür ist der Einstieg von Microsoft in flexiblere Nutzungsmodelle. So sind etwa bei der Stadt Gelsenkirchen auf der Client-Seite nicht nur alle Computer mit Windows XP ausgestattet. Die Anwender können zudem von einer zentralen Umgebung aus an wechselnden Arbeitsplätzen mit ihren gewohnten Desktop-Umgebungen arbeiten.
Desktop-Virtualisierung tangiert aber auch die Security-Community selbst. Mittelfristig könnte sich sogar das Management der IT-Sicherheit vom Computer des Endanwenders direkt ins Internet verlagern. So bietet etwa Sicherheitsspezialist Symantec ein Paket mit Anti-Spam und Backup-Services, das als „Software as a Service“-Paket sowohl auf Endanwender als auch auf kleinere und mittlere Unternehmen zugeschnitten ist.
Auf den von Symantec bereitgestellten Internet-Diensten sollen die Endanwender Dateien sicher hinterlegen können, was aus Sicht des Sicherheitsspezialisten ganz nebenbei zu einer Entlastung des Fachpersonals beiträgt. Bereits mit „Norton 360“ stellt Symantec zwei wesentliche Sicherheitsfunktionen in diesem Bereich zur Verfügung: das Online-Backup auf Servern sowie die „Transaktionssicherheit“ zum Schutz vor Diebstahl der Online-Identität durch die sichere und automatische Überprüfung der Echtheit von Webseiten.
Seite 3: Wandel in der Unternehmenskultur
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