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Datensicherung mit MobileMe
In den Funktionen von MobileMe enthalten ist die Synchronisation von Adressbuch, E-Mail und Kalender zwischen dem iPhone und anderen Computern. So sind diese Daten im Falle eines Verlusts des Telefons nicht verloren. Aber auch andere Daten können auf MobileMe gesichert werden. Im Menü für das Senden von Dateien gibt es bei aktiviertem MobileMe neben Mail und MMS einen neuen Unterpunkt „An MobileMe senden“. Ein Klick, und die Datei ist gesichert.
MobileMe iDisk

Der MobileMe-Dienst bietet noch weitere interessante Funktionen. So können von einem Desktop-Computer über das Browser-Interface des Dienstes Daten auf MobileMe geladen werden. Diese Daten stehen allen Geräten zur Verfügung, die sich am Dienst anmelden. Auf der virtuellen Festplatte im Internet ist eine feste Struktur von Verzeichnissen vorgegeben, die allerdings an die eigenen Wünsche angepasst werden kann.
Ein iPhone meldet sich über die kostenlos erhältliche App MobileMe iDisk an. Anschließend kann auf alle bei MobileMe gespeicherten Daten zugegriffen werden. Außerdem können Daten für andere Benutzer freigegeben werden. Dabei wird ein Link erzeugt, der per Mail oder SMS verschickt wird. Der Empfänger kann mit seinem Browser durch Klick auf den Link die Datei empfangen. Der Zugriff auf die Daten kann bei Bedarf mit einem Passwort geschützt werden. Außerdem ist es sinnvoll, die von der Software angebotene begrenzte „Lebensdauer“ solcher Freigaben zu nutzen.
iTunes: MobileMe iDisk
Folder Lock

MobileMe iDisk sorgt dafür, dass sich sicherheitskritische Dateien erst gar nicht auf dem Telefon befinden. Allerdings ist zum Zugriff auf die virtuelle Disk immer ein Netzwerkzugriff erforderlich. Bei größeren Daten sollte das schon über eine WLAN-Verbindung und nicht über das Handynetz geschehen. Bei Dateien, die ständig im Zugriff sein müssen, ist dieses Verfahren aber nicht sinnvoll. Nicht immer ist ein schneller Zugang zum Internet vorhanden.
Das Zauberwort für diese Fälle heißt „Verschlüsselung“. Das iPhone verschlüsselt zwar seinen Speicher mittels AES, doch wird die Entschlüsselung beim Hochfahren des Geräts automatisch und ohne Eingabe eines Passworts aktiviert. Diese Verschlüsselung schützt deshalb in der Praxis nicht, weshalb die Anschaffung einer zusätzlichen App erforderlich ist.
Der Einsatz von Verschlüsselungs-Software ist beim iPhone nur begrenzt möglich. Bei einem Gerät ohne Jailbreak kann eine Anwendung nur auf ihre eigenen Daten und Unterverzeichnisse zugreifen. Deshalb muss eine App wie etwa Folder Lock (Kostenpunkt EUR 2,99) einige Umwege gehen, um Dateien verschlüsselt abzulegen.
Folder Lock kann nur sehr begrenzt auf andere Ressourcen des iPhones zugreifen. Deshalb enthält die App einen eigenen Server, der über WLAN angesprochen wird. Über diesen werden die Daten in den verschlüsselten, durch ein Passwort abgesicherten Bereich kopiert. Für den Zugriff auf die Daten muss die App ebenfalls ziemliche Klimmzüge unternehmen. Da keiner der mit dem Telefon ausgelieferten Standard-Viewer Zugriff auf das verschlüsselte Verzeichnis hat, gehören zum Lieferumfang der App Viewer und Abspielprogramme für alle gängigen Dateitypen. Geändert werden können die Dateien nicht, die einzige Möglichkeit, Daten verschlüsselt zu schreiben, besteht im Abfassen verschlüsselter Memos mit dem mitgelieferten Editor.
iTunes: Folder Lock
1Password

Neben der Verschlüsselung von Dateien besteht oft das Bedürfnis, Passwörter, Bankdaten, Ausweisnummern und andere geheime Daten zu schützen. Das kann ebenfalls mittels Verschlüsselung geschehen. In Apples App-Store sind zahlreiche dieser als „Wallet“ bezeichneten elektronischen Brieftaschen zu finden. Der Klassiker in diesem Bereich ist die App 1Password, die mit einem Preis von EUR 7,99 allerdings schon zu den etwas teureren Exemplaren gehört.
1Password arbeitet tatsächlich nach dem Prinzip einer Brieftasche. Die Daten werden nach Kategorien sortiert und sind leicht wiederzufinden. Verschlüsselt wird mit AES, damit maximale Sicherheit erreicht wird. Bei Bedarf werden besonders sensible Daten doppelt geschützt. Beim Zugriff wird dann nach einem Master-Passwort gefragt, das zusätzlich zu dem beim Start des Programms eingegebenen Zugangscode abgefragt wird.
Ein besonders reizvolles Feature von 1Password ist der eingebaute Browser, der direkt aus dem Programm heraus gestartet wird. Ein Klick auf die URL genügt, und der Browser wickelt den Anmeldevorgang mit den hinterlegten Benutzernamen und Passwörtern vollautomatisch ab.
iTunes: 1Password
Inhalt
- Seite 1: iPhone finden, sperren, löschen mit MobileMe
- Seite 2: Datensicherheit mit MobileMe, Folder Lock und 1Password
- Seite 3: Sichere Kommunikation mit SSH, VNC und TeamViewer
- Seite 4: Das iPhone ins Firmennetz mit iAnywhere und Junos Pulse
- Seite 5: Messaging-Sicherheit mit MailSafe und Mobile Active Defense
- Seite 6: Spywareschutz mit IPA-Scanner und Sicherheitsinformationen
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