Das Hypertext Transfer Protocol Secure ist ein standardisiertes Protokoll zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der zwischen einem Webserver und einem Webbrowser übertragenen Daten. Es fügt dem Hypertext Transfer Protocol (HTTP) eine zusätzliche Verschlüsselungsebene mit Authentifizierungsfunktion ein. HTTPS hat sich als Standard im Internet etabliert und verhindert das unbefugte Mitlesen der Daten durch Dritte.
HTTPS ist ein Internet-Protokoll zur verschlüsselten Datenübertragung zwischen Webserver und Webbrowser.
HTTPS ist das Akronym für Hypertext Transfer Protocol Secure. Es handelt sich um ein bereits in den 1990er-Jahren von Netscape entwickeltes Protokoll zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikation zwischen Webbrowser und Webserver. Heute wird Hypertext Transfer Protocol Secure von allen gängigen Webbrowsern unterstützt. Auch Online-Anwendungen verwenden das Protokoll für einen sicheren Datenaustausch zwischen Server und Client. Mittlerweile hat sich HTTPS als Standardprotokoll zur Sicherstellung von Vertraulichkeit und Integrität des Datenaustauschs im World Wide Web etabliert. Mit HTTPS verschlüsselte Verbindungen sind in der Adresszeile des Webbrowsers durch ein geschlossenes Schlosssymbol und das vor die Webadresse gestellte "https://" zu erkennen. Nicht per Hypertext Transfer Protocol Secure verschlüsselte Verbindungen kennzeichnen die Webbrowser als potenziell unsichere Verbindungen. Um die Verschlüsselung der Daten im Internet weiter voranzubringen, sind Suchmaschinenbetreiber wie Google dazu übergegangen, Internetauftritte, die standardmäßig keine per HTTPS verschlüsselte Übertragung der Daten anbieten, mit schlechteren Platzierungen in den Suchergebnissen zu bestrafen.
Hypertext Transfer Protocol Secure basiert auf HTTP (Hypertext Transfer Protocol) und fügt diesem Protokoll zwischen HTTP und Transmission Control Protocol (TCP) eine zusätzliche Schicht mit Transportverschlüsselung und Authentifizierungsfunktion ein. Die Authentifizierung ermöglicht den Kommunikationspartnern die Prüfung der Identität des Gegenübers. Standardisiert war Hypertext Transfer Protocol Secure ursprünglich im RFC 2818. Der heute aktuelle RFC für HTTP und HTTPS ist RFC 9110.
Prinzipielle Funktionsweise von Hypertext Transfer Protocol Secure
Als Zwischenschicht zwischen HTTP und TCP verwendet Hypertext Transfer Protocol Secure zur Verschlüsselung und Authentifizierung Transport Layer Security (TLS). Die Kommunikationspartner können sich über digitale Zertifikate, die von einer vertrauenswürdigen Instanz (Certificate Authority - CA) ausgestellt wurden, authentifizieren. In der Regel authentifiziert sich der Webserver (Diensteanbieter) gegenüber dem Webbrowser (Client). So ist sichergestellt, dass der Client tatsächlich mit dem Diensteanbieter verbunden ist, den er kontaktieren möchte. Aber auch die Client-Authentifizierung gegenüber dem Webserver ist möglich. Nach der erfolgreichen Authentifizierung erfolgt die Verschlüsselung der eigentlichen Kommunikation mit einem jeweils nur für die aktuelle Sitzung gültigen Session Key. Die Daten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und können von Dritten nicht gelesen werden. Integrität und Vertraulichkeit der Daten hängen maßgeblich von der Echtheit des verwendeten Zertifikats ab. Webbrowser prüfen die Zertifikate anhand einer Liste vertrauenswürdiger CAs und bestimmter Parameter wie Gültigkeitsdatum und Namen.
Der Abruf der Internetseiten findet nach dem Client-Server-Prinzip statt und ist identisch mit HTTP. Der Client fragt eine Ressource per Request beim Webserver an. Der Webserver beantwortet diesen Request. Request und Antwort beginnen jeweils mit einem Header und Steuerinformationen. Die eigentlichen Daten folgen im Anschluss. Im Vergleich zu HTTP verwendet Hypertext Transfer Protocol Secure aber nicht den Standardport 80, sondern den Port 443.
Motivation für die Entwicklung von Hypertext Transfer Protocol Secure und Anwendungsbereiche
Lange Zeit dominierte unverschlüsseltes HTTP den Datenaustausch zwischen Webservern und Clients (Webbrowsern) im World Wide Web. Daten wurden im Klartext über das Internet übertragen und konnten prinzipiell von jedem mit Zugriff auf Netzknoten oder Übertragungsstrecken mitgelesen oder manipuliert werden. Kriminelle Aktivitäten wie das Ausspähen sensibler Daten oder Man-in-the-Middle-Angriffe wurden durch den unverschlüsselten Datenaustausch erleichtert. Hypertext Transfer Protocol Secure wurde entwickelt, um sensible Daten der Internetuser besser zu schützen, Betrug, beispielsweise durch gefälschte Webseiten, zu erschweren und das Internet insgesamt sicherer zu machen. Ein einfaches Mitlesen der übertragenen Daten durch Unbefugte, wird durch HTTPS verhindert. Heute ist ein Großteil der im Internet übertragenen Webseiten und Daten der verschiedenen Online-Dienste und Webserver verschlüsselt. Vor dem Verbindungsaufbau prüfen die Clients die Identität der angefragten Domain. In offenen, unverschlüsselten WLANs, schützt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Hypertext Transfer Protocol Secure davor, dass andere WLAN-Teilnehmer den Datenverkehr im Klartext abhören können. Auch andere Internetprotokolle wie SMTPS (SMTP), IMAPS (IMAP) und FTPS (FTP) schützen ähnlich wie HTTP und HTTPS die Datenübertragung durch das Einfügen von TLS zwischen Transport- und Anwendungsprotokoll.
Stand: 08.12.2025
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