Nach dem Juli-Update
Welche Konten im Active Directory noch RC4 nutzen

Ein Gastbeitrag von Thomas Joos 8 min Lesedauer

Windows-Domänencontroller kennen keinen Audit-Modus für RC4 mehr. RC4 bleibt nur dort erlaubt, wo ein Konto oder der Domänenstandard es ausdrücklich zulässt. Mit diesen Ereignissen, Skripten und Befehlen können Administratoren diese Ausnahmen finden und abbauen.

IT-Administratoren können die nach aktuellen Sicherheitsupdates verbliebenen, unsicheren RC4-Verschlüsselungen im Active Directory aufspüren, indem sie die Windows-Ereignisprotokolle analysieren und spezifische PowerShell-Skripte zur Auswertung der Anmeldetickets einsetzen.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
IT-Administratoren können die nach aktuellen Sicherheitsupdates verbliebenen, unsicheren RC4-Verschlüsselungen im Active Directory aufspüren, indem sie die Windows-Ereignisprotokolle analysieren und spezifische PowerShell-Skripte zur Auswertung der Anmeldetickets einsetzen.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

RC4 (Rivest Cipher 4) ist eine 1987 von Ron Rivest entwickelte Stromchiffre. Windows nutzt sie bei Kerberos als RC4-HMAC und verwendet dabei den NT-Hash des Kennworts ohne Salt als Schlüssel, deshalb lassen sich solche Tickets offline wesentlich schneller knacken als AES-Tickets. Für jedes Konto mit Service Principal Name (SPN), also einem registrierten Dienstnamen, darf jeder angemeldete Benutzer ein Dienstticket anfordern.

Bildergalerie

Das Key Distribution Center (KDC) verschlüsselt das Ticket mit dem Kennwort-Hash des Dienstkontos, ein Angreifer kann das Kennwort daraus offline zurückrechnen. Die Sicherheitsücke CVE-2026-20833 ermöglicht nach Microsofts Beschreibung dieses sogenannte Kerberoasting mit RC4-Tickets.