Mit Microsoft Intune können Admins die Malware-Einstellungen von Microsoft Defender zentral steuern und damit den Malware-Schutz von Rechnern in Unternehmen und im Homeoffice verbessern. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie das geht.
Wie man mit Microsoft Intune die Malware-Einstellungen von Microsoft Defender zentral steuert, zeigen wir in diesem Beitrag.
(Bild: pinkeyes - stock.adobe.com)
Microsoft Intune ermöglicht das Setzen von Richtlinien, die auf angebundenen Computern umgesetzt werden. Dadurch lassen sich auch mobile PC und Rechner im Home Office absichern, ohne dass diese Geräte Mitglied in einer Active Directory-Domäne sind. Mit den Richtlinien können Admins daher schnell und einfach sicherstellen, dass alle Rechner, die mit Ressourcen des Unternehmens arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, wo die PCs betrieben werden, also remote, im Home Office oder im Unternehmen. Neben PCs lassen sich auch Windows-Server über diesen Weg absichern und zentral steuern.
Die Verwaltung von Intune erfolgt im Intune Admin Center, dieses ist über die Adresse intune.microsoft.com erreichbar. Steuern lassen sich mit Microsoft Intune die Geräte, die an das System angebunden sind. Die PCs sind bei „Geräte“ in der Oberfläche zu finden. Angebunden werden diese zum Beispiel durch die Installation der App „Unternehmensportal“ aus dem Microsoft App-Store. Die Geräte sollten bei „Verwaltet von“ den Wert „Intune“ haben und bei „Kompatibilität“ den Wert „Konform“. Das Betriebssystem und der Benutzer des PCs sind ebenfalls an dieser Stelle zu sehen.
Richtlinien entsprechen in Intune in etwa den Möglichkeiten von Gruppenrichtlinien, nur ohne die Notwendigkeit Mitglied in einer Active Directory-Domäne zu sein. Alle relevanten Sicherheitseinstellungen für Windows, darunter auch der Malware-Schutz, sind über den Menüpunkt „Endpunktsicherheit“ zu finden. Über „Antivirus“ sind die Informationen über den Virenschutz der angebundenen Geräte zu sehen.
Hier sehen Admins auch, ob Updates für die Signatur-Dateien anstehen und ob es Fehler bei der Konfiguration gibt. Natürlich zeigt die Seite „Zusammenfassung“ bei „Endpunktsicherheit -> Antivirus“ auch an, ob auf angebundenen PCs Malware gefunden wurden. Über die Registerkarte „Aktive Schadsoftware“ lassen sich die PCs auch filtern, wenn zahlreiche Geräte angebunden sind.
Über den Link „Richtlinie erstellen“ bei „Endpunktsicherheit -> Antiviurus“ kann man mit einem Assistenten eine Richtlinie zur Steuerung von Microsoft Defender in Windows erstellen. Im ersten Schritt wird dazu bei „Plattform“ der Wert „Windows 10, Windows 11 und Windows Server“ ausgewählt. Bei „Profil“ erfolgt die Auswahl von „Microsoft Defender Antivirus“. Es lassen sich über diesen Weg auch mehrere Richtlinien erstellen, die sich an verschiedene Computer anbinden lassen. Sinnvoll kann das sein, um Malware-Schutz-Einstellungen für Arbeitsstationen und Server getrennt zu steuern, oder auch um bei besonders wichtigen PC strengere Einstellungen umzusetzen.
Auf der ersten Seite der Richtlinie wird zunächst ein Name und eine Beschreibung angegeben, auf der Seite „Configuration Settings“ erfolgt schließlich die Anpassung der Einstellungen für den lokalen Malware-Schutz mit Microsoft Defender. die Einstellungen lassen sich an die eigenen Anforderungen anpassen. Bei „Verhaltensüberwachung zulassen“ sollte „Zulassen…“ aktiviert werden. Generell ist es auch sinnvoll die Option „Cloudschutz zulassen“ zu aktivieren. In diesem Fall werden Beispiele zu Microsoft übertragen und im Rahmen der verschiedenen Sicherheitsdienste in der Microsoft-Cloud übertragen. Dadurch kann das System wiederum von anderen Malware-Beispielen lernen, die ebenfalls in die Cloud übertragen werden.
Die Einstellung „Echtzeitüberwachung zulassen“ sollte natürlich ebenfalls aktiviert werden. Hier stehen zahlreiche weitere Optionen zur Verfügung, zum Beispiel auch zum Ausschließen von Pfaden und Prozessen. Mit „PUA-Schutz“ lassen sich potenziell unerwünschte Anwendungen identifizieren. Dadurch warnt Microsoft Defender, wenn sich im Hintergrund eine unerwünschte Software installiert. Damit muss es sich nicht unbedingt um Malware handeln, sondern um andere Anwendungen, wie zum Beispiel Adware. Für alle Optionen blendet Intune beim Anklicken des i-Icons neben der Option eine Hilfe ein. Die meisten Optionen entsprechen den Einstellungen, die auch in den Gruppenrichtlinien verfügbar sind.
Im Anschluss lassen sich die Richtlinien noch bestimmten Gruppen in Entra ID zuweisen oder es werden alle PCs angebunden. Die Richtlinie ist unten im Fenster verfügbar und lässt sich jederzeit anpassen. Erstellt man mehrere Richtlinien, sind diese an dieser Stelle ebenfalls zu sehen.
Stand: 08.12.2025
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In der PowerShell lässt sich der Status von Microsoft Defender mit dem CMDlet „Get-MpComputerStatus“. Der Befehl zeigt an, ob der Virenschutz aktiviert ist, wann das letzte Update erfolgt ist und vieles mehr. Auch der Zeitpunkt der letzten Überprüfung ist darüber zu sehen. Dadurch lässt sich überprüfen, ob die Optionen lokal umgesetzt werden, die Admins über Richtlinien definiert haben. In Microsoft Intune lassen sich über „Berichte -> Microsoft Defender Antivirus“ ebenfalls Daten auslesen, die zeigen, ob der Virenschutz funktioniert. Bei „Berichte“ lassen sich darüber hinaus noch weitere, spezifische Berichte abrufen. Dazu gehören zum Beispiel Berichte zur gefundenen Malware und Details dazu.
Malware-Scan über Intune starten
Über „Geräte“ lässt sich nach einem Klick auf „Schnellüberprüfung“ ein Scan mit Microsoft Defender auf dem PC starten. Über „Vollständige Überprüfung“ ist es möglich den kompletten PC zu steuern. Um aktuelle Daten abzurufen, erfolgt die Auswahl von „Windows Defender-Sicherheitsinformationen aktualisieren“. Dadurch aktualisiert der PC auch gleich die Schadsoftwareinformationen.