Definition Kensington-Schloss

Was ist ein Kensington-Schloss?

| Autor / Redakteur: Stefan Luber / Peter Schmitz

Ein Kensington-Schloss dient der Sicherung mobiler elektronischer Geräte vor Diebstahl.
Ein Kensington-Schloss dient der Sicherung mobiler elektronischer Geräte vor Diebstahl. (Bild: Kensington)

Ein Kensington-Schloss sichert mobile elektronische Geräte vor Diebstahl. Es handelt sich um ein Sicherungskabel mit einem Schloss. An einem Ende wird es fest mit dem zu sichernden Gerät verbunden, am anderen Ende ist es an einem ortsfesten Gegenstand oder an einer festen Halterung angeschlossen.

Der Name Kensington-Schloss oder Kensington-Lock geht auf Sicherungsgeräte des Herstellers Kensington zurück. Der Begriff hat sich für mit diesem System kompatible Diebstahlsicherungen unterschiedlicher Hersteller etabliert. Viele mobile Geräte und nahezu alle Laptops sind an ihrem Gehäuse mit der für das Kensington-Schloss benötigten Aussparung ausgestattet. Neben Laptops sind beispielsweise Beamer, Monitore oder PCs für die Sicherung mit einem Kensington-Lock vorbereitet. Das eigentliche Kensington-Schloss besteht aus einem stabilen Sicherungskabel und einem Schließmechanismus für die Gehäuseaussparung. Mit dem Sicherungskabel lässt sich ein mobiles Gerät fest an einem stationären Objekt anschließen. Das Sicherungsprinzip ähnelt dem eines Fahrradschlosses und verhindert durch das Anbinden das schnelle Entwenden und Gelegenheitsdiebstähle.

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Aufbau und Funktionsweise eines Kensington-Schlosses

Um ein Kensington-Schloss zu verwenden, muss das zu sichernde Gerät mit einer Kensington-Aussparung, oft Kensington-Slot (K-Slot) genannt, versehen sein. Es handelt sich um eine rechteckige etwa drei mal sieben Millimeter große Gehäuseöffnung. In diese Öffnung lässt sich der t-förmige Schließmechanismus des Kensington-Schlosses einführen und mit einer 90-Grad-Drehung fixieren. In dieser Stellung ist der Schließmechanismus nur durch das Aufbrechen der Öffnung wieder zu entfernen. In der Regel sind die Kensington-Öffnungen der Geräte so konstruiert, dass beim gewaltsamen Entfernen ein erheblicher Schaden entsteht. Solche beschädigten Geräte sind auf den ersten Blick als gestohlen erkennbar oder unbenutzbar. Das am Schließmechanismus angebrachte Drahtseil kann als Schlaufe um einen festen Gegenstand wie ein Geländer, ein Gestell eines Schreibtisches oder um ein anderes Möbelstück geschlungen werden. Das Schloss selbst wird entweder mit einem Schlüssel oder über das Einstellen einer Zahlenkombination geöffnet und geschlossen.

Sicherheitsaspekte des Kensington-Locks

In erster Linie soll das Kensington-Schloss den einfachen Gelegenheitsdiebstahl mobiler elektronischer Geräte verhindern. Es kommt beispielsweise bei der gelegentlichen Nutzung der Geräte in öffentlichen oder halböffentlichen Bereichen zum Einsatz. Durch den Kensington-Lock hat der Dieb einen erhöhten Aufwand und Zeitbedarf beim Stehlen. Er muss entweder das Drahtseil durchschneiden, den Sperrmechanismus aus der Öffnung gewaltsam entfernen oder die Drahtschlinge vom stationären Objekt lösen. Dadurch ist eine gewisse Abschreckungs­wirkung gegeben.

Bei vielen Geräten ist die Kensington-Öffnung zusätzlich mit Metall verstärkt oder fest mit anderen Geräteteilen verbunden. Ist die Kensington-Öffnung nur im Plastikgehäuse eingearbeitet, entsteht durch das Herausbrechen zumindest ein Schaden am Gehäuse. An diesem Schaden ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass das Kensington-Schloss schon einmal gewaltsam entfernt wurde. Dies schützt vor dem Weiterverkauf gestohlener Geräte.

Kann ein Dieb über länger Zeit ungestört am Kensington-Schloss arbeiten, stellt es keinen unüberwindbaren Schutz dar. Beispielsweise lässt sich das Sicherungsseil per Werkzeug durchtrennen. Der Dieb kann das Gerät mitnehmen und später in aller Ruhe den Schließmechanismus mit geeigneten Mitteln ohne Beschädigung der Kensington-Öffnung überwinden. Ein per Kensington-Schloss gesichertes elektronisches Gerät sollte daher niemals über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben.

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