Suchen

Mozilla, Firefox, Google und Co mit neuer Authentifizierung Mit WebAuthn ohne Kennwörter im Web

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Mit dem neuen Web-Standard WebAuthentication soll es in Zukunft möglich sein, sich an Webdiensten ohne Kennwort anzumelden. Die großen Browser-Hersteller unterstützen den neuen Standard. Dadurch sind Anmeldungen in Zukunft auch ohne Kennwörter möglich.

Firma zum Thema

Mit WebAuthn soll in Zukunft eine sichere und einfachere Anmeldung an Webdiensten ohne Kennwörter möglich sein. Daran arbeiten einige der größten IT-Unternehmen der Welt.
Mit WebAuthn soll in Zukunft eine sichere und einfachere Anmeldung an Webdiensten ohne Kennwörter möglich sein. Daran arbeiten einige der größten IT-Unternehmen der Welt.
(Bild: FIDO Alliance)

Nutzen Webdienste in Zukunft den Web-Standard WebAuthentication (WebAuthn) können kompatible Browser eine Anmeldung am Dienst ohne Kennwort ermöglichen. Der Standard definiert eine API, mit der Endgeräte und Webdienst miteinander kommunizieren und eine Authentifizierung ohne Kennwort ermöglichen.

Dazu wird entweder ein USB-Token verwendet oder biometrische Verfahren. Für die Anmeldung wird dazu mit öffentlichen Schlüsseln gearbeitet. Überall wo sich Benutzeranmelden liegen eigene Schlüsselpaare. Das vermeidet identische Anmeldedaten. Meldet sich ein Anwender an einer Webseite an, muss er nur die Anmeldeprozedur starten. Anschließend wird die Anmeldung am lokalen PC oder Smartphone durchgeführt und mit der API an den Webdienst übergeben.

In vielen neuen Computern und Smartphones sind mittlerweile Fingerabdruck-Sensoren verbaut. Auch die Gesichtserkennung wird von den verschiedenen Betriebssystemen und Endgeräten oft schon unterstützt. Mit dem Standard können diese Techniken nicht nur zur Authentifizierung am eigenen PC oder Smartphone genutzt werden, sondern auch für verknüpfte Webdienste.

Microsoft, Google und Mozilla wollen die Technik in neuen Versionen ihrer Browser integrieren. Hier werden in Zukunft die verschiedenen Betriebssysteme unterstützt, also Windows, Linux, macOS, Chrome OS und Android. Google hat angekündigt den Standard in Chrom Version 60 zu integrieren, Mozilla wird den Standard in Firefox 60 einbinden. Es verdichten sich auch die Hinweise, dass Apple ebenfalls Webauthn in seine Software integrieren will. WebAuthn wird durch die „Web Authentication Working Group“ entwickelt, die zur FIDO Alliance und dem World Wide Web Consortium (W3C) gehört. Diese besteht aus über 30 Organisationen, unter anderem auch IBM, Apple und PayPal.

Aktuell hat WebAuthn den Status „Candidate Recommendation (CR)“ (Kandidaten-Empfehlung) erreicht, ist also kurz davor als offizieller W3C-Webstandard anerkannt zu werden. Die Spezifikation sind auf der Webseite „Web Authentication: An API for accessing Public Key Credentials Level 1“ einsehbar.

(ID:45245112)

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist