Der Apple Account ist der Schlüssel zu vielen sensiblen Daten – von persönlichen Fotos und Dokumenten bis hin zu Zahlungsinformationen. Genau deshalb sind Hacker besonders daran interessiert, sich Zugang zu verschaffen. Doch woran erkennt man, dass ein Konto kompromittiert wurde?
Eine Apple ID enthält viele vertrauliche und oft auch sensible Informationen. Es ist daher extrem wichtig, das Konto vor Hackern zu schützen.
(Bild: MrPanya - stock.adobe.com)
Generell gibt es typische Anzeichen, die auf einen kompromittierten Benutzeraccount hindeuten. So zum Beispiel unerwartete Benachrichtigungen über neue Anmeldungen, plötzliche Kontosperrungen oder nicht nachvollziehbare Abbuchungen. Allerdings gibt es auch viele betrügerische Warnmeldungen, die nur darauf abzielen, den Anwendern Angst zu machen, um sie in eine Falle zu locken. Deshalb ist es entscheidend, echte Sicherheitsmeldungen von gefälschten Phishing-Attacken zu unterscheiden.
Unbekannte Anmeldeaktivitäten: Apple sendet eine E-Mail oder Benachrichtigung, wenn sich jemand mit den Apple Zugangsdaten auf einem neuen Gerät anmeldet. Falls der Account-Inhaber dies nicht selbst war, könnte jemand Fremdes das Konto nutzen.
(Bild: Keeper Security / Apple)
Welche Gefahren drohen bei einem gehackten Apple Account?
Falls Unbefugte Zugriff auf einen Apple Account erhalten, kann das weitreichende Folgen haben:
Finanzielle Verluste: Falls der Apple Account mit einer Kreditkarte oder anderen Zahlungsmethoden verbunden ist, können Hacker unberechtigte Einkäufe tätigen oder die hinterlegten Zahlungsdaten für einen Betrug nutzen.
Identitätsdiebstahl: Persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Geburtstage könnten missbraucht werden, um sich als legitimen Nutzer auszugeben und weitere Konten zu übernehmen.
Gesperrte Geräte: Hacker können ein Passwort ändern und den legitimen Nutzer so aus seinem eigenen Konto und von seinen Geräten aussperren.
Überwachung von Bewegungen: Mit Zugriff auf den Apple Account könnten Kriminelle die Standortdaten des echten Account-Inhabers einsehen und nachvollziehen, wo er sich aufhält.
Verdächtige Kontoänderungen: Erhält man Benachrichtigungen über Änderungen im Apple Account, die man nicht selbst veranlasst hat, ist dies ein Warnsignal, dass jemand das Konto übernommen haben könnte.
(Bild: Keeper Security / Apple)
Fünf klare Anzeichen für einen Hack Ihres Apple Accounts
1. Unbekannte Anmeldeaktivitäten: Apple sendet eine E-Mail oder Benachrichtigung, wenn sich jemand mit den Apple Zugangsdaten auf einem neuen Gerät anmeldet. Falls der Account-Inhaber dies nicht selbst war, könnte jemand Fremdes das Konto nutzen.
2. Der Zugang wurde blockiert: Falls das gewohnte Passwort plötzlich nicht mehr funktioniert oder ein Gerät gesperrt ist, könnte ein Hacker bereits Änderungen vorgenommen haben.
3. Probleme beim Zugriff auf iCloud: Falls man sich nicht mehr bei iCloud anmelden kann oder die Backups verschwunden sind, könnte das ein Hinweis auf eine unbefugte Manipulation sein.
4. Verdächtige Kontoänderungen: Erhält man Benachrichtigungen über Änderungen im Apple Account, die man nicht selbst veranlasst hat, ist dies ein Warnsignal, dass jemand das Konto übernommen haben könnte.
5. Unbekannte Zahlungen: Falls ungewollte Abbuchungen auf im Apple Account hinterlegten Konto stattfinden, sollten umgehend das Konto geprüft und gegebenenfalls die Bank informiert werden.
Wurde ein Apple Account angegriffen, gibt mehrere Schritte, um private Daten zu schützen.
1. Anmeldung im Konto prüfen Bei Verdacht auf einen unbefugten Zugriff sollte zunächst überprüft werden, ob eine Anmeldung im Apple-Konto noch möglich ist.
