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Elektronische Post vor unerwünschten Blicken schützen

Die passende E-Mail-Verschlüsselung finden

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1. Verschlüsselung im E-Mail-Client

Die meisten E-Mail-Programme, darunter Microsoft Outlook und Mozilla Thunderbird, unterstützen eine Verschlüsselung mit S/MIME und können E-Mail-Zertifikate importieren. Zusatzprogramme wie GnuPG, Enigmail und das vom BSI beauftragte Gpg4win ergänzen die S/MIME-Funktionen der E-Mail-Clients um eine Verschlüsselung nach OpenPGP. Trotzdem tun sich viele Anwender erfahrungsgemäß damit schwer und halten den Aufwand für die Einrichtung für zu hoch.

Alternativ bieten zahlreiche Anwendungsprogramme wie zum Beispiel Office-, PDF- und ZIP-Lösungen eine Passwortverschlüsselung an. Diese Verschlüsselung betrifft dann aber nur den Dateianhang und nicht die komplette E-Mail, mit der die verschlüsselte Datei verschickt wird.

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Auch für Smartphones und Tablets gibt es Apps zur E-Mail-Verschlüsselung, zum Beispiel my Secure Mail als separaten E-Mail-Client oder totemomobile PushedPDF Reader, mit dem Empfänger die E-Mails entschlüsseln und bearbeiten können, die über das totemomail Encryption Gateway als verschlüsselte PDF-Datei verschickt wurden.

2. Verschlüsselung bei Web-Mail

Web-Mail-Dienste wie die Outlook Web App unterstützen keine Verschlüsselung mittels S/MIME, sondern verschlüsseln mit TLS/SSL. Deshalb können zum Beispiel Outlook-Anwender und Nutzer von Outlook Web App keine S/MIME-verschlüsselten E-Mails austauschen.

Bereits vor der eingangs genannten Initiative „E-Mail made in Germany“ haben Web-Mail-Anbieter wie Gmail.com eine Verschlüsselung über SSL angeboten bzw. automatisch aktiviert. Bei Web-Mail handelt es sich allerdings um Cloud-Lösungen, bei denen nicht nur der Transport der E-Mail, sondern auch die E-Mail-Speicherung in der Cloud gesichert und dem deutschen oder europäischen Datenschutz entsprechend behandelt werden muss.

T-Online, Gmx.de und Web.de verweisen auf ihre Rechenzentren in Deutschland und damit auf die Anwendung des Bundesdatenschutzgesetzes. Da kaum ein Unternehmen nur Web-Mail-Dienste einsetzt, kann diese Form der E-Mail-Verschlüsselung nur eine Ergänzung sein.

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