Backup und Recovery in virtualisierten Umgebungen

Backup-Tools für virtuelle Maschinen

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Kostenlose Replikation mit Failover bei Acronis

Die Leistungsmerkmale von Acronis VMprotect 7 umfassen eine Integration mit der VMware vCenter Managementkonsole, kostenlose (was nicht selbstverständlich ist) VM-Replikation mit Failover auf eine replizierte VM. Die Fähigkeit, eine VM direkt vom Backup aus anzusteuern, beschleunigt den Wiederherstellungsvorgang. Veeam verfügt über dieses Feature aber schon einige Zeit.

VMprotect unterstützt VMwares vStorage-APIs für Datenschutz und Changed Block Tracking, Deduplizierung, Kompression und 256-bit-Verschlüsselung. Wie bei Symantec ist ein Backup in die Acronis-Cloud möglich. Die Software lässt sich als virtuelle Appliance oder auf einem Windows-Rechner betreiben. Der Preis liegt bei rund 475 Euro pro CPU inkl. unbegrenzten physisch-zu-virtuelle (P2V) Migrationen.

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Parallele Backup-Streams bei Quest Software

vRanger Backup & Replication von Quest Software ist in der Lage, sowohl virtuelles Backup als auch virtuelle Replikation (zusätzlich zur physischen Funktion) von ESX- und ESXi-VMs sowie Gast-VMs zu unterstützen. Sie ist in die Plattform vSphere 5 integriert und kann wegen deren Skalierbarkeit bis zu 59 virtuelle Laufwerke gleichzeitig sichern. Eine Lizenz von vRanger Backup & Replication kostet 635 Euro, ein Paket namens Total Virtualization Data Protection (TVDP) kostet 817 Euro statt 3000 Euro.

Backups, Recovery wie WAN- und LAN-Replikation können differentiell und im Multi-Streaming erfolgen. Das Streaming von parallelen Tasks beschleunigt die Jobs erheblich. Dass mit Hilfe von VMware Change Block Tracking (CBT) nur veränderte Blocks gesichert werden, ist üblich, sorgt aber für Effizienz. Um Speicherplatz zu sparen, lassen sich mit Active Block Mapping (ABM) inaktive und leere Blocks aus Windows-Gast-Images eliminieren. Kombiniert man CBT und ABM, kann man die zu sichernde Datenmenge laut Quest um bis zu einem Drittel verringern. Die recht ausgefeilte Deduplizierungsfunktion erfordert jedoch NetVault SmartDisk – vRanger Edition. Die vCenter-Integration soll Ende des 2. Quartals 2012 kommen.

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