Definition AccessChk Was ist AccessChk?

AccessChk ist ein kostenlos verfügbares Sysinternals-Tool für den Einsatz auf Rechnern mit Windows-Betriebssystem. Es kann bei Microsoft heruntergeladen werden und zeigt detailliert die Benutzerrechte auf einem Windows-System an. Mithilfe des Tools lassen sich die Rechte einzelner Benutzer oder Gruppen auf unterschiedliche Ressourcen wie Dateien, Verzeichnisse, Objekte, Registry-Schlüssel oder Dienste abfragen.

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AccessChk ist ein kostenloses Sysinternals-Tool für Microsoft Windows zur detaillierte Anzeige von Benutzerrechten auf einem Windows-System.
AccessChk ist ein kostenloses Sysinternals-Tool für Microsoft Windows zur detaillierte Anzeige von Benutzerrechten auf einem Windows-System.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

AccessChk ist ein Tool aus der kostenlosen Sysinternals-Sammlung von Werkzeugen von Microsoft. Die Werkzeuge der Sysinternals-Reihe bieten wertvolle Hilfen bei der Verwaltung von Rechnern und Servern mit Windows-Betriebssystem. Zu den Tools zählen Diagnose-, Netzwerk-, Security- und Dateisystem-Werkzeuge. Sie werden einzeln oder als Sysinternals Suite (zip) angeboten. Das AccessChk-Tool arbeitet kommandozeilenbasiert und lässt sich bei Microsoft gratis herunterladen. Mithilfe des Tools können Administratoren oder Anwender die Benutzerrechte auf einem Windows-System detailliert anzeigen.

Aufrufen lässt sich der Befehl nach dem Herunterladen und Speichern im Executable-Path beispielsweise in der cmd-Kommandozeilenoberfläche. Die Anzeige der Rechte bestimmter Benutzer oder Benutzergruppen auf unterschiedliche Ressourcen wie Dateien, Verzeichnisse, Objekte, Registry-Schlüssel oder Dienste ist möglich. Mit dem Sysinternals-Tool AccessEnum steht ein weiteres Werkzeug mit ähnlicher Funktionalität, aber grafischer Benutzeroberfläche zur Verfügung. AccessChk und AccessEnum sind einsetzbar, um Berechtigungen oder Freigaben zu prüfen, Sicherheitsmängel zu finden, Berechtigungen an komplexen Ordnerstrukturen zu verstehen oder Probleme bei der Ausführung von Anwendungen beziehungsweise beim Zugriff auf Daten zu finden. Zudem erhält man einen schnellen Überblick, wie die Zugriffsrechte eines einzelnen Benutzers aussehen.

Syntax und Beispiele für die Verwendung des Tools

Um das Tool auf einem Windows-Rechner zu nutzen, muss es heruntergeladen und im Pfad für Executables gespeichert werden. Anschließend lässt es sich über die Eingabeaufforderung aufrufen. Die Syntax für die Ausführung des Befehls lautet:

accesschk [Optionen] [User oder Gruppe] [Objektname]

Objektname kann eine Datei, ein Verzeichnis, ein Registry-Schlüssel oder ein Dienst sein. Als Optionen stehen beispielsweise "-d" für Verzeichnisse, "-k" für Registry-Schlüssel, "-c" für Dienste, "-w" für Schreibrechte, -"-r" für Leserechte, "-n" für keine Zugriffsrechte und weitere zur Verfügung. Zur Verdeutlichung der Einsatzmöglichkeiten des Tools im Folgenden einige einfache Beispiele:

Mithilfe des Befehls

accesschk benutzerx c:\daten

wird abgefragt, welche Rechte der "benutzerx" an den Dateien des Verzeichnisses "c:\daten" hat. Die Ausgabe des Befehls listet jede Datei des Verzeichnisses mit den jeweiligen Rechten des benutzerx. Bei den Rechten wird zwischen nur Leserechten (R), nur Schreibrechten (W) sowie Lese- und Schreibrechten (RW) unterschieden. Ohne Angabe eines Benutzernamens erscheinen alle Benutzergruppen mit Rechten an Dateien dieses Verzeichnisses.

Die Abfrage der Schreibrechte eines Benutzers auf Windows-Dienste ist mit diesem Befehl möglich:

accesschk benutzerx -cw *

Um die Zugriffsrechte auf den Registry-Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\Software" abzufragen, lässt sich dieser Befehl einsetzen:

accesschk -k HKEY_LOCAL_MACHINE\Software

Einsatzmöglichkeiten des Tools

Das Sysinternals-Tool AccessChk ist für verschiedene Zwecke einsetzbar. Typische Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Sicherheitsüberprüfung eines Rechners oder Servers (Berechtigungen oder Freigaben zu prüfen)
  • Finden von Sicherheitslücken oder unerwünschten Zugriffsrechten
  • Schneller Überblick über Zugriffsrechte bestimmter Benutzer
  • Berechtigungen an komplexen Ordnerstrukturen verstehen
  • Troubleshooting (Probleme bei der Ausführung von Anwendungen beziehungsweise beim Zugriff auf Daten finden)

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