Microsoft veröffentlicht am Juni-Patchday Updates, um über 70 Sicherheitslücken in seinen Produkten zu schließen. Zwei Schwachstellen bestehen dazu in allen Windows-Versionen, sind öffentlich bekannt und werden auch bereits ausgenutzt.
Am Microsoft Patchday im Juni schließt der Hersteller einige Sicherheitslücken, die sehr leicht auszunutzen sind.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien / KI-generiert)
Der Microsoft Patchday im Juni 2025 bringt eine breite Palette sicherheitsrelevanter Korrekturen: Insgesamt wurden mehr als 70 Sicherheitslücken beseitigt, darunter zahlreiche kritische Remote-Code-Execution-Schwachstellen in Microsoft Office, SharePoint, Remote Desktop Protocol, Schannel, KDC-Proxy und dem Routing- und RAS-Dienst. Besonders gefährlich ist die WebDAV-Lücke (CVE-2025-33053), die bereits aktiv ausgenutzt wird, sowie die Netlogon-Schwachstelle (CVE-2025-33070), die als besonders leicht auszunutzen gilt.
Gleich vier Office-Sicherheitslücken nutzen die Vorschaufunktion als Angriffsvektor. Weitere Updates beheben Schwächen in Power Automate, dem SMB-Client, Visual Studio und zahlreichen Windows-Diensten, etwa im Taskplaner, LSA, DHCP, Win32k, Storage Management Provider und Installer. Microsoft adressiert auch mehrere Denial-of-Service- und Spoofing-Sicherheitslücken sowie zahlreiche Informationslecks mit teils hohem Schutzniveau. Die Dringlichkeit zur Installation der Patches ist angesichts der Vielzahl potenziell kombinierbarer Angriffspunkte hoch.
Altlasten des Internet Explorers öffnen Tür für Remotecode-Ausführung
Microsoft schließt unter anderem eine gravierende Schwachstelle CVE-2025-33053 im WebDAV-Subsystem, die es Angreifern erlaubt, über präparierte URLs beliebigen Code auszuführen. Die Sicherheitslücke wird bereits aktiv ausgenutzt.
Betroffen sind sämtliche Windows-Versionen bis zurück zu Windows Server 2008, inklusive nicht mehr unterstützter Plattformen wie Windows 8 und Server 2012. Die Verwundbarkeit basiert auf einer externen Pfadkontrolle (CWE-73) und nutzt veraltete Komponenten des Internet Explorer, etwa die MSHTML-Engine, die noch in vielen Legacy-Anwendungen und im IE-Modus von Edge aktiv ist. Einzige Voraussetzung für den Angriff ist ein Klick auf einen manipulierten Link, etwa in einer Phishing-Mail. Aufgrund der niedrigen Angriffskomplexität (CVSS 8.8) und bestätigter aktiver Ausnutzung empfiehlt sich eine sofortige Installation der bereitgestellten Sicherheitsupdates.
SMB-Client-Schwachstelle ermöglicht SYSTEM-Rechte über das Netzwerk
Mit den Juni-Updates schließt Microsoft auch eine Schwachstelle im Windows-SMB-Client, CVE-2025-33073 , durch die Angreifer mit niedrigen Rechten SYSTEM-Privilegien erlangen können. Die Sicherheitslücke ist bereits öffentlich bekannt.
Die Schwachstelle beruht auf unzureichender Zugriffskontrolle (CWE-284) und betrifft alle aktuellen Windows-Versionen einschließlich Windows Server 2025. Der Angriff erfordert keine Interaktion, sobald das Opfer dazu gebracht wird, eine Verbindung zu einem manipulierten SMB-Server herzustellen. Ein Proof-of-Concept liegt bereits öffentlich vor. Angreifer könnten das Zielsystem dazu bringen, sich gegen das eigene System zu authentifizieren, was in einer vollständigen Privilegienerweiterung endet. Die hohe Bewertung nach CVSS (8.8) und die Verfügbarkeit funktionierender Angriffsskripte machen das Update dringend erforderlich.
Netlogon-Schwachstelle gefährdet gesamte Windows-Domäne
Mit CVE-2025-33070 schließt Microsoft eine kritische Schwachstelle im Netlogon-Dienst, die es Angreifern ermöglicht, Domänencontroller mit speziell erzeugten Anmeldepaketen direkt über das Netzwerk zu kompromittieren. Ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion kann darüber Code mit den Rechten des Netlogon-Dienstes ausgeführt werden, in der Regel mit vollständigen SYSTEM-Rechten. Betroffen sind sämtliche Windows-Server-Versionen ab Windows Server 2008 bis einschließlich Windows Server 2025. Die Schwachstelle basiert auf der Nutzung nicht initialisierter Ressourcen (CWE-908) und wird laut Microsoft als „Exploitation more likely“ eingestuft. Angesichts des möglichen Privilegiengewinns bis hin zum Domänenadministrator gilt die Sicherheitslücke als besonders gefährlich. Admins sollten die bereitgestellten Patches unverzüglich installieren, um eine potenzielle Übernahme der gesamten Domäne zu verhindern.
Microsoft schließt gefährliche Vorschaufenster-Schwachstelle in Office
Am Juni-Patchday 2025 hat Microsoft eine kritische Sicherheitslücke CVE-2025-47162 in mehreren Office-Versionen geschlossen, die es Angreifern ermöglicht, Schadcode auszuführen, sobald ein präpariertes Dokument im Vorschaufenster angezeigt wird. Die Schwachstelle basiert auf einem Heap-basierten Pufferüberlauf und erfordert keine Aktion durch den Benutzer. Betroffen sind zahlreiche Office-Ausgaben, darunter Office 2016, 2019, LTSC 2021 und 2024, Microsoft 365 Apps sowie die Office-Versionen für macOS und Android. Wegen der Gefahr einer Kombination mit weiteren Schwachstellen zur vollständigen Systemübernahme und der hohen Ausnutzungswahrscheinlichkeit hatten Sicherheitsforscher eindringlich vor dieser Schwachstelle gewarnt. Mit den veröffentlichten Updates steht nun ein offizieller Fix zur Verfügung, der alle betroffenen Plattformen absichert.
Stand: 08.12.2025
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