Sicherheitsrisiken von Apps und APIs Immer mehr Webangriffe zielen auf APIs

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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APIs und Webanwendungen (Apps) waren im Jahr 2023 vermehrt Ziel von Webangriffen. Das zeigt wieder einmal: Cyberkriminelle nutzen die schnell wachsende API-Wirtschaft für neue Angriffsmöglichkeiten. Diese Entwicklung stellt der Sicherheitsexperte Akamai in seiner neuesten Forschungsveröffentlichung („State of the Internet“-Bericht) fest.

Der Akamai „State of the Internet“-Bericht zeigt, dass im vergangenen halben Jahr monatlich durchschnittlich 40 Prozent aller Webangriffe auf APIs abzielen.(Bild:  Skórzewiak - stock.adobe.com)
Der Akamai „State of the Internet“-Bericht zeigt, dass im vergangenen halben Jahr monatlich durchschnittlich 40 Prozent aller Webangriffe auf APIs abzielen.
(Bild: Skórzewiak - stock.adobe.com)

Akamai Research hat festgestellt, dass die Häufigkeit von Webangriffen, die auf Webanwendungen und APIs abzielen, von Januar 2023 bis Juni 2024 deutlich zunahm. Anfang 2023 beobachtete Akamai fast 14 Milliarden Angriffe pro Monat. Diese Zahl stieg bis Juni 2024 auf mehr als 26 Milliarden monatliche Angriffe an. Dies entspricht einem Anstieg der Webangriffe um 49 Prozent zwischen dem ersten Quartal 2023 und dem ersten Quartal 2024. Insgesamt war in diesem Zeitraum ein Anstieg der Webangriffe um 21 Prozent zu beobachten.

Der neue „State of the Internet“-Bericht wirft ein Licht auf die Bedrohungslage in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), die ständig unübersichtlicher wird. Richard Meeus, Director of Security Technology and Strategy, EMEA bei Akamai, ist überzeugt: „Die Zunahme von Angriffen auf Webanwendungen und APIs unterstreicht, wie wichtig es ist, Netzwerke effektiv zu schützen. Das stellt sicher, dass die erhöhte Angriffsfläche nicht von Cyberkriminellen ausgenutzt werden kann.“

Branchen- und länderspezifische Unterschiede

Wenn man die Daten branchenspezifisch betrachtet, war der Handel die von Webangriffen am häufigsten betroffene Branche in EMEA. Das zeigte sich in einem hohen Prozentsatz von API-Angriffen. Besonders sticht die Anzahl der DDoS-Angriffe auf Layer 7 heraus. Diese Zahl machte 25 Prozent der Angriffe aus. In der Region EMEA war Deutschland mit 461 Mrd. das Land mit der höchsten Anzahl von DDoS-Angriffen auf Layer 7. Danach folgte das Vereinigte Königreich mit 366 Mrd. sowie Schweden mit 167 Mrd. Die drei am stärksten von Angriffen auf Webanwendungen und APIs betroffenen Länder waren das Vereinigte Königreich (20,5 Mrd.), die Niederlande (15,6 Mrd.) und Spanien (12,7 Mrd.).

Gruppen von Cyberkriminellen wie CL0P, die Ransomware-Angriffe nutzen, sind dafür bekannt, dass sie schnell neue Angriffsmethoden übernehmen. Sie nutzten zudem Schwachstellen in Apps, um Unternehmen anzugreifen.

Finanzielle Schäden und Reputationseinbußen

Weltweit betrachtet ließen sich große Cyberattacken mit beachtlichen Auswirkungen beobachten: In einem Fall wurde ein US-amerikanisches Telekommunikationsunternehmen Opfer von Angreifern, die eine Autorisierungs-Schwachstelle in der API ausnutzten. Sie erhielten Zugang und richteten großen Schaden an, indem sie 37 Millionen Kundendaten preisgaben. „Angriffe gefährden nicht nur die Umsätze und den Ruf von Unternehmen“, weiß Meeus. „Gerade in Europa ist der wirksame Schutz auch eine Frage der Einhaltung wichtiger EU-Richtlinien wie NIS2 und DORA.“

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