Kritische SQL-Injection-Schwachstelle Angreifer können in Arista VeloCloud Operator-Rechte erlangen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Eine SQL-Injection im On-Prem-Orchestrator von Arista VeloCloud erlaubt authentifizierten Nutzern, sich als Superuser-Betreiber auszugeben. Arista meldet bereits aktive Angriffe, Updates sind verfügbar.

Ein Angreifer mit gültigem Konto und Netzwerkzugriff auf den VeloCloud Orchestrator kann laut Arista per SQL-Injection Operator-Rechte erlangen. Dadurch kann er sich als lokaler Benutzer „superuser operator“ ausgeben. (Bild:  robsonphoto - stock.adobe.com)
Ein Angreifer mit gültigem Konto und Netzwerkzugriff auf den VeloCloud Orchestrator kann laut Arista per SQL-Injection Operator-Rechte erlangen. Dadurch kann er sich als lokaler Benutzer „superuser operator“ ausgeben.
(Bild: robsonphoto - stock.adobe.com)

Arista hat eine kritische Schwachstelle im VeloCloud Orchestrator on-premises geschlossen: EUVD-2026-108511 / CVE-2026-114625 (CVSS-Score 9.4, EPSS-Score* 1.03). Der Orchestrator ist die lokal betriebene Verwaltungskomponente von Aristas SD-WAN-Lösung VeloCloud. Über ihn werden Edge-Geräte konfiguriert, Richtlinien für Anwendungen und Datenverkehr festgelegt und das Netz überwacht.

SQL-Injection öffnet interne Funktionen

Arista ordnet die Schwachstelle als SQL-Injection ein. Dabei werden Eingaben nicht aus­rei­chend geprüft, sodass Datenbankbefehle eingeschleust werden können. Laut Hersteller kann ein Angreifer damit Betreiberrechte erlangen und sich als lokaler „Superuser Operator“ ausgeben. Dadurch erhält er Zugriff auf interne Funktionen, die nicht für den Fernzugriff gedacht sind. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des Orchestrators und der darin verwalteten Daten sind damit gefährdet.

Betroffen sind VCO 5.2.x vor 5.2.3.18, VCO 6.1.x vor 6.1.3.10 und VCO 6.4.x vor 6.4.2.12. Gehostete Varianten, darunter Dedicated-Versionen, waren laut Arista betroffen, sind aber bereits gepatcht.

Aktive Ausnutzung

Arista nennt die Schwachstelle als aktiv ausgenutzt. Dies bestätigt auch die CISA, die EUVD-2026-108511 / CVE-2026-114625 in den Katalog bekannter ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen hat. Arista nennt zwei IP-Adressen, von denen Angriffe beobachtet wurden: 74.82.197.86 und 38.54.50.151. Betreiber sollten diese sperren und ihre Protokolle darauf prüfen.

Nutzer sollten dringend auf eine korrigierte Version zu aktualisieren. Für Versionen außerhalb des unterstützten Release-Zweigs sollen Kunden den technischen Support von Arista kon­tak­tie­ren. Bis zum Update empfiehlt der Hersteller zudem, den Zugriff auf die Weboberfläche auf vertrauenswürdige Administrationsnetze zu beschränken, ungewöhnlichen ausgehenden Datenverkehr zu überwachen und nach Backdoor-Diensten sowie Webshells zu suchen.

Außerdem sollten Betreiber Webzugriffsprotokolle auf auffällige URL-Pfade, kodierte Zeichen, Verweise auf interne Dienste und hohe Anfragezahlen prüfen. Bei Verdacht auf eine Kom­pro­mit­tierung empfiehlt Arista, Protokolle und Dateisystem-Zeitstempel vor der Bereinigung zu sichern.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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