Phishing-Simulationen sind für Unternehmen aller Größenordnung ein wichtiger Faktor für mehr Schutz vor Cyberattacken. Wir zeigen in diesem Beitrag, was die Gründe dafür sind und wie Unternehmen Phishing-Simulationen für sich nutzbar machen.
Fast jedes Unternehmen ist schon einmal Ziel von Phishing-Angriffen geworden. Firmen sollten also unbedingt ihre Mitarbeiter auf Phishing-Attacken vorbereiten. Dazu gibt es Lösungen, die wir in diesem Beitrag vorstellen.
(Bild: bloomicon - stock.adobe.com)
Laut dem Cybersicherheitsbericht 2023 von Check Point begannen 83 Prozent der Cyberangriffe mit E-Mail. Nach einem Forschungspaper der Cyber Rescue Alliance aus dem Jahr 2022 sind nahezu alle Unternehmen auf der Welt Ziel von Phishing-Angriffen geworden. Bei 12 Prozent der erfolgreich durchgeführten Attacken konnten Angreifer über ein Jahr vollständigen Zugriff auf die Daten des Unternehmens nehmen, bevor Ransomware die Daten verschlüsselt hat. Diese und weitere Statistiken zeigen, warum Unternehmen ihre Anwender auf Phishing-Attacken vorbereiten sollten. Dazu gibt es Lösungen, die wir in diesem Beitrag vorstellen.
Unternehmen, die auf Microsoft 365 setzen, können ebenfalls Phishing-Simulationen durchführen. Auf deutschen Systemen trägt diese Funktion aus Microsoft 365 Defender die Bezeichnung „Angriffssimulationstraining“ und ist direkt über die Weboberfläche von Microsoft 365 Defender erreichbar. Ein kostenloser Einstieg in das Thema bietet die Testphase von Usecure uPhish: Hier lassen sich 14 Tage Tests kostenlos erstellen und durchführen. Noch ein Beispiel in diesem Bereich ist die Phishing-Demo von Sosafe und auch von KnowBe4 gibt es den kostenlosen Phishing Security Test.
Phishing-Attacken sind gefährlicher, als viele denken
Phishing birgt vielfältige Gefahren für Unternehmen, die weit über den Betrugsversuch hinausgehen. Einer der gravierendsten Risiken ist der Diebstahl von sensiblen Daten, der zu erheblichen finanziellen Verlusten, Reputationsschädigung und rechtlichen Konsequenzen führen kann. Phishing-Angriffe können auch als Einfallstor für weiterführende Cyberattacken dienen, bei denen Malware oder Ransomware in das Unternehmensnetzwerk eingeschleust wird, was zu Betriebsunterbrechungen und Datenverlust führen kann. Zudem können durch Phishing Zugangsdaten zu Unternehmenskonten erbeutet werden, wodurch Angreifer unbefugten Zugriff auf interne Systeme und Ressourcen erhalten. Das kann eine langfristige Sicherheitsbedrohung darstellen, wenn die Angriffe unbemerkt bleiben und die Eindringlinge über längere Zeit im Netzwerk agieren können (siehe obere Statistik). Darüber hinaus können Phishing-Angriffe auch dazu genutzt werden, um Mitarbeiter gezielt zu manipulieren und sie dazu zu bringen, Handlungen auszuführen, die dem Unternehmen schaden, beispielsweise durch das Überweisen von Geldern oder das Preisgeben von Geschäftsgeheimnissen. Diese vielfältigen Risiken unterstreichen die Notwendigkeit eines proaktiven und umfassenden Ansatzes zur Phishing-Prävention in Unternehmen.
Phishing-Simulationen können beim Kampf gegen Cyberattacken helfen
Phishing-Simulatoren sind in Unternehmen ein wichtiges Werkzeug zur Stärkung der Cybersicherheit. Sie ermöglichen es, realistische Phishing-Angriffe in einer kontrollierten Umgebung nachzustellen, um die Reaktionsfähigkeit und Wachsamkeit der Mitarbeiter gegenüber betrügerischen E-Mails zu testen und zu verbessern. Durch die Simulation von Angriffen wird das Bewusstsein für die Vielfalt und Raffinesse von Phishing-Versuchen geschärft. Mitarbeiter lernen, verdächtige Anzeichen zu erkennen und angemessen zu reagieren. Das reduziert das Risiko erfolgreicher Phishing-Angriffe, die zu Datenverlust, finanziellen Schäden und Reputationsschäden führen können. Zudem liefern Phishing-Simulatoren wertvolle Daten über die Sicherheitskultur im Unternehmen und helfen dabei, gezielte Schulungsmaßnahmen zu entwickeln, um die Sicherheitskompetenz im gesamten Unternehmen kontinuierlich zu verbessern.
