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IIoT-Security-Gateway Endian virtualisiert Daten und Anwendungen

| Autor: Ann-Marie Struck

Endian präsentiert mit dem 4i Edge X ein neues IIoT-Security-Gateway. Das Device eignet sich aufgrund seiner Container-Technologie sowie seiner hohen Rechenkapazität für das Edge-Computing und die Containerisierung von Anwendungen.

Das Endian 4i Edge X ist ab Ende November für 900 € (UVP) inklusive Maintenance erhältlich.
Das Endian 4i Edge X ist ab Ende November für 900 € (UVP) inklusive Maintenance erhältlich.
(Bild: Endian)

Maschinendaten analysieren und Unternehmensanwendungen virtualisieren ist nun mit dem Endian 4i Edge X möglich. Denn über das Gateway lassen sich Daten aus heterogenen Maschinenparks auslesen und zur Analyse in Dashboards darstellen. Außerdem können Fernwartungen und Predictive Maintenance realisiert werden.

Das Gerät misst 115 x 1.115 x 44 mm und verfügt über 16-GB-Onboard-Speicher sowie 2-GB-RAM. Als Hardware besitzt es eine CPU/SoC Intel Celeron N3350 Dual-Core. Der Prozessor taktet mit 2.4 Ghz. Die CPU ermöglicht die Datenverarbeitung am Rande des Netzwerks (Edge Computing) und spart damit Bandbreite und schont die Lizenzgebühren. Da die Latenzzeiten bei der Übertragung an das Internet wegfallen, werden die Daten in Echtzeit dargestellt.

Container und Konnektivität

Das Gateway eignet sich nicht nur für Edge-Computing, sondern auch zur Containerisierung. Über Docker lassen sich Unternehmensanwendungen mit allen erforderlichen Dateien in ein portables System (Container) packen. Anschließend können diese in eine andere Umgebung am Netzwerkrand verschoben werden und dann von dort aus die Anwendung steuern. So ist das Endian 4i Edge X auch als WiFi-Client einsetzbar, um Mitarbeitern oder Gästen einen Internetzugang anzubieten.

Das Gateway verfügt über WiFi (802.11ac) sowie 3G oder 4G, Ethernet, Seriell (RS-232/485) und Digital Input/Digital Output (DI/DO). Einsatzbereit ist es auch in rauen Umgebungen bei Temperaturen von 0° bis 60°Celsius.

Umfangreiche Security-Features schützen Maschinen und Daten gegen Cyberattacken. Sämtliche Daten werden per VPN bei einer Performance mit 250 Mbit/s verschlüsselt. Zusätzlich sind die angeschlossenen Maschinen nicht nur durch eine Firewall (3 Gbit/s), sondern auch durch ein Deep-Packet-IPS/IDS sowie Layer-7-Filterfunktionen geschützt. In segmentierten Netzwerken lässt sich das Endian 4i Edge X hinter einer bereits vorhandenen Firewall installieren. Die bilaterale Verbindung gewährleistet einen sicheren Fernzugriff auf das Security-Gateway.

Überwachung und Datenerhebung

Das Gateway ist mit der IoT-Plattform „Endian Connect“ verbunden, worüber granulare Zugriffsrechte einrichtet werden können. Das Lifecycle-Management sowie Software-Updates sind laut Hersteller über das zentrale Management-Tool einfach zu verwalten.

Das 4i Edge X kann Metriken für IT und OT (Siemens S7, Modbus, OPCUA) gleichermaßen nutzen, sodass es auch in heterogenen Maschinenparks eingesetzt werden kann, um Daten zu erheben und an eine zentrale IoT-Plattform zu übertragen. Für einen unterbrechungsfreien Betriebsablauf lassen sich bei der Über- oder Unterschreitung vorab definierter Grenzwerte Alarmierungen einrichten. Über die Darstellung der Daten in Dashboards und ihre Analyse können die Anwender Predictive Maintenance und datenbasierte Geschäftsmodelle realisieren.

Das Endian 4i Edge X wird Ende November auf der SPS in Nürnberg vorgestellt und ist für 900 Euro (UVP) inklusive Maintenance erhältlich.

(ID:46222126)

Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin