Datenleck bei US-Gesundheitsdienstleister Cyberangriff auf Unlimited Technology Systems betrifft 3,8 Millionen Patienten

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Beim US-Softwareanbieter Unlimited Technology Systems sind Daten von mehr als 3,8 Millionen Menschen in die Hände Unbefugter gelangt. Betroffen sind unter anderem Namen, Sozialversicherungsnummern, Versicherungsdaten und medizinische Informationen.

Beim Cyberangriff auf Unlimited Technology Systems könnten Daten von rund 3,8 Millionen Menschen abgeflossen sein, darunter Identitäts-, Versicherungs- und Gesundheitsinformationen.(Bild:  KI-generiert)
Beim Cyberangriff auf Unlimited Technology Systems könnten Daten von rund 3,8 Millionen Menschen abgeflossen sein, darunter Identitäts-, Versicherungs- und Gesundheitsinformationen.
(Bild: KI-generiert)

Unlimited Technology Systems erklärte, am 19. Oktober 2025 ungewöhnliche Aktivitäten in einem kommerziellen Rechenzentrum festgestellt zu haben. Eine anschließende Untersuchung mit Unterstützung eines forensischen IT-Dienstleisters habe ergeben, dass ein unbekannter Akteur zwischen dem 5. und 10. Oktober auf bestimmte Dateien zugegriffen und Kopien personenbezogener Daten erstellt habe. Unlimited Technology habe ab dem 1. Juli 2026 damit begonnen, betroffene Patienten zu informieren.

Wie viele Menschen betroffen sind, wurde zunächst nicht öffentlich mitgeteilt. Ein Eintrag im Melderegister des US-Gesundheitsministeriums weist jedoch 3.803.750 betroffene Personen aus.

Gesundheits- und Identitätsdaten betroffen

Zu den potenziell kompromittierten Daten gehören laut Unternehmensangaben

  • vollständige Namen,
  • Sozialversicherungsnummern,
  • Geburtsdaten,
  • E‑Mail- und Postadressen,
  • Telefonnummern
  • sowie demografische Angaben.

Hinzu kommen besonders sensible Informationen wie

  • Scans von Führerscheinen oder anderen Ausweisdokumenten,
  • Versicherungskarten,
  • Aufnahmeformulare,
  • Krankenversicherungsnummern,
  • Informationen zu Ansprüchen und Leistungen,
  • medizinische Aktennummern,
  • Behandlungsdaten
  • und Diagnosen.

Unlimited Technology entwickelt Software für Finanz‑ und Abrechnungsprozesse im Gesundheitswesen. Nach eigenen Angaben bedient das Unternehmen rund 4.500 Kliniken und 6.500 spezialisierte Gesundheitsanbieter in den USA. Patienten haben deshalb häufig keine direkte Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmen, obwohl ihre Daten über dessen Systeme verarbeitet werden.

Täter weiterhin unbekannt

Das Unternehmen habe die Strafverfolgungsbehörden über den Vorfall informiert. Eine Ransomware- oder Datenerpressungsgruppe habe bislang keine Verantwortung für den Angriff übernommen. Unlimited Technology Systems teilte zudem mit, die Angreifer bisher nicht identifiziert zu haben.

Die Kombination aus Sozialversicherungsnummern, Ausweisdokumenten, Versicherungsdaten und medizinischen Informationen erhöht das Risiko von Identitätsdiebstahl, Versicherungsbetrug und gezielten Phishing-Angriffen erheblich. Betroffene sollten ungewöhnliche Konto-, Versicherungs- oder Kreditaktivitäten prüfen und bei verdächtigen Kontaktaufnahmen besonders vorsichtig sein.

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