Das CERT-EU ist das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union. Es agiert als Cybersicherheitsdienst für die Einrichtungen, Organe und Agenturen der EU. Aufgabe des CERT-EU ist es, Cyberangriffe gegen Institutionen der Europäischen Union zu erkennen, zu analysieren und abzuwehren. Der präventive Schutz der IKT-Infrastrukturen der EU-Institutionen gehört ebenfalls zu den Aufgaben des CERT-EU.
Das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union (CERT-EU) hat die Aufgabe, Cyberangriffe gegen EU-Institutionen zu verhindern, zu erkennen und abzuwehren.
Das CERT-EU ist ein im Jahr 2011 gegründeter und seit 2012 aktiv tätiger interinstitutioneller Dienst der Europäischen Union. Er hat seinen Sitz in Brüssel. Es handelt sich um das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union, das die Institutionen der EU und ihre IKT-Infrastrukturen vor Cyberangriffen schützen soll. Das CERT-EU ist ein zentraler Akteur zur Stärkung der Cybersicherheit innerhalb der EU-Verwaltung. Es agiert als Cybersicherheitsdienst für die Einrichtungen, Organe und Agenturen der EU und unterstützt sie dabei, Cyberangriffe präventiv zu verhindern, zu erkennen, darauf zu reagieren und sie abzuwehren. Zudem fungiert das Computer Emergency Response Team als zentrale Anlaufstelle für den Informationsaustausch und übernimmt eine führende Rolle bei der Koordination der Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle.
Administrativ eingebunden ist das Computer Emergency Response Team der EU in die Generaldirektion Digitale Dienste (DIGIT) der Europäischen Kommission. Das CERT-EU besteht aus einem spezialisierten Team von aktuell über 60 IT-Sicherheitsexperten, das mit anderen Cybersicherheitsinstitutionen wie CERTs in EU- und Nicht-EU-Ländern, mit spezialisierten IT-Sicherheitsunternehmen und mit anderen internationalen Organisationen und Foren zusammenarbeitet. Die Webseite des CERT-EU ist über den Link https://cert.europa.eu erreichbar.
Was sind die Ziele und die konkreten Aufgaben des CERT-EU?
Die Einrichtung eines eigenen Computer Emergency Response Teams der Europäischen Union soll die Cybersicherheit und die Cyberresilienz der EU-Institutionen und ihrer IKT-Infrastrukturen stärken. Die Institutionen und ihre Infrastrukturen sollen vor Cyberangriffen, Störungen oder Datenabflüssen durch Prävention, Detektion und Reaktion besser geschützt werden. Aus diesen übergeordneten Zielen leiten sich die konkreten, operativen Aufgaben des CERT-EU ab. Zu diesen zählen zum Beispiel:
enge Vernetzung mit den nationalen CERTs in EU- und Nicht-EU-Ländern
Informationsaustausch mit Kunden und Partnern
Unterstützung aller Organe, Einrichtungen und sonstiger Stellen der EU bei der Stärkung der Cybersicherheit und Cyberresilienz
Beratung aller Organe, Einrichtungen und sonstiger Stellen der EU zu Themen rund um Cybersicherheit und Cyberresilienz
Überwachung der IT-Sicherheit der IT-Infrastrukturen der europäischen Institutionen
Sammeln, Verwalten, Analysieren und Teilen von Informationen über Bedrohungen, Schwachstellen und Cybervorfälle
Herausgabe von Warnungen und Empfehlungen zum präventiven Schutz vor Cyberbedrohungen
Koordination der Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle auf interinstitutioneller Ebene und Bereitstellung operativer Unterstützung
Durchführung technischer Bewertungen
Bereitstellung von Expertise, Bedrohungsanalysen, Sicherheitsrichtlinien und technischen Handlungsempfehlungen
Durchführung von Schulungen zur Sensibilisierung zum Thema Cybersicherheit
Beteiligung an Cybersicherheitsübungen wie Cyber Europe oder Locked Shields
Entwicklung, Veröffentlichung und Etablierung von Rahmenwerken und Standards für Bedrohungsanalysen sowie für die Klassifizierung und Priorisierung von Cyberbedrohungen
Was ist das Cyber Threat Intelligence Framework der CERT-EU?
Anfang 2026 veröffentlichte das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union das Cyber Threat Intelligence Framework. Es handelt sich dabei um ein strukturiertes Klassifizierungssystem für Angriffe auf EU-Institutionen. Die Methodik des Frameworks orientiert sich an den EU-Cybersicherheitsvorschriften und an bestehenden Vorgaben und Standards wie MITRE ATT&CK, den NATO-Nachrichtendienststandards und den bewährten Verfahren von FIRST (Forum of Incident Response and Security Teams) für das CTI-Reporting (Cyber Threat Intelligence).