2. Passwort zurücksetzen, wenn der Zugriff nicht möglich ist Falls die Anmeldung nicht gelingt, kann das Passwort über iforgot.apple.com zurückgesetzt werden. Falls dies nicht funktioniert, ist der Apple Support zu kontaktieren. Der Support kann jedoch keine Identitätsprüfung durchführen oder direkten Zugriff auf das Konto gewähren. Sollte der Zugriff dauerhaft blockiert sein, muss eine neue Apple-ID erstellt werden.
3. Passwort sofort aktualisieren, wenn der Zugriff möglich ist Falls die Anmeldung gelingt, sollte das Passwort sofort geändert werden. Auf iPhones und iPads erfolgt dies unter Einstellungen → [Name] → Anmeldung & Sicherheit → Passwort ändern. Mac-Nutzer müssen vor der Änderung zunächst das Gerätepasswort eingeben. Ein sicheres Passwort sollte mindestens 16 Zeichen lang sein und eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Die Nutzung eines Passwortgenerators kann dabei helfen.
4. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren Falls der Zugriff auf die Apple-ID weiterhin besteht, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) eingerichtet werden. Diese Sicherheitsmaßnahme erfordert neben dem Passwort eine zusätzliche Authentifizierungsmethode, z. B. einen Code aus einer App oder eine biometrische Bestätigung. Die Aktivierung erfolgt unter Einstellungen → [Name] → Anmeldung & Sicherheit → Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
5. Unbekannte Geräte aus dem Konto entfernen Sollten unbekannte Geräte mit der Apple-ID verknüpft sein, müssen diese entfernt werden. Auf iPhones und iPads ist dies unter Einstellungen → [Name] möglich. Dort kann durch Scrollen eine Liste der verbundenen Geräte eingesehen werden. Durch Auswahl eines unbekannten Geräts und Tippen auf Von Konto entfernen wird der Zugriff entzogen.
6. Persönliche Daten im Apple-ID-Konto überprüfen Es sollte geprüft werden, ob persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum oder hinterlegte E-Mail-Adressen manipuliert wurden. Dies ist auf dem Mac unter Apple-Menü → Systemeinstellungen → [Name] → Persönliche Daten möglich. Falls Änderungen vorgenommen wurden, sollten diese sofort rückgängig gemacht werden.
7. Betrugswarnung in der Kreditauskunft setzen Unabhängig davon, ob weiterhin Zugriff auf die Apple-ID besteht, kann es sinnvoll sein, eine Betrugswarnung bei der Bank oder einer der großen Kreditauskunfteien zu melden. Falls Zahlungsinformationen kompromittiert wurden, könnte dies Identitätsdiebstahl verhindern.
8. Gespeicherte Passwörter in iCloud Keychain aktualisieren Falls iCloud Keychain für die Passwortverwaltung genutzt wird, sollten alle gespeicherten Passwörter aktualisiert werden. Ein Angreifer mit Zugriff auf die Apple-ID könnte diese kompromittiert haben. Sichere Passwörter sollten nicht mehrfach verwendet werden und idealerweise mindestens 16 Zeichen mit einer Kombination aus Zahlen, Symbolen sowie Groß- und Kleinbuchstaben enthalten.
Durch das Ergreifen dieser Maßnahmen lässt sich das Risiko weiterer Schäden minimieren und die Sicherheit des Apple-Accounts wiederherstellen.
Wenn man bedenkt, wie viele vertrauliche Informationen eine Apple ID enthält, ist es wichtig, das Konto vor Hackern zu schützen. Um einen Apple Account vor zukünftigen Angriffen zu schützen, sollten einige wichtige Maßnahmen ergriffen werden.
Es sollte darauf geachtet werden, dass das Passwort stark ist und sich von dem anderer Online-Konten unterscheidet. Eine einfache Möglichkeit, ein sicheres Passwort zu erstellen und an einem sicheren Ort zu speichern, ist die Verwendung eines Passwort-Managers – beispielsweise von Keeper Security – der über einen integrierten Passwortgenerator verfügt und sichere und zufällige Passwörter erstellt.
Über die Autorin: Anne Cutler ist Senior Director of Global Communications bei Keeper Security.
(ID:50360524)
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.