Ernie Hayden im Gespräch über kritische Infrastrukturen

Datensicherheit und Infrastruktur

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Security-Insider.de: Wie sieht der Markt die Mehrkanal- bzw. mehrstufige Sicherheit?

Hayden: Auf den ersten Blick erscheint das Mehrkanal- bzw. mehrstufige Security-Modell durchaus sinnvoll für kritische Systeme, wie sie beim Militär, im diplomatischen Dienst, im Finanzwesen und in der Strafverfolgung zum Einsatz kommen. Im aktuellen Marktumfeld könnte dieses Konzept jedoch im Widerspruch zu jener „bequemen Einfachheit“ stehen, wie sie von der neuen Generation von Mitarbeitern und Managern angestrebt wird.

Mit der Consumerisation of IT beispielsweise – der Verbreitung privater Endgeräte am Arbeitsplatz mit Zugang zum Unternehmensnetzwerk ‒ erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmensdaten in falsche Hände geraten oder zumindest verloren gehen, wenn persönliche Smartphones, Tablets und dergleichen verloren werden. Ein verstärkter Schutz vertraulicher Unternehmensinformationen wird so möglichweise ad absurdum geführt, sofern nicht strikte Sicherheitskontrollen vom Unternehmen eingeführt und umgesetzt und vom jeweiligen Endgerät-Eigner eingehalten werden.

Eine ganze Reihe von Bedrohungen aufgrund dieses Technologietrends wirken sich auf das Mehrkanal-Sicherheitskonzept aus, darunter Datenverlust aufgrund von verloren gegangenen, gestohlenen und außer Betrieb genommenen Endgeräten, mobile, sich wichtiger Informationen bemächtigende Malware, Datenverlust und Datenlecks durch minderwertige Apps Dritter, Schwachstellen von Endgeräten, Betriebssystemen, Designs und Anwendungen Dritter, ungesicherte WiFis und Netzwerkzugänge sowie gefährdete Zugangspunkte, ungesicherte, gefährliche Marktplätze, unzureichende Management-Tools und -Kapazitäten sowie Zugang zu APIs (einschließlich Personen) und Nahfeld-Kommunikation (z. B. Bluetooth)/Proximity-based Hacking.

Allein diese Szenarien können in jedem Unternehmen schwerwiegende Konsequenzen für ein mehrstufiges Security-Modell haben. Dabei ist die Mobilisierung von Mitarbeitern weltweit gerade voll im Trend.

Security-Insider.de: Die Rolle von Verizon bei der Umsetzung von integrierten Security-Projekten.

Hayden: Die Security-Organisation von Verizon verfügt über die entsprechenden Kompetenzen und Kapazitäten, um Unternehmen bei der Umsetzung von integrierten Sicherheitsprojekten zu unterstützen. Unser Team zeichnet sich durch die Fähigkeiten und die Erfahrungstiefe aus, mit deren Hilfe Unternehmenskunden ihre Sicherheitsziele erreichen.

Unser Portfolio umfasst neben physikalischen Sicherheitskapazitäten auch die erforderlichen Netzwerk- und ICS-bezogenen (Industrial Control System) Sicherheitskompetenzen. Wir stellen unseren Kunden die Leistungen zur Verfügung, die sie zur Umsetzung eines integrierten Security-Projekts benötigen, zum Beispiel Security-Services zum Schutz kritischer Infrastruktur/Cyber-Security-Services, Governance, Risk and Compliance, Threat-Management, Managed-Security-Services, Datenschutz, Identitäts- und Zugangs-Management, ergänzt durch professionelles Security-Services, um nur einige zu nennen.

Ernest Hayden (CISSP CEH) ist Managing Principal für Industrial Control Systems und Cybersecurity beim Verizon RISK Team.

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