Web-Bedrohungen erfordern zeitgemäße Malware-Erkennung - Teil 1

Haben Signatur-basierte Antivirus-Lösungen ausgedient?

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Wieso Signaturen alleine nicht mehr zeitgemäß sind

Um vor den neuartigen Bedrohungen gewappnet zu sein bedarf es neuer Methoden. Wie bei der Automobil-Herstellung: Dort ist die Entwicklung nicht etwa beim Sicherheitsgurt stehen geblieben, sondern es kamen neue Schutzmechanismen wie Airbag, ABS und ESP hinzu.

Ständig werden in diesem Industrie-Sektor neue Funktionen getestet, die erst durch moderne Technologien ermöglicht wurden – beispielsweise automatische Abstandhalter oder adaptives Kurvenlicht. Trotz der neuen Methoden wird aber niemand auf die Idee kommen, die alten Konzepte nicht mehr zu verwenden – etwa den Airbag auszuschalten.

Der bestmöglichste Gesamtschutz ist nur dann gewährleistet, wenn alle Komponenten zusammen spielen. Jedes Modul für sich erfüllt seine Aufgabe als spezifischer Bedrohungsschutz.

Ähnliches gilt für die Entwicklung einer Sicherheitssoftware. Für neu auftretende Bedrohungen werden fortwährend neue Methoden eingeführt. Dennoch wäre es nicht sinnvoll, ganz auf die alten Mechanismen, wie signaturbasierte statische Erkennung, zu verzichten.

Der Gartner-Analyst A. Williams sagte Ende 2006: „Eigenständige signaturbasierte AV-Lösungen sind tot.“ Dem ist grundsätzlich beizupflichten, allerdings liegt die Betonung ganz klar auf dem Wort „eigenständig“. Im zweiten Teil dieser Serie gehen wir auf einige der neuen Schutzmethoden ein, die angewendet werden können, um Malware noch besser und noch früher zu erkennen.

Candid Wüest ist Senior Software Engineer und Antivirus-Experte beim Security-Hersteller Symantec.

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