Malware-Historie

E-Mail- und Makro-Virus Melissa wird zehn Jahre alt

23.03.2009 | Redakteur: Stephan Augsten

Aufgrund seiner E-Mail-Funktionalität konnte sich das Makro-Virus Melissa weltweit ausbreiten.
Aufgrund seiner E-Mail-Funktionalität konnte sich das Makro-Virus Melissa weltweit ausbreiten.

Kaum ein Schadcode hat sich derart schnell verbreitet wie seinerzeit das Melissa-Virus, dessen Geburtsstunde sich am kommenden Donnerstag, 26. März, zum zehnten Mal jährt. Ein trauriges Jubiläum, immerhin wurde mit Melissa der Grundstein für Malware gelegt, die sich selbständig an E-Mail-Kontakte weiterversendet.

Mit der Verhaftung des damals 31-jährigen Programmierers David L. Smith endete die wohl umfassendste Internet-Fahndung in der Geschichte des FBI. Auslöser der Online-Verbecherjagd war das Melissa-Virus, dessen Verbreitung via Gateways vorübergehend abzuschalten.

Allein für Nordamerika wird der Wirtschaftsschaden mit 80 Millionen US-Dollar beziffert. Nach Auffassung des Security-Herstellers Messagelabs, mittlerweile ein Teil von Symantec, legte Melissa außerdem den Grundstein für den Gebrauch von Botnets.

Alex Shipp, Senior Director Emerging Anti-Malware Technologies für MessageLabs Services, erinnert sich: „Dies war der erste Angriff dieser Größe. […] Wir wussten, dass sich die Bedrohungslandschaft für immer verändert hatte, als in der ersten Stunde beim Abfangen von Melissa die Zahlen in die Hunderte gingen – ein signifikanter Level für 1999.“

Seit das Virus im März 1999 erstmals von Messagelabs abgefangen wurde, hat das Unternehmen 108 verschiedene Melissa-Typen und mehr als 100.000 Kopien gestoppt. Sogar heute noch tritt Melissa laut Messagelabs permanent in der Bedrohungslandschaft in Erscheinung. So stoppen die MessageLabs Services im Durchschnitt immer noch zehn Exemplare pro Monat. Allerdings liegt das Risiko bei deaktivierten Makros bei Null.

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