Sicherheitslückein Entra ID/Azure AD Angreifer können in Azure AD ihre Rechte ausweiten

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Durch eine Schwachstelle in Entra ID/Azure AD können Angreifer Benutzerberechtigungen für ein Abonnement erhöhen und dadurch Daten von Benutzern kompromittieren oder ganze Abonnements übernehmen.

Durch die Schwachstelle CVE-2024-43477 können Angreifer remote ohne vorherige Privilegien eine Eskalation von Rechten in Entra ID/Azure AD erreichen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Durch die Schwachstelle CVE-2024-43477 können Angreifer remote ohne vorherige Privilegien eine Eskalation von Rechten in Entra ID/Azure AD erreichen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Sicherheitslücke CVE-2024-43477 ermöglicht Angreifern die Kompromittierung von Umgebungen, die auf Entra ID (ehemals Azure AD) setzen. Durch die Schwachstelle können Angreifer remote ohne vorherige Privilegien eine Eskalation von Rechten erreichen. Dies eröffnet ihnen die Möglichkeit, erweiterte Zugriffsrechte zu erlangen, die normalerweise nicht für sie vorgesehen sind. In der Folge könnte der Angreifer sensible Daten kompromittieren oder für legitime Benutzer unzugänglich machen.

CVE-2024-43477 kann weitere Angriffe ermöglichen

Außerdem können Akteure nach einer erfolgreichen Privilegien­eskalation weitere Schwachstellen ausnutzen oder lateral im Netzwerk navigieren, um zusätzliche Systeme zu kompromittieren. Die Tatsache, dass keine vorherigen Privilegien notwendig sind, verschärft das Risiko und macht es potenziellen Angreifern leichter, in Netzwerke einzudringen.

Microsoft hat die Schwachstelle offiziell bestätigt und gibt an, dass sie bereits geschlossen wurde. Nutzer müssen daher keine weiteren Maßnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen. Allerdings bleibt die grundsätzliche Gefahr bestehen, dass ähnliche Schwachstellen in der Zukunft erneut ausgenutzt werden könnten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Monitorings.

Solche Sicherheitslücken in Identitäts- und Zugriffsmanagementsystemen wie Microsoft Entra ID sind besonders kritisch, da diese Systeme eine zentrale Rolle in der Verwaltung von Benutzerrechten und -zugriffen spielen. Eine Kompromittierung kann weitreichende Auswirkungen haben, die über den initialen Angriff hinausgehen. Zusätzlich sollten Unternehmen ihre Netzwerke auf mögliche Indikatoren für Kompromittierungen hin überprüfen, auch wenn die Schwachstelle bereits geschlossen ist.

Ein umfassendes Logging und Monitoring sind essenziell, um ungewöhnliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Angesichts der zunehmenden Komplexität moderner IT-Infrastrukturen ist ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz notwendig, der neben technischer Absicherung auch die Schulung von Mitarbeitern umfasst. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Angreifer durch Social Engineering oder Phishing-Angriffe Zugang zu kritischen Systemen erhalten.

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