IdM-Studie der Hochschule Osnabrück

Identity Management – lokal oder aus der Cloud?

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Cloud-Dienste sind ein Thema – aber es gibt Bedenken

Generell versprechen Cloud-Lösungen geringere Anschaffungskosten, da sie sich schneller im Unternehmen implementieren lassen und keine zusätzlichen IT-Infrastrukturen benötigen. Die bedarfsgerechte Skalierung ermöglicht außerdem die Senkung der Betriebskosten.

Prinzipiell scheinen Unternehmen diese Vorteile zu erkennen und beschäftigen sich mit dem Thema Cloud: Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen bezieht bereits Leistungen aus der Cloud, ein weiteres Viertel erwägt zumindest diesen Schritt.

Der Risiken sind sie sich durchaus bewusst: 85 Prozent der Unternehmen messen den Risiken Kontrollverlust über die Daten und Sicherheit eine hohe Bedeutung zu. Diesen Risiken kommt beim Thema Identity Management als elementarer Sicherheitskomponente im Unternehmen eine besondere Bedeutung zu.

IdMaaS eher interessant für große Unternehmen

Die Befragung zeigte dann auch, dass – unabhängig von der Unternehmensgröße – 75 Prozent der befragten Unternehmen entweder derzeit keine IdMaaS-Lösung planen oder sich noch gar nicht mit der Möglichkeit auseinandergesetzt haben. Nur 25 Prozent der Unternehmen erwägt dagegen derzeit IdMaaS. Hier wird also die Zurückhaltung deutscher Unternehmen zur Nutzung von Cloud-Services, speziell kritischer Sicherheitskomponenten wie dem Identity Management, besonders deutlich.

Identity Management as a Service kommt in Großunternehmen besser an.
Identity Management as a Service kommt in Großunternehmen besser an.
(HS Osnabrück)
Die Befragung sollte überdies das Marktpotenzial von IdMaaS klären. Daher wurden die Unternehmen dazu befragt, ob sie sich eine IdM-Lösung aus der Cloud grundsätzlich als Alternative zu lokalen Lösungen vorstellen können. Hier zeigt sich ein Unterschied zwischen kleineren und größeren Unternehmen: Nur 40 Prozent der Unternehmen bis 1.000 Mitarbeiter können sich eine solche Lösung vorstellen – aber knapp zwei Drittel der Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse muss also die verbreitete Annahme, dass insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen die primäre Zielgruppe für Cloud-Services darstellen, zumindest für IdMaaS überprüft werden. Damit IdMaaS ein Erfolg wird, sollten also gezielt kleine und mittlere Unternehmen weiter über das Nutzenpotenzial von IdM aus der Cloud informiert werden.

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