Mindestens 17.000 Exchange-Server betroffen: Updates verfügbar BSI warnt: Exchange durch kritische Schwachstellen verwundbar

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Am 26. März 2024 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Untersuchung veröffentlicht, die aufdeckt, dass in Deutschland mindestens 17.000 Microsoft-Exchange-Server aufgrund einer oder mehrerer kritischer Sicherheitslücken gefährdet sind. Updates sind verfügbar.

Das BSI meldet offene Schwachstellen bei über 17.000 Exchange-Servern in Deutschland, trotz verfügbarer Updates.(Bild:  tippapatt - stock.adobe.com)
Das BSI meldet offene Schwachstellen bei über 17.000 Exchange-Servern in Deutschland, trotz verfügbarer Updates.
(Bild: tippapatt - stock.adobe.com)

Das BSI legt den Betreibern von Exchange-Servern nahe, auf die neueste Version von Exchange umzusteigen, alle verfügbaren Sicherheitspatches zu installieren und eine sichere Konfiguration der Server zu gewährleisten. Detaillierte Hinweise hierzu bietet das BSI in einer aktuellen Warnmeldung Generell sollten Unternehmen derzeit am besten auf Exchange 2019 setzen und das aktuelle CU mit allen verfügbaren Updates zu installieren.

Achtung vor Sicherheitslücken auf Exchange-Servern

Verschiedene Angreifer, darunter Cyberkriminelle und staatliche Akteure, nutzen diese Sicherheitslücken bereits für die Verbreitung von Malware, Spionageaktivitäten und Ransomware-Attacken. Vor allem Einrichtungen wie Schulen, Hochschulen, medizinische Einrichtungen, juristische und steuerberatende Berufe, kommunale Verwaltungen sowie zahlreiche mittelständische Unternehmen sind hiervon betroffen.

Claudia Plattner, die Präsidentin des BSI, äußerte sich zur Problematik: „Dass es in Deutschland von einer derart relevanten Software zigtausende angreifbare Installationen gibt, darf nicht passieren. Unternehmen, Organisationen und Behörden gefährden ohne Not ihre IT-Systeme und damit ihre Wertschöpfung, ihre Dienstleistungen oder eigene und fremde Daten, die womöglich hochsensibel sind. Cybersicherheit muss endlich hoch oben auf die Agenda. Es besteht dringender Handlungsbedarf!“

45.000 Exchange-Server in Deutschland über das Internet erreichbar

Das BSI hat festgestellt, dass derzeit 45.000 Microsoft-Exchange-Server in Deutschland direkt über das Internet zugänglich sind, von denen ungefähr 37 Prozent entweder veraltete Versionen nutzen, für die keine Sicherheitsupdates mehr verfügbar sind, oder einen nicht aktuellen Patch-Level aufweisen und somit mehreren kritischen Sicherheitslücken ausgesetzt sind.

Für weitere 48 Prozent der Server lässt sich keine klare Aussage über ihre Anfälligkeit für die spezifische Schwachstelle CVE-2024-21410 treffen. Diese Server gelten als gefährdet, sofern nicht seit August 2022 die Extended Protection aktiviert oder andere Schutzmaßnahmen ergriffen wurden. Die Verantwortung zur Bewertung dieser Maßnahmen liegt bei den jeweiligen Betreibern. Zusätzlich wurde eine neue Schwachstelle in Microsoft Exchange identifiziert, für die kürzlich Updates bereitgestellt wurden. Ohne diese Updates steigt das Risiko weiter. Auch am Patchday im März wurden Lücken geschlossen.

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