Windows-Sicherheit mit Bordmitteln Windows 7 und Windows Vista ohne Extra-Tools absichern

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Peter Schmitz

Zum Schutz von Windows Rechnern liefert der Markt ein umfangreiches Portfolio an Tools. Aber auch Windows selbst bringt spätestens seit Vista und noch mehr jetzt mit Windows 7 eine ganze Menge an Systemeigenen Tools und Sicherheits-Funktionen mit, um das Betriebssystem und die Daten der Anwender gegen Angriffe wirkungsvoll zu schützen.

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Windows 7 ist das sicherste Windows Betriebssystem aller Zeiten, wenn man die On-Board-Security richtig nutzt.
Windows 7 ist das sicherste Windows Betriebssystem aller Zeiten, wenn man die On-Board-Security richtig nutzt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Microsoft stand, was die Sicherheit seiner Betriebssysteme anbelangt, immer wieder in der Kritik. Um dem zu begegnen, setzt man an verschiedenen Stellen an: der Ausweitung der Sicherheitsfunktionen im Betriebssystem, der erweiterten Firewall, der laufenden Aktualisierung und der Überwachung der Aktionen der Benutzer. Parallel dazu sollten aber auch die Benutzerrechte angemessen ausgelegt sein.

Zusammengefasst werden die Sicherheitsfunktionen im Sicherheitscenter. Dieses liefert die Einträge für die Windows Firewall, Windows Update, den Defender und alle weiteren Sicherheitseinrichtungen wie die Einstellungen der Sicherheitsfunktionen des Internet Explorers.

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Bei allen Arbeiten an der Konfiguration eines Windows-Rechners zeigt sich eine weitere Sicherheitsfunktion. Die der Benutzerkontensteuerung. Sie wurde zusammen mit Windows Vista erstmals eingeführt. Durch die Benutzerkontensteuerung wird verhindert, dass Programme im Hintergrund und unbemerkt von Anwender Aktionen ausführen, die sie nicht sollen. Die Einstellungen zur Benutzerkontensteuerung sind allerdings nicht im Sicherheitscenter zu finden, sondern sind an die Konfigurationsbildschirmen der Benutzerkonten gebunden.

Den Zugang verwehren

Der Schutz durch die Benutzerkontensteuerung greift für Anwendungen oder Programme, die sich bereits auf dem Rechner befinden. Um bösartigen Code gar nicht ersta auf den Rechner gelange zu lassen ist die Firewall heranzuziehen. Um die Windows-Firewall zu aktivieren und konfigurieren, sind die entsprechenden Optionen im Sicherheitscenter zu wählen. Standardmäßig ist die Firewall immer aktiv. Sie verhindert, dass Programme oder Code aus dem Internet auf den Rechner gelangen. Jedes Gerät, dass eine Anbindung an das Internet erhält, sollte daher in jedem Fall mit einer aktiven Firewall ausgestattet sein.

Systemaktualisierungen erhöhen den Schutz des Gerätes

Die zweite Option im Sicherheitscenter betrifft die Updates. Auch diese Option sollte immer aktiviert sein. Sie verhindert, dass sich Angreifer der Lücken in den Systemen bemächtigen und somit Zugang zum Rechner erhalten. Das Einspielen der Updates passiert, sofern die Option aktiviert wurde, ohne Benutzerunterbrechung im Hintergrund. Gelegentlich sind Neustarts des Rechners notwendig, diese lassen sich aber auch auf spätere Zeitpunkte schieben.

Für eigenständige Rechner im Homeoffice oder auch in Zweigstellen mag die Update-Funktion des Betriebssystems ausreichen. Für den Unternehmenseinsatz allerdings bieten sich umfassendere Lösungen an. Dabei kommen dann die Dienste des Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) oder die Funktionen Software Update Management im System Center Configuration Manager zum Einsatz.

Seite 2: Wie schützt man Windows vor Angriffen und unvorsichtigen Anwendern

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