Das ist beim Einsatz von Phishing-Simulationen wichtig
Beim Einsatz von Phishing-Simulatoren sollten Unternehmen sicherstellen, dass die simulierten Angriffe realistisch, aber nicht schädlich sind. Es ist wichtig, dass die Privatsphäre der Mitarbeiter gewahrt bleibt und keine echten sensiblen Daten verwendet werden. Die Ziele und Methoden der Simulation müssen klar definiert und mit den rechtlichen Rahmenbedingungen abgestimmt sein. Die Ergebnisse sollten anonymisiert und konstruktiv genutzt werden, um Schuldzuweisungen zu vermeiden und eine positive Lernumgebung zu fördern. Darüber hinaus ist es entscheidend, die Ergebnisse der Simulationen zu analysieren, um gezielte Schulungen und Verbesserungen in den Sicherheitsrichtlinien vorzunehmen. Eine offene Kommunikation über den Zweck und Nutzen der Phishing-Simulationen trägt dazu bei, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und die Unternehmenskultur im Bereich Cybersicherheit zu stärken.
Phishing-Simulationen sollten in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit der Mitarbeiter kontinuierlich zu schärfen. Idealerweise erfolgen sie quartalsweise, um saisonale Trends und aktuelle Bedrohungen abzudecken. Vor jeder Simulation ist eine sorgfältige Planung erforderlich, bei der realistische Szenarien basierend auf aktuellen Phishing-Taktiken entwickelt werden. Nach der Durchführung ist eine umfassende Analyse der Ergebnisse essenziell, um Schwachstellen und Bildungsbedarf zu identifizieren. Abschließend ist es wichtig, den Erfolg der Schulungsmaßnahmen in nachfolgenden Simulationen zu überprüfen und den Prozess kontinuierlich zu verfeinern, um die Effektivität der Phishing-Prävention im Unternehmen fortlaufend zu verbessern.
Stand: 08.12.2025
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Mit KnowBe4 PhishER steht eine fortschrittliche Lösung zur Verfügung, die verdächtige E-Mails mittels KI-Technologie effizient identifiziert. Die Plattform zeichnet sich durch eine intuitive Bedienung aus und ermöglicht eine reaktionsschnelle Handhabung von Sicherheitsvorfällen. Als Ergänzung bietet sich PhishingBox an, ein Tool, das auf die Erstellung benutzerdefinierter Phishing-Tests spezialisiert ist.
Mimecast Cyber Resilience – Umfassender Schutz
Mimecast Cyber Resilience bietet neben der Phishing-Simulation auch präventive Maßnahmen zum Schutz vor E-Mail-Bedrohungen. Die Plattform ist besonders für Unternehmen geeignet, die Wert auf ein umfassendes Sicherheitskonzept legen. Parallel dazu ist der Phishing Simulator von Terranova Security sinnvoll, der sich durch sein breites Spektrum an realitätsnahen Phishing-Attacken auszeichnet.
Cofense PhishMe überzeugt durch eine intuitive Benutzeroberfläche und eine breite Auswahl an Phishing-Szenarien. Die Lösung ist ideal für Organisationen, die Wert auf eine einfache und effektive Mitarbeiterschulung legen. Gophish bietet sich als Ergänzung an, eine Open-Source-Software, die für ihre Flexibilität und Anpassbarkeit bei der Erstellung von Phishing-Kampagnen bekannt ist.
Proofpoint Security Awareness Training – Interaktives Lernen
Das Proofpoint Security Awareness Training integriert interaktive Schulungsansätze in die Phishing-Prävention. Die Plattform ermöglicht es, das Bewusstsein und Verhalten der Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern. Als Alternative ist hier das Sophos Phish Threat interessant, das durch seine benutzerfreundlichen Schulungsmodule und umfassende Analysetools besticht.
Infosec IQ besticht durch seine vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten und personalisierten Lernangebote. Die Plattform ist besonders für Organisationen geeignet, die individuelle Schulungsprogramme schätzen. Als Alternative bietet sich Barracuda PhishLine an, eine Lösung, die sich auf die menschliche Seite der Sicherheit konzentriert und umfangreiche Analysen zur Bewertung des Risikoverhaltens bietet.
SANS Phishing Training – Forschungsbasierte Schulungen
Das SANS Institute (https://www.sans.org/security-awareness-training/products/phishing) bietet phishing Training an, das auf der neuesten Forschung und den besten Praktiken der Branche basiert. Die Kurse sind darauf ausgelegt, ein tiefes Verständnis für Phishing-Taktiken zu schaffen und präventive Maßnahmen zu fördern. Eine Alternative stellt das Tool von Lucy Security dar, das benutzerdefinierte Szenarien und umfassende Trainingsmodule bietet.
PhishingBox – Einfache Erstellung von Phishing-Tests
PhishingBox ermöglicht es Unternehmen, Phishing-Tests schnell und unkompliziert zu erstellen und zu verwalten. Mit einer benutzerfreundlichen Plattform und flexiblen Gestaltungsoptionen können Unternehmen ihre Mitarbeiter effektiv auf Phishing-Angriffe vorbereiten. Als Alternative kann das Tool von IronScales genutzt werden, das durch seine KI-gestützte Phishing-Erkennung und automatisierte Incident-Response-Funktionen hervorsticht. Auch der Simulator von PhishRod ist eine sinnvolle Ergänzung.