Anfällig für SQL-Injection Broadcom veröffentlicht Update für Schwachstelle in VMware HCX

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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VMware hat eine kritische Sicherheitslücke in VMware HCX geschlossen, die SQL-Injection ermöglicht. Das Risiko dieser Schwachstelle wird mit einem CVSS-Wert von 8.8 bewertet, was das hohe Schadenspotenzial verdeutlicht.

Authentifizierte Angreifer können durch Ausnutzen einer Sicherheitslücke in VMware HCX die Kontrolle über Backend-Datenbanken erlangen.(Bild:  KI-generiert)
Authentifizierte Angreifer können durch Ausnutzen einer Sicherheitslücke in VMware HCX die Kontrolle über Backend-Datenbanken erlangen.
(Bild: KI-generiert)

Die kürzlich geschlossene Schwachstelle in VMware HCX (Hybrid Cloud Extension) betrifft alle Versionen bis einschließlich 4.10.x. VMware bewertet diese Schwachstelle CVE-2024-38814 mit einem CVSS-Wert von 8.8, was auf ein hohes Sicherheitsrisiko hinweist.

SQL-Injection-Angriffe zählen zu den verbreitetsten Schwachstellen in datenbankgestützten Anwendungen, die durch fehlerhafte Filtermechanismen in SQL-Anfragen entstehen. Authentifizierte Benutzer haben hier die Möglichkeit, durch speziell konstruierte Eingaben Kontrolle über die Backend-Datenbank zu erlangen. Solche Sicherheitslücken können zu Datenverlusten, unautorisierten Änderungen oder auch zum vollständigen Systemausfall führen. Im Kontext von VMware HCX bedeutet dies, dass sensible Daten innerhalb der Hybrid Cloud Infrastruktur kompromittiert werden könnten, was für Unternehmen erhebliche Sicherheits- und Compliance-Risiken darstellt.

Details zu CVE-2024-38814

Diese Sicherheitslücke ermöglicht es authentifizierten Angreifern, SQL-Injection-Angriffe durchzuführen, die eine unautorisierte Code-Ausführung auf dem HCX-Manager begünstigen können. Selbst Anwender mit eingeschränkten Berechtigungen haben durch gezielte Manipulation die Möglichkeit, Sicherheitsrichtlinien zu umgehen und potenziell schädlichen Code auf den betroffenen Systemen auszuführen.

Die Schwachstelle ist in der SQL-Verarbeitungskomponente von VMware HCX verankert, die speziell präparierte Anfragen von authentifizierten Benutzern fehlerhaft verarbeitet. Dieser SQL-Injection-Fehler erlaubt es einem Angreifer, kontrollierte Abfragen in die Datenbank einzuschleusen, was zu einem erheblichen Datenverlust, Manipulation oder potenziellen Systemausfällen führen kann. Besonders kritisch ist, dass dieser Angriff keine administrativen Rechte voraussetzt, sondern bereits von Benutzern mit niedrigerem Zugriffslevel durchgeführt werden kann.

VMware stellt Updates zur Verfügung, die die Schwachstelle in den betroffenen Versionen schließen. Für Admins ist die schnelle Installation der bereitgestellten Patches notwendig. Die aktualisierten Versionen, in denen die Schwachstelle behoben ist, sind VMware HCX 4.10.1, 4.9.2 und 4.8.3.

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