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Einsatzszenarien und Verfahren
Security-Insider: Wie steht es um die Realisierung der Biometrie innerhalb der Unternehmen?
Tillenburg: Nach unserer Befragung haben lediglich 13 Prozent mehrere Biometrie-Lösungen im Einsatz. 15 Prozent setzen nur eine biometrische Lösung ein, fast durchweg zur klassischen Zugangskontrolle an Pforten oder Türen. Alle anderen Unternehmen, also 72 Prozent, setzen nach eigener Aussage kein biometrisches System ein.
Dabei eignen sich biometrische Lösungen für eine Vielzahl an Anwendungen: für eine sichere Authentisierung, zur Zugriffskontrolle anstatt vieler Passwörter, für den Windows-Applikation-Login, die Absicherung von Self-Service-Diensten, die Autorisierung sensibler Transaktionen, die Absicherung von Smartphones per Fingerabdruck-Scan oder die Verifizierung des Nutzers per Spracherkennung, zur Authentisierung von Kunden und zur Absicherung elektronischer Bezahlvorgänge im Internet.
Security-Insider: Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Biometrieverfahren und ihre Beliebtheit. Was hat Twinsoft hier herausgefunden?
Tillenburg: Unsere Befragung hat eine Hitliste der Biometrieverfahren zutage gefördert. Sie wird vom Fingerabdruck (27 Prozent) angeführt, gefolgt von der Iris- (22 Prozent) und Gesichtserkennung (21 Prozent). Die Spracherkennung (18 Prozent) und die Handvenenerkennung (neun Prozent) nehmen danach die Positionen vier und fünf ein.
Dies zeigt, dass es in deutschen Unternehmen kaum mehr Vorbehalte gegenüber dem Fingerabdruck gibt. Überraschend ist zudem die verhältnismäßig hohe Beliebtheit der Spracherkennung. Sie deklassiert mittlerweile die Handvenenerkennung mit einem im Vergleich dazu doppelt so hohen Prozentsatz in der Beliebtheitsskala.
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