Privatsphäre und Datenschutz bei Firmenhandys

Sind Daten auf Smartphones vor dem Arbeitgeber sicher?

| Autor / Redakteur: Matthias Back / Peter Schmitz

Was oder wie viele mobile Informationen kann der Arbeitgeber einsehen? Die Erwartungen der Angestellten und die Realität driften bei dieser Frage weit auseinander.
Was oder wie viele mobile Informationen kann der Arbeitgeber einsehen? Die Erwartungen der Angestellten und die Realität driften bei dieser Frage weit auseinander. (Bild: Mobileiron)

Sie nutzen Ihr privates Smartphone oder Tablet auch geschäftlich und wissen nicht, was Ihr Vorgesetzter einsehen kann? Dann sind Sie damit nicht allein. Laut einer neuen Umfrage sind sich Angestellte nicht sicher, was vertraulich bleibt und was nicht.

Bei der im Auftrag von Mobileