Warnungen für Explorer, Windows & Teams Vier aktiv ausgenutzte Microsoft-Schwachstellen und Angriffe mit Teams

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Microsoft warnt vor gefälschten Teams-Installationsdateien, mit denen Angreifer Ransomware einschleusen. Zudem publiziert die CISA vier alte CVEs in ihrem Katalog der aktiv ausgenutzten Schwachstellen.

Microsoft warnt vor einer aktuellen Ransomware-Bedrohung durch Rhysida. Gleichzeitig fügt die CISA alte Schwachstellen ihrem Katalog der aktiv ausgenutzten Bedrohungen hinzu.(Bild:  James Thew - stock.adobe.com)
Microsoft warnt vor einer aktuellen Ransomware-Bedrohung durch Rhysida. Gleichzeitig fügt die CISA alte Schwachstellen ihrem Katalog der aktiv ausgenutzten Bedrohungen hinzu.
(Bild: James Thew - stock.adobe.com)

Microsoft hat einen Sicherheitshinweis für alle Teams-Nutzer veröffentlicht. Darin erläutert Microsoft, wie Cyberkriminelle Teams für Social-Engineering-Angriffe nutzen, um sich Zugang zu Firmenrechnern zu verschaffen, erläutert die Angriffskette und gibt Sicherheits­em­pfeh­lun­gen. Und diese Warnungen und Hinweise kommen nicht zu früh, denn schon wenige Tage später, informiert Microsoft darüber, eine aggressive Angriffskampagne unterbrochen zu haben, bei der Cyberkriminelle Teams missbrauchten.

Vanilla Tempest missbraucht gefälschte Teams-Setups

In der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober veröffentlichte das Threat-Intelligence-Team von Microsoft einen X-Post über seine erfolgreichen Maßnahmen gegen die Hackergruppe „Vanilla Tempest“. Dabei hatten Cyberangreifer über gefälschte Microsoft-Teams-Installationsdateien versucht, Schadsoftware in Unternehmenssysteme einzuschleusen. Die manipulierten „MS­Teams­Setup.exe“-Dateien waren mit betrügerisch erlangten Code-Signing-Zertifikaten ver­sehen und installierten zunächst die Oyster-Backdoor, über die anschließend die Rhysida-Ransomware nachgeladen wurde.

Microsoft widerruft über 200 betrügerische Zertifikate

Microsoft entdeckte die Kampagne Ende September 2025 und widerrief mehr als 200 miss­bräuchlich genutzte Zertifikate, die von legitimen Anbietern wie SSL.com, DigiCert und GlobalSign ausgestellt worden waren. Microsofts Lösungen Defender Antivirus und Defender for Endpoint würden die gefälschten Installationsdateien, die Oyster-Backdoor sowie die typischen Angriffstechniken der Gruppe inzwischen zuverlässig erkennen.

Vanilla Tempest, auch bekannt als „Vice Spider“ oder „Vice Society“, ist den Analysten zufolge eine finanziell motivierte Ransomware-Gruppe, die sich auf Datendiebstahl und Erpressung spezialisiert hat. Sie setzte in der Vergangenheit verschiedene Schadprogramme ein – darunter BlackCat, Quantum Locker und Zeppelin – und verwendet aktuell vor allem Rhysida.

CISA warnt für Jahrezehnte-alten Sicherheitslücken

Dzu kommt, dass die Cybersecurity & Infrastructure Security Agency (CISA) vier Microsoft-Sicherheitslücken in ihren Katalog der bekannten und ausgenutzten Schwachstellen auf­genommen hat. Dabei handelt es sich um folgende CVEs:

  • CVE-2010-3962: nicht initialisierte Speicherbeschädigung im Internet Explorer

Interessant ist, dass es sich bei diesen Schwachstellen um sehr alte handelt, teilweise aus dem Jahr 2010. Grund dafür, dass diese alten Sicherheitslücken erst jetzt bei der CISA als „known exploited“ gelistet werden, ist vermutlich, dass erst jetzt bestätigt wurde, dass diese Schwach­stellen in realen Angriffen ausgenutzt wurden. Es kommt immer wieder vor, dass Cyber­kri­minelle sich alte Schwachstellen zunutze machen. Denn nicht immer wurden alle System gepatcht, oftmals ergeben sich mit neuen Mitteln und Methoden auch neue Wege, eine alte Sicherheitslücke auszunutzen.

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