Beliebte Klassiker In diese Tools investieren Security-Experten

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Während das Gros der von Kaseya Befragten gegenüber KI skeptisch ist, sind Antivirenlösungenm, Spam-Schutz und Backups beliebt. Auch in Cyberversicherungen wird wohl mehr investiert werden.

Um sich gegen die neuen Herausforderungen für die IT-Sicherheit zu wappnen, bedarf es effektive Lösungen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Um sich gegen die neuen Herausforderungen für die IT-Sicherheit zu wappnen, bedarf es effektive Lösungen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Das Verhalten der Anwender sowie die Nutzung Künstlicher Intelligenz: Diese beiden Aspekte stehen im jüngsten Report des Cybersicherheits-Anbieters Kaseya im Fokus. 89 Prozent der Befragten nannten unzureichende Schulung oder unvorsichtiges Nutzerverhalten als die größte Herausforderung für die Cybersicherheit. Security-Probleme im Zusammenhang mit den Anwendern bereiten IT-Fachleuten die größten Sorgen. Mangelnde Sorgfalt der Nutzer und Leichtgläubigkeit (45 Prozent) sowie mangelnde Schulung der Endbenutzer in Cybersicherheit (44 Prozent) sind die Hauptursachen für Cybersicherheitsprobleme. Bei der Frage nach der Art der Cyberangriffe, von denen ihr Unternehmen betroffen war, stand Phishing an erster Stelle (58 Prozent), gefolgt von Viren oder Malware (44 Prozent) und Betrug mit geschäftlichen E-Mails (Business Email Compromise/BEC, 34 Prozent).

Die beliebtesten Security Tools

Als Reaktion auf die immer anspruchsvolleren Bedrohungen investieren Unternehmen in Securtiy Tools. Die am weitesten verbreiteten Cybersecurity-Frameworks sind nach Angaben der Befragten NIST (40 Prozent) und Zero Trust (36 Prozent). Was Sicherheitslösungen angeht, sind Klassiker wie eine Antivirensoftware (87 Prozent), E-Mail-/Spam-Schutz (79 Prozent) und Backups (70 Prozent) am weitesten verbreitet. Drei von fünf Befragten verfügen über einen Incident-Response-Plan (IR), der jedoch noch konsequenter umgesetzt werden muss. Nur 37 Prozent der Befragten geben an, die Wirksamkeit ihres Plans durch regelmäßige Tests zu prüfen – im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 46 Prozent.

Ein weiteres Tool im Kampf gegen Cyberkriminalität sind Penetrationstests. Mehr als zwei Drittel der Befragten führen mindestens zweimal pro Jahr einen Test durch, mehr als ein Drittel mindestens dreimal pro Jahr. Die größten Herausforderungen bei der Einführung von Pentests sind der finanzielle Aufwand und fehlendes Budget (58 Prozent), begrenzte Ressourcen (18 Prozent) und fehlendes Personal in den IT-Teams (12 Prozent).

Darin investieren Sicherheitsexperten

Was die Budgets für die Cybersicherheit angeht, gehen mehr als 80 Prozent der Befragten davon aus, dass dieses sich im kommenden Jahr auf dem aktuellen Niveau bewegen werden oder sogar steigen. Dafür spricht auch die bisherige Entwicklung. Denn während im Jahr 2023 nur 27 Prozent der Unternehmen eine Cyberversicherung hatten, sind es in diesem Jahr 61 Prozent. Weitere 41 Prozent planen, in den nächsten zwölf Monaten eine Cyberversicherungen abzuschließen.

Neben Cyberversicherungen wollen IT-Experten in Security-Lösungen für die Cloud (33 Prozent), automatisierte Pentests (27 Prozent), Netzwerksicherheit (27 Prozent), Security Awareness Training (26 Prozent) und Schwachstellenanalyse (26 Prozent) investieren. Weitere geplante Investitionen betreffen Lösungen für Endpoint Detection & Response (EDR) und Managed SOC/MDR.

KI ist umstritten

Obwohl bekannt ist, dass sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz auch anspruchsvollere Cyberattacken immer schneller durchführen lassen, ist die Rolle der KI in der Cybersicherheit aufgrund ihrer derzeitigen Beschränkungen und der sich stets weiterentwickelnden Methoden von Cyberkriminellen umstritten. Mehr als die Hälfte der von Kaseya Befragten geht zwar davon aus, dass KI ihnen dabei helfen wird, die Sicherheit zu optimieren. Ein Drittel der befragten IT-Experten ist sich allerdings nicht sicher, welche Auswirkungen KI auf die Sicherheit ihres Unternehmens haben könnte. Für ein abschließendes Urteil seien weitere Studien und Erkenntnisse über die Vorteile und Grenzen von KI als Bestandteil von Cybersecurity-Maßnahmen erforderlich.

Nur wenige Unternehmen zahlen Lösegeld

Ein dagegen eindeutiges – und erfreuliches – Ergebnis ist, dass die Zahl der Unternehmen, die auf Lösegeldforderungen nach Ransomware-Angriffen eingehen, rückläufig ist: Nur elf Prozent der Befragten geben an, Lösegeld für ihre Daten bezahlt zu haben. Ein Grund für diesen Rückgang sind höhere Investitionen in Backup- und Recovery-Technologien, die die Auswirkungen von Angriffen minimieren können. Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung dieser Tools als zentrale Bestandteile robuster Backup- und Disaster-Recovery-Strategien. Ein weiterer Grund könnte die wachsende Aufmerksamkeit für das Thema und die Aufklärung darüber sein, dass die Zahlung von Lösegeld nicht ratsam ist.

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Über die Studie: Die Befragten sind IT-Fachkräfte, deren Unternehmen aus Nordamerika (87 Prozent), aus der EU oder Großbritannien (neun Prozent) und aus dem asiatisch-pazifischen Raum und Neuseeland (drei Prozent) stammen. Der Jahresumsatz der meisten Unternehmen liegt zwischen einer und zehn Millionen Dollar und die Unternehmensgröße liegt zwischen 101 und 500 Mitarbeitenden.

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