KnowBe4 Phishing-Report Q2-2019

LinkedIn beliebtestes Phishing-Ziel

| Redakteur: Peter Schmitz

Eine Studie von KnowBe4 belegt, dass gefälschte LinkedIn-Mails für die Hälfte aller Social Media Phishing-E-Mails verantwortlich sind.
Eine Studie von KnowBe4 belegt, dass gefälschte LinkedIn-Mails für die Hälfte aller Social Media Phishing-E-Mails verantwortlich sind. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Bei Test des Security-Awareness-Spezialisten KnowBe4 hat sich gezeigt, dass mehr als 50 Prozent aller eingegangenen Phishing-E-Mails „LinkedIn“ in ihrer Betreffzeile hatten. Weitere Ergebnisse des Q2 Phishing-Reports 2019 hat das Unternehmen jetzt veröffentlicht.

Für den Q2 Phishing-Report 2019 hat KnowBe4 zehntausende von simulierten Phishing-Tests überprüft und dabei festgestellt, dass mehr als 50 Prozent der eingegangenen E-Mails „LinkedIn“ in ihrer Betreffzeile hatten. Informationen wie diese helfen Unternehmen, ihre Mitarbeiter bestmöglich zu schulen und auf die Gefahren, die durch Phishing-E-Mails in die Unternehmensnetzwerke gelangen, hinzuweisen.

Die Studienautoren fanden heraus, dass bei den Phishing-Tests 56 Prozent der Betreffzeilen den Begriff „LinkedIn“ enthielten – mehr als alle anderen Social Media Phishing-E-Mails zusammen. Dies ist nicht verwunderlich, denn Social Media Phishing-Angriffe steigen in 2019 mit einer bemerkenswerten Wachstumsrate von 75 Prozent an. Dieser Anstieg der Gefahr, in Kombination mit Problemen der Schatten-IT, hindern die IT-Sicherheitsabteilungen daran, von Usern genutzte Social Media Apps auf Smartphones zu überwachen. Deshalb wird es immer wichtiger , dass Mitarbeiter wissen, wie sie einen Phishing- oder Social-Engineering-Angriff erkennen und was sie danach zu tun haben.

„Es fühlt sich gut an, einem Netzwerk beizutreten oder sich in irgendeiner Weise mit Kollegen oder Geschäftskontakten zu verbinden - deshalb sind Social Media Phishing-Angriffe so erfolgreich“, sagt Stu Sjouwerman, CEO bei KnowBe4. „Benutzer vertrauen ihren „verifizierten“ Kontakten von Natur aus, so dass sie eher auf einen Link klicken, der von einem dieser Kontakte geschickt wurde. Es wird also immer schwieriger, Phishing-Angriffe zu identifizieren. Die User unserer Plattform sind darauf geschult und deshalb eher in der Lage, Phishing- und Social-Engineering-Angriffe zu erkennen.“

Die von KnowBe4 identifizierten Social Media Phishing-Tests mit den höchsten Öffnungsraten sind:

  • LinkedIn: 56 Prozent
  • Anmeldealarm für Chrome auf Motorola Moto X: 9 Prozent
  • 55. Jahrestag und Pizza-Party: 8 Prozent
  • Dein Freund hat ein Foto von dir markiert: 8 Prozent.
  • Facebook Passwort-Rückstellungs-Verifizierung: 8 Prozent.
  • Dein Passwort wurde erfolgreich zurückgesetzt: 6 Prozent
  • Neue Sprachnachricht um 1:23 Uhr: 5 Prozent

(Groß- und Kleinschreibung ähnelt denen in der Phishing-Test-Betreffzeile.)

Neben der Untersuchung von Phishing-E-Mails mit Social Media-Betreffzeilen, wurde festgestellt, dass Phishing-Tests, die sich auf Passwortverwaltung konzentrierten, auch sehr erfolgreich waren. Immerhin 35 Prozent der Benutzer klickten die Links in den Test-E-Mails an. Darüber hinaus hatten „In-the-Wild-Angriffe“ - also echte Phishing-E-Mails und keine simulierten- den größten Erfolg, wenn sie den Empfänger um Maßnahmen baten, wie z.B. die Einladung zur Freigabe eines Outlook-Kalenders oder die Zuweisung einer Aufgabe auf einer Microsoft-Plattform.

Kein Kuschelkurs mehr bei Security Awareness

Paradigmenwechsel bei SecAware

Kein Kuschelkurs mehr bei Security Awareness

08.02.19 - Security Awareness (SecAware) hat sich auf die Fahnen geschrieben, den User hinsichtlich Cyberbedrohungen zur „Last Line Of Defense“ (LLOD) zu machen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn zahlreiche Bedrohungen klopfen an die Gateway-Systeme der Unternehmen aber auch Privatpersonen und mancher Attacke gelingt es die Schutzmauern zu überwinden. lesen

Mitarbeiter sind die letzte Verteidigungslinie eines Unternehmens und sie sind dann am erfolgreichsten, wenn sie kontinuierlich geschult und auf die neuesten Phishing-Bedrohungen getestet werden. Um ihre Aufgabe, Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Sicherheit zu unterstützen, wurde im Juni 2019 ein Social Media Phishing-Test eingeführt. Dieser kostenlose Test wurde entwickelt, um IT- und Sicherheitsexperten in Unternehmen jeder Größe zu helfen, Benutzer besser zu identifizieren, die wahrscheinlich eine Phishing-E-Mail öffnen, die von einer Social-Media-Site wie Facebook, LinkedIn oder Twitter stammt.

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