Das Rahmenwerk legt die analytischen und operativen Maßstäbe der Klassifizierung, Bewertung und Priorisierung böswilliger Cyberaktivitäten fest. Es richtet sich als transparentes Referenzdokument an die Sicherheitsbeauftragten und IT-Sicherheitsexperten der Organe, Einrichtungen, Ämter und Agenturen der Europäischen Union und deren Umfeld.
Inhalte des Rahmenwerks sind zum Beispiel:
Definitionen bösartiger Aktivitäten von Interesse (Malicious Activities of Interest - MAIs) und Gründe zu deren Verfolgung
Klassifizierung von Cyberbedrohungen nach Absicht des Angreifer
Modell zur Abschätzung der geografischen und institutionellen Reichweite einer Bedrohung
Definition von Bedrohungsstufen
Scoring-System für eine priorisierte Verteidigungsplanung
Mit wem arbeitet das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union zusammen?
Das CERT-EU arbeitet mit zahlreichen weiteren Cybersicherheitsinstitutionen wie Computer Emergency Response Teams in EU- und Nicht-EU-Ländern, mit spezialisierten IT-Sicherheitsunternehmen und mit anderen internationalen Organisationen und Foren zusammen. Es ist Mitglied des CSIRTs Network (CNW), der European Government CSIRTs Group (EGC), des Forum of Incident Response and Security Teams (FIRST), des Trusted Introducer Netzwerks und anderer Foren.
Das CERT-EU pflegt darüber hinaus eine strukturierte und intensive Zusammenarbeit mit der ENISA, der EU-Agentur für Cybersicherheit. Auch mit dem NATO-Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) gibt es eine Kooperation zum Austausch von Cybersicherheitsinformationen.
Wie ist das CERT-EU organisiert?
Das Computer Emergency Response Team der Europäischen Union ist keine klassische Behörde. Es handelt sich vielmehr um einen interinstitutionellen Dienst und ein interinstitutionelles Team von Sicherheitsexperten. Administrativ ist das CERT-EU in das Generaldirektorat für Digitale Dienste der Europäischen Kommission eingebunden. Es arbeitet aber autonom. Gesteuert wird das CERT-EU vom Interinstitutional Cybersecurity Board, geleitet vom Europäischen Parlament.
Stand: 08.12.2025
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Aktueller Leiter des Computer Emergency Response Teams der Europäischen Union ist bereits seit 2019 Saâd Kadhi. Er ist als Direktor für die operative Einsatzfähigkeit und die strategische Ausrichtung und Steuerung des Teams verantwortlich. Zudem repräsentiert er das CERT-EU gegenüber den EU-Institutionen und Partnern.
Die konkrete Arbeit des CERT-EU führen verschiedene Teams aus. Derzeit sind das die folgenden sechs Teams:
1. Das Team für forensische Analyse und operative Reaktion auf Cyberangriffe: Erkennung, Schutz und Reaktion auf Cyberangriffe und kontinuierliche Bedrohungsüberwachung und -abwehr.
2. Das Team für Cyber Threat Intelligence: Kontinuierliche Überwachung, Verknüpfung, Analyse und Einordnung von Bedrohungsinformationen und Bedrohungsberichten verschiedener Quellen sowie regelmäßige Berichterstattung an die Kunden und Partner des CERT-EU.
3. Das Team für offensive Sicherheit: Testen der Systeme der Kunden durch ethische Hacking-Techniken und Durchführung von Schwachstellenanalysen, Phishing-Übungen, Penetrationstests und Red-Team-Übungen.
4. Das Team für IT-Support und -Services: Wartung und Weiterentwicklung der Infrastruktur, Prozesse und Tools sowie Optimierung von Arbeitsabläufen innerhalb der CERT-EU-Umgebung mit dem Ziel, die Leistung und Servicequalität des CERT-EU zu verbessern.
5. Das Team für Kooperationen: Schnittstelle des CERT-EU nach außen und verantwortlich für die Pflege der strategischen Beziehungen zu Partnern und Kollegen, für die Stärkung der operativen Zusammenarbeit und für die Unterstützung der EU-Politik durch technische Expertise.
6. Das Team für Sicherheitsberatung: Beratung der Mitglieder für eine optimale Nutzung der Dienstleistungen des CERT-EU und Stärkung der allgemeinen Sicherheitslage der Einrichtungen der Europäischen Union durch Sensibilisierungsveranstaltungen, Analysen und Bestandsaufnahmen.