IT-Sicherheitskongress Zehn Jahre kommunale Informationssicherheit

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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In den vergangenen Tagen fand wieder der Kommunale IT-Sicherheitskongress (KITS) statt – damit feiert der KITS zugleich sein 10-jähriges Jubiläum. Die Teilnehmer hatten angesichts des zunehmenden Bedarfs an Cybersecurity durch Hackerangriffe und den damit verbundenen Herausforderungen reichlich Anlass zu Diskussionen und Weiterbildung. Dazu wurde ein vielfältiges Programm geboten, dessen Präsentationen noch online gestellt werden.

Informationssicherheitsbeauftragte, Mitarbeiter von Landes- und Kommunalverwaltungen bzw. deren Institutionen oder Einrichtungen (z. B. kommunale IT-Dienstleister) waren am Kongress beteiligt.(© sizsus – stock.adobe.com)
Informationssicherheitsbeauftragte, Mitarbeiter von Landes- und Kommunalverwaltungen bzw. deren Institutionen oder Einrichtungen (z. B. kommunale IT-Dienstleister) waren am Kongress beteiligt.
(© sizsus – stock.adobe.com)

Fast 700 Teilnehmer zog der 10. Kommunale IT-Sicherheitskongress (KITS) am 22. und 23. April 2024 an: Der Leitkongress – geführt von den kommunalen Spitzenverbänden (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund) bot vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung an Informationssicherheit für Kommunen, eine Veranstaltung für Fachleute aus Ländern und Kommunen, um sich gegenseitig auszutauschen, zu vernetzen oder weiterzubilden. Mit diesem Treffen geht auch ein ganzes Jahrzehnt mit kommunaler Beteiligung und Zusammenarbeit einher, dessen Kongressteilnahme wieder zeigt, dass die Bemühungen der Kommunen, ihre Handlungsfähigkeit und das Interesse an Cybersicherheit wesentlich für eine erfolgreiche Digitalisierung sind.

Die Veranstaltung in der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Landkreistages führte ein differenziertes Programm mit Referenten an, die über aktuelle Herausforderungen und Strategien sprachen. Am ersten Kongresstag ging es um Themen wie Cyberangriffe auf Kommunen, Phishing-Simulationen, Potenziale von künstlicher Intelligenz bei der Angriffserkennung sowie um den IT-Grundschutz. Am zweiten Tag fanden vor allem Workshops statt. Die Präsentationen zum Programm sind außerdem freigegeben und werden in den nächsten Wochen auf der Website www.landkreistag.de/themen/it-sicherheit/ verlinkt.

Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat, ist auch einer der geführten Referenten und betonte in seinem Vortrag, dass sichere und resiliente IT-Systeme eine unverzichtbare Basis für die Cybersicherheit sind. Die Digitalisierung in den Ländern und Kommunen steige stetig an und damit auch die Bedrohung von Hackerangriffen. Das sei in in den meisten Kommunen angekommen, doch die Herausforderungen seien komplex und veränderten sich mit fortschreitenden Technologien. Mehr als zwei erfolgreiche Ransomware-Angriffe soll es jeden Monat auf die Kommunen geben, so sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner. „Wir sind in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass bürgernahe Services verfügbar bleiben. Weil es einen 100-prozentigen Schutz nicht gibt, müssen Kommunen ihre Resilienz erhöhen. Das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. “ Dieser Aufgabe widmen sich bereits öffentliche Verwaltungen: So führte Richter an, dass eine stetige Ausweitung interner wie externer digitaler Leistungsangebote durch ein verantwortungsvolles Management der Informationssicherheit ermöglicht wird. Er sagte auch, dass für den Erfolg eine Abstimmung von Bund, Ländern und Kommunen unter dem Dach des IT-Planungsrates wesentlich sei.

Dr. Kay Ruge, Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers beim Deutschen Landkreistag, forderte dafür ein gemeinsames Zielbild der staatlichen Informationssicherheit: „Es braucht eine gesamtstaatliche IT-Sicherheitsarchitektur, die die Kommunen als wesentlichen Akteur in einer zunehmend vernetzten Welt mitdenkt, um den vielfältigen Herausforderungen begegnen zu können. Viele Maßnahmen bleiben bisher Stückwerk. “

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