Der Thinprint Reader TPR-10
In unserer Testumgebung kamen die Thinprint Reader wie im Kastentext erwähnt zwischen dem Drucker und dem Netzwerk-Switch zum Einsatz und arbeiteten im Betrieb transparent. Alternativ ist es auch möglich, die Lösungen im Standalone-Modus einzurichten, in diesem Fall erhalten sie eine eigene IP-Adresse. Das System kooperiert übrigens mit allen Netzwerkdruckern und die Authentifizierung erfolgt mit Hilfe einer kontaktlosen RFID-Smartcard.
In der Praxis sieht es so aus, dass der TPR-10 sich nach dem Einschalten über DHCP oder BOOTP eine IP-Adresse besorgt und dann über sein Web-Interface ansprech- und konfigurierbar ist. Sollte im Netz kein DHCP- oder BOOTP-Server vorhanden sein, so können die zuständigen Mitarbeiter mit dem SEH-eigenen Konfigurationswerkzeug „InterCon-NetTool“ über eine ZeroConf-IP-Adresse aus dem Bereich 169.254.1.0 bis 169.254.254.255 auf den TPR-10 zugreifen und die Netzwerkeinstellungen manuell vornehmen.
Der Drucker, der hinter dem TPR-10 läuft, sollte als DHCP-Client konfiguriert sein. In diesem Fall erhält er seine Netzwerkkonfiguration direkt vom Thinprint Reader und ist über diesen direkt erreichbar. Möchte ein IT-Verantwortlicher die Netzwerkkonfiguration des Druckers selbst vornehmen, so muss er berücksichtigen, dass die SEH-Lösung ein separates Netzwerk für die Kommunikation mit dem Drucker benutzt.
Dabei hat sie standardmäßig die IP-Adresse 192.168.156.156 und verwendet für das Netz die Subnetzmaske 255.255.255.240. Damit die Kommunikation funktioniert, müsste der Drucker folglich eine IP-Adresse wie die 192.168.156.157 erhalten.
Konfiguration per Web-Interface
Nachdem die Hardware installiert und die IP-Konfiguration des TPR-10 und des Druckers abgeschlossen sind, kann es daran gehen, das System über das dazugehörige Webinterface zu konfigurieren. Beim ersten Zugriff auf das Konfigurationswerkzeug landet der Administrator zunächst auf einer Startseite.
Hier finden sich diverse Informationen über das System, beispielsweise Firmware-Version, Netzwerkkonfiguration und ähnliches. Über die Startseite kann der Admin auch die Sprache wählen, mit der das Tool arbeiten soll. Dabei stehen neben Deutsch und Englisch auch Chinesisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch zur Verfügung.
Das erste Konfigurationsmenü befasst sich dann mit den Netzwerkeinstellungen. Die zuständigen Mitarbeiter sind hier in der Lage, die IPv4-Konfiguration vorzunehmen. Dabei können sie das Gerät unter anderem als DHCP- oder BOOTP-Client betreiben. Alternativ kann der Administrator die IP-Adresse, Netzwerkmaske und Gateway auch manuell übergeben. Für die IPv6-Konfiguration stehen ebenfalls entsprechende Optionen bereit. Ansonsten befasst sich die Netzwerkkonfiguration noch mit der Angabe der DNS-Server und dem Definieren der Parameter für SNMP v1 und v3.
Darüber hinaus können die Verantwortlichen einen Bonjour-Namen vergeben, die Einstellungen zum NTP-Server und zur Zeitzone vornehmen und die Mail-Konfiguration durchführen. Bei der Mail-Konfiguration gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen definieren die IT-Mitarbeiter einen SMTP-Server, über den der TPR-10 Alert-Meldungen verschickt, zum anderen kann die Lösung die Mails regelmäßig von einem POP3-Account beziehen.
Über die Gerätekonfiguration legen die Administratoren bei Bedarf alternative lokale und entfernte IP-Adressen für das interne Netz fest, in dem sich nur der TPR-10 und der Drucker befinden. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Masquerading-Funktion zu aktivieren und so das LAN vor dem Drucker zu verstecken.
Darüber hinaus können Administratoren an dieser Stelle das ICMP-Forwarding ein- oder auszuschalten – läuft es, so reagiert der Drucker auf Ping-Anfragen, läuft es nicht, reagiert der TPR-10. Außerdem lassen sich die verschiedensten Port-Konfigurationen vornehmen. Unter „Personal Printing“ geben die Verantwortlichen an, wo im Netz der .print-Personal-Printing-Server zur Verfügung steht (mit IP-Adresse oder Name und dem zu verwendenden Port). Dabei ist es bei Bedarf auch möglich, die Datenübertragungen zwischen TPR-10 und Server mit Hilfe eines Zertifikats zu verschlüsseln.
Abgesehen davon existiert eine Funktion, die das Löschen gedruckter Jobs veranlasst. Der Signaltongeber, der den Benutzern mit einem Piepton signalisiert, ob die Authentifizierung geklappt hat oder nicht, lässt sich an gleicher Stelle ebenfalls an- und ausschalten. Eine Statusübersicht am oberen Seitenrand schnellen Aufschluss über den Verbindungsstatus zwischen Personal-Printing-Server und Thinprint Reader, das installierte Zertifikat, die Karten und Jobs, sowie die letzte Benutzer-ID.
Inhalt
- Seite 1: Was leisten die Personal Printing Essentials
- Seite 2: Drucklösung mit Thinprint Reader im Test
- Seite 3: Der Thinprint Reader TPR-10
- Seite 4: Neue Karten zum System hinzufügen
- Seite 5: Druckfunktion und E-Mail-Fernwartung
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