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Cohesity SiteContinuity Kürzere Ausfallzeiten, mehr Speichereffizienz

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

Cohesity hat mit Cohesity SiteContinuity eine webbasierte, automatisierte Disaster-Recovery-Lösung angekündigt, die in bestehende Funktionen für Backup und Continuous Data Protection integriert ist und den Schutz von Anwendungen über mehrere Ebenen, Service-Levels und Standorte hinweg gewährleisten soll.

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Katastrophenszenarien sind leider keine Hirngespinste.
Katastrophenszenarien sind leider keine Hirngespinste.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

SiteContinuity von Cohesity soll durch einfachere Prozesse die IT- und Adminkosten senken helfen. Die Software konsolidiert Backup, kontinuierliche Datensicherung und automatisiertes Disaster Recovery auf einer einzigen Plattform, die über eine globale Benutzeroberfläche und einheitliche Richtlinien verwaltet wird – über Anwendungsebenen, Service-Level und Umgebungen hinweg.

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Da die Gefahren durch Umweltkatastrophen und menschliches Versagen wachsen, soll SiteContinuity helfen, dass ein Unternehmen mit nur wenigen Mausklicks automatisch Failover und Failback einer einzelnen Anwendung oder eines gesamten Standorts orchestrieren kann. Ausfallzeiten und Datenverluste sollen dadurch minimiert werden, denn Anwendungen könnten in einem Katastrophenszenario (Ransomware, Waldbrand, Hochwasser, Pandemie und so weiter) binnen kürzester Zeit wiederhergestellt werden.

Das Disaster Recovery ist journalbasiert, das heißt, dass sich unterschiedliche Service-Levels über verschiedene Anwendungsebenen hinweg erfüllen lassen. Der DR-Zeitpunkt lässt sich beliebig festlegen, gleich ob On-Premises oder in der Public Cloud. Während des Failover-Prozesse soll die DR-Site vor Ransomware und anderer Schad-Software geschützt sein. Das soll ein Machine-Learning-Algorithmus gewährleisten, der in Cohesity Helios integriert ist und der einen Angriff erkennen soll.

Damit Compliance-Vorgaben in SLAs erreicht werden, sollte der Nutzer seine DR-Software vorher erproben. Cohesity hilft dabei mithilfe durchgängiger, automatisierter, unterbrechungsfreier Disaster-Recovery-Tests, einschließlich vollständiger Audit-Trail-Berichte.

Gleichzeitig soll die Lösung helfen, die Betriebskosten (TCO, Total Cost of Ownership) zu senken. Der erste Faktor ist die Zusammenführung von Backup und Disaster Recovery, wodurch der Einsatz mehrerer Einzelprodukte vermieden und eine bessere Speichereffizienz erzielt würden. Die Kosten durch Deduplizierung und Komprimierung mit variabler Länge über mehrere Workloads hinweg würden gesenkt. Es seien keine dedizierten virtuellen Maschinen (VMs) bereitzustellen, um die Wiederherstellung jedes ESXi-Hosts zu unterstützen. Die zugrundeliegende Web-Scale-Architektur der Cohesity-Plattform ermögliche die unbegrenzte und einfache Skalierung der Backup/DR-Funktionen.

Als Hintergrund für die Entwicklung von SiteContinuity führt Cohesity die Aussagen einer kürzlich von der Enterprise Strategy Group (ESG) veröffentlichten Studie „Real-world SLAs and Availability Requirements“ vom August 2020 an. In der Marktstudie wurden die Teilnehmer gefragt, ob ihre tatsächlichen Recovery-Zeiten den zuvor festgelegten SLAs entsprächen. Demnach erreichen 78 Prozent ihre Ziele „nicht immer“ und 33 Prozent „manchmal“ oder „selten“.

(ID:46903105)

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