Attacken auf Unternehmen und deren Daten kommen unverändert oft vor und nehmen immer mehr an Raffinesse zu. Ein argloser Klick auf einen Link in einer vermeintlich seriösen E-Mail kann bereits zu einem Einfallstor ins Firmennetz führen. Umso wichtiger ist es, Mitarbeiter für Gefahren und Tücken im digitalen Arbeitsalltag zu sensibilisieren und damit Risiken einzudämmen.
Angesichts der vielen Cyberrisiken ist es wichtig, die Mitarbeiter so gut wie möglich rund um das Thema Sicherheit zu sensibilisieren.
(Bild: Funtap - stock.adobe.com)
IT-Security ist ein grundlegendes Thema in nahezu jedem Unternehmen. Doch auch die ausgefeilteste Sicherheitsstrategie schützt nicht vor einem unberechenbaren Faktor: Der Mensch findet immer Mittel und Wege, auch die umfangreichsten Schutzmaßnahmen zu unterlaufen – meist versehentlich, durch Unachtsamkeit oder auch durch fehlendes Wissen. Letzteres lässt sich mit Hilfe von Security-Awareness-Trainings aber nachhaltig aufbessern.
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Grundsätzlich lässt sich den Mitarbeitern in vielen Fällen gar kein großer Vorwurf machen: Die Angriffsmethoden sind mittlerweile dermaßen kreativ, dass sie im Arbeitsalltag nicht immer auffallen. Das schlägt sich auch in der Statistik nieder: Verschiedenen Studien zufolge sind im Schnitt neun von zehn erfolgreichen Attacken auf menschliche Fehler zurückzuführen. Für die IT-Sicherheitsverantwortlichen ist das natürlich unbefriedigend und ein latentes Risiko für Daten, Informationen und auch die Unternehmensinfrastruktur.
Ausgefuchste Attacken
Während etwa Schadprogramme, Ransomware, Trojaner und Viren sehr gut mit gängigen Security-Lösungen zu kontern sind, sieht es bei Angriffen auf Basis von Social Engineering oder Social Hacking schwieriger aus. Hierbei kommen Methoden zum Einsatz, die arglose Mitarbeiter überrumpeln oder schlicht nicht auffallen. Ein Klassiker sind zum Beispiel Anrufe unter einer gefälschten Rufnummer („Call-ID Spoofing“) und das Vorgaukeln eines vertrauenswürdigen Gesprächspartners. Aufgrund ihres gehäuften Auftretens wurde etwa eine Betrugsvariante weithin bekannt, in deren Rahmen sich Datendiebe als Microsoft-Mitarbeiter ausgaben und so Zugriff auf die Rechner nichtahnender Opfer erhielten. Diese Variante geht aber auch deutlich heimtückischer: Als neue Kollegen getarnte Anrufer lassen sich etwa von hilfsbereiten Mitarbeitern Zugangsdaten durchgeben.
Beim Ausnutzen des Faktors Mensch machen sich die Angreifer auch völlig absurd erscheinende Möglichkeiten zunutze. So ist zum Beispiel das „Dumpster Diving“ eine wenig glamouröse, aber dafür durchaus effektive Möglichkeit, um an nutzbare Daten eines unvorsichtigen Unternehmens zu gelangen. Dabei fischen die Datendiebe beispielsweise Namen, Positionen, E-Mailadressen oder andere sensible Informationen aus dem Müll ihres Ziels. Diese werden anschließend genutzt, um sich als Mitarbeiter zu tarnen und so mittels Social Engineering an noch wertvollere Informationen zu gelangen.
Eine weitere Gefahrenquelle sind zum Beispiel Phishing-Attacken über täuschend echt aussehende E-Mails und Websites. Während sich derartige Angriffsversuche früher oft durch zahlreiche Schreibfehler, wenig überzeugende Optik oder Links zu zweifelhaften Websites schnell selbst verrieten, gehen die Cyberkriminellen heute ein ganzes Stück schlauer vor. Aktuell kursieren etwa Phishing-Versuche, die sich als Mitteilungen von Banken tarnen und selbst erfahrene Anwender täuschen können. Die dabei genutzten E-Mails und Websites sehen bis ins Detail täuschend echt aus.
Bewusstsein für Gefahren schärfen
Angesichts derart vieler unübersichtlicher Fallstricke ist es wichtig, die Mitarbeiter so gut wie möglich rund um das Thema Sicherheit zu sensibilisieren. Zudem sollten auch die Unternehmensabläufe auf mögliche Lücken geprüft werden. Das „Dumpster Diving“ lässt sich etwa mit der gründlichen Vernichtung aller weggeworfenen Dokumente und alter Technik nahezu komplett ausschließen. Security-Awareness-Trainings schärfen das Bewusstsein der Mitarbeiter für derartige Sicherheitslücken. Sie vermitteln das nötige Fachwissen in allgemein verständlicher Form und verschaffen somit auch Angestellten ohne technischen Background einen Überblick über gängige und ungewöhnliche Bedrohungen. Durch die Vermittlung von Security-Grundlagen und Compliance-Hintergründen wird zudem dafür gesorgt, dass die Teilnehmer über den Sinn derartiger Maßnahmen und mögliche Folgen bei Verstößen im Bilde sind.
Bei Security-Awareness-Trainings steht vor allem die Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Ziel ist es, dass die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss der Schulungen selbstständig in der Lage sind, mögliche Sicherheitsgefahren im Arbeitsalltag zu erkennen und gegebenenfalls sogar Gegenmaßnahmen einzuleiten. Kritische Situationen werden so bereits im Keim erstickt. Durch regelmäßige Auffrischungskurse lässt sich zudem aktiv Prävention betreiben.
Maßgeschneiderte Trainings
Um möglichst zielgenau das nötige Know-how zu vermitteln, sind Security-Awareness-Trainings in der Regel genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten. Sowohl das Stammpersonal als auch Neuzugänge, Leiharbeiter und externe Mitarbeiter erhalten auf sie optimierte Kurse. Die Lehrpläne können dabei durchaus unterschiedlich ausfallen, bestehen aber meist aus Grundlagen zu Informations- und Datensicherheit, den Umgang mit Passwörtern und Authentifizierung sowie dem sicheren Einsatz von E-Mail-Konten, sozialen Netzwerken, Cloud-Diensten oder mobilen Datenträgern. Angriffsmethoden werden ebenso erläutert, wie das richtige Verhalten bei einer Attacke.
Stand: 08.12.2025
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Die Schulungen selbst werden in der Regel als Präsenzveranstaltungen oder Online-Seminare angeboten. Letztere sind besonders praktisch, da sie den Mitarbeitern das Lernen im eigenen Tempo gestatten. Im Rahmen von Informationssicherheitsstrategien sind Security-Awareness-Trainings und regelmäßige Auffrischungskurse generell zu empfehlen, da sie das Security-Grundwissen aller Mitarbeiter erhöhen und das Auftreten menschlicher Fehler reduzieren.