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Security-Trends 2019 Die nächste Entwicklungsstufe beim Endpunkt-Schutz

| Autor / Redakteur: Sergej Schlotthauer / Peter Schmitz

Blickt man auf die IT-Trends des neuen Jahres, wird in Sachen Endpoint Security der normale Antivirenschutz immer weniger interessant – genauso auch die Weiterentwicklung Next Generation Antivirus. Sie bieten einfach keinen ausreichenden Schutz mehr, um Unternehmen, Einrichtungen im Gesundheitswesen oder Behörden und Stadtverwaltungen ausreichend abzusichern.

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Unternehmen brauchen einen Endgeräteschutz, der sie auch gegen neue und nicht bekannte Angriffe schützt.
Unternehmen brauchen einen Endgeräteschutz, der sie auch gegen neue und nicht bekannte Angriffe schützt.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Neue Technologien wie EDR (Endpoint Detection and Response) und Postinfection Protection werden sich dagegen immer mehr durchsetzen, weil sie einen Schutz gegen neue und nicht bekannte Angriffe bieten. Besonders Security-Lösungen, die zusätzlich Transparenz und Forensik anbieten, werden am Markt bevorzugt werden, weil sie das Problem verhindern und dabei auch Aufschluss über die Ursache geben.

Generell werden die Themen wie Automatisierung eine immer größere Rolle spielen. Unternehmen und Behörden können sich gegen automatisierte Angriffe nur automatisiert schützen. Aber auch bei den internen Bedrohungen wird man die Angriffe ohne Automatismen nicht zeitnah erkennen – deswegen werden sich die Lösungen immer mehr durchsetzen, die den Schutz mit einem Monitoring verbinden und Anomalien erkennen, um Real-time darauf reagieren zu können.

Welche Bedeutung das Thema Automatisierung für Unternehmen bereits jetzt besitzt, zeigt die IDC-Studie „IT-Security in Deutschland 2018“. Hierfür wurden 230 Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern befragt. Eine der Erkenntnisse der Studie ist, dass immer mehr Betriebe Automatisierung einsetzen, um IT-Sicherheitsabteilungen zu entlasten. Im Rahmen der Studie gaben 38 Prozent der Teilnehmer an, bereits 25-49 Prozent der Prozesse im IT-Security Bereich zu automatisieren. Ganze 28 Prozent der Unternehmen erreichen einen Automatisierungsgrad von 50-74 Prozent und bei immerhin 5 Prozent laufen 75-100 Prozent der Prozesse gänzlich automatisiert ab. Die Studie zeigt, wie bedeutend das Thema bereits jetzt ist – dies dürfte mit einem Zuwachs an automatisierten Angriffen nur noch weiter steigen.

Verschlüsselung dank DSGVO auf dem Vormarsch

Die Verschlüsselung, die zwar kein neues Thema ist, aber immer noch selten eingesetzt wird, wird sich meiner Meinung nach im Zuge der in Kraft getretenen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) immer mehr durchsetzen – dabei wird besonders die Usability im Fokus stehen. Nutzer sollten idealerweise vom Verschlüsselungsprozess gar nichts mitbekommen, dieser sollte komplett im Hintergrund verlaufen, denn je weniger der Nutzer mit der Verschlüsselung beschäftigt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese zum Einsatz kommt und nicht umgangen wird.

Daten sollten zu jeder Zeit verschlüsselt werden, gleich, ob sie sich auf externen Speichermedien, im Netzwerk, auf lokalen Festplatten oder in der Cloud befinden. Dass die EU-DSGVO nun Verschlüsselung beim Versand personenbezogener Daten vorschreibt, verdeutlicht, dass auch die Politik das Thema Verschlüsselung ernst nimmt und die Gefahr erkannt hat.

Über den Autor: Sergej Schlotthauer ist CEO von EgoSecure und VP Security bei Matrix42.

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