Elektronische Post vor unerwünschten Blicken schützen

Die passende E-Mail-Verschlüsselung finden

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek, IT-Fachjournalist und IT-Analyst / Stephan Augsten

Die Möglichkeiten der E-Mail-Verschlüsselung sind vielfältig.
Die Möglichkeiten der E-Mail-Verschlüsselung sind vielfältig. (Bild: Andrea Danti - Fotolia.com)

Ohne Verschlüsselung lässt sich jede E-Mail durch Dritte mitlesen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Spionagefälle wie PRISM wird es höchste Zeit, das zu verhindern. Dieser Beitrag nennt die unterschiedlichen Verfahren und passende Lösungen.

Die Diskussion um PRISM und andere Geheimdienst-Aktivitäten gibt den Bemühungen um die Verschlüsselung von E-Mails neuen Auftrieb. Initiativen wie „E-Mail made in Germany“ werden zum Beispiel vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik begrüßt.

Die Web-Mail-Dienste von T-Online, gmx.de und web.de bieten nun im Standard eine SSL-Verschlüsselung an. Betrachtet man aber E-Mail insgesamt, wird deutlich, dass für sichere E-Mails mehr erforderlich ist.

Zum einen gibt es noch weitaus mehr Mail-Provider als die bisherigen Mitglieder der Initiative. Zum anderen bietet SSL nur eine Transport-Verschlüsselung der elektronischen Nachricten.

De-Mail: Datenschützer empfehlen zusätzliche Verschlüsselung

Auch die Verschlüsselung bei De-Mail alleine reicht Sicherheitsexperten z.B. von NIFIS und den Datenschützern nicht. So werden De-Mails vor der Weiterleitung an den Empfänger kurzfristig automatisch entschlüsselt, da die De-Mail-Diensteanbieter verpflichtet sind, De-Mails auf Schadsoftware zu prüfen. Eine durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist nur dann möglich, wenn Versender und Empfänger eine Verschlüsselungssoftware benutzen, mit der die De-Mail ver- und entschlüsselt wird.

Jede vertrauliche E-Mail verschlüsseln

Täglich werden mehr als 100 Milliarden E-Mails über geschäftliche E-Mail-Konten verschickt und empfangen, 2017 sollen es über 130 Milliarden Business-E-Mails sein, so der Email Statistics Report 2013 - 2017 der Radicati Group. Zweifellos befinden sich auch vertrauliche Informationen in vielen dieser E-Mails. Ohne Verschlüsselung könnten Unbefugte abgefangene E-Mails mitlesen.

Obwohl zwei Drittel der im Auftrag des BITKOM befragten Internetnutzer glauben, dass ihre Daten durch Überwachungsaktivitäten von Geheimdiensten im Internet nicht sicher sind, verwenden nur sechs Prozent der Internetanwender eine Verschlüsselungslösung für E-Mails.

Selbst in der technikaffinen IT-Branche verwenden nur 53 Prozent der befragten Unternehmen E-Mail-Verschlüsselung. Das Ziel sollte aber sein, dass alle vertraulichen E-Mails nur verschlüsselt übertragen werden, wie es zum Beispiel im Fall personenbezogener Daten der Datenschutz vorsieht.

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