Sicherheitslücke ermöglicht Systemkontrolle Notfallpatch für kritische Zero-Day-Schwachstelle in SAP NetWeaver

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Eine neue kritische Schwachstelle bedroht SAP NetWeaver-Systeme. Cyberkriminelle nutzen die Lücke bereits aktiv aus, um Schad­software einzuschleusen und vollständige Kontrolle über Unternehmensprozesse zu erlangen. SAP hat einen Notfall-Patch veröffentlicht.

Eine neu entdeckte Zero-Day-Schwachstelle in SAP NetWeaver wird von Cyberkriminellen bereits ausgenutzt. SAP hat mit einem Notfallpatch reagiert.(Bild:  photon_photo - stock.adobe.com)
Eine neu entdeckte Zero-Day-Schwachstelle in SAP NetWeaver wird von Cyberkriminellen bereits ausgenutzt. SAP hat mit einem Notfallpatch reagiert.
(Bild: photon_photo - stock.adobe.com)

Eine neu entdeckte Sicherheitslücke mit der Bezeichnung CVE-2025-31324stellt derzeit eine massive Bedrohung für SAP-Systeme dar. Angreifer können gezielt eine Schwachstelle im SAP NetWeaver Visual Composer ausnutzen, die ohne jede Authentifizierung den Upload beliebiger schädlicher Dateien erlaubt.

Auch Angriffe aus dem Internet sind möglich

Bereits erste Vorfälle im April 2025 zeigten, wie Cyberkriminelle JSP-Webshells einschleusten und so vollständige Kontrolle über Systeme erlangten. Besonders brisant ist, dass Angriffe über das Internet erfolgen können, was nicht nur interne, sondern auch Cloud-basierte SAP-Umgebungen gefährdet.

Durch die Schwachstelle können Kriminelle nicht nur sensible Geschäftsprozesse kompromittieren, sondern auch Ransomware installieren und damit weitreichende Störungen verursachen. Betroffen sind Kunden, die SAP NetWeaver sowohl in RISE with SAP-Umgebungen, in Cloud-nativen Architekturen als auch On-Premise einsetzen. Das Problem betrifft den Metadata Uploader des Visual Composers, der nicht ausreichend gegen unautorisierte Zugriffe abgesichert wurde.

Onapsis Threat Intelligence hat die aktive Ausnutzung bestätigt und berichtet, dass tausende SAP-Anwendungen potenziell verwundbar sind. Die Bedrohung wurde erstmals von ReliaQuest aufgedeckt. SAP hat nur wenige Tage nach seinem April-Patchday am 24. April einen Notfall-Patch veröffentlicht und fordert betroffene Unternehmen dringend auf, die SAP Security Note 3594142 sowie gegebenenfalls Note 3596125 zu berücksichtigen. Systeme, die bereits internet­fähig betrieben wurden, sollten als kompromittiert betrachtet und umgehend einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Klassische ERP-Sicherheits­mechanismen reichen in diesem Fall nicht aus, um Angriffe zu verhindern. Unternehmen müssen deshalb unverzüglich Notfallmaßnahmen einleiten, um Schäden zu begrenzen und die Integrität ihrer SAP-Umgebungen wiederherzustellen.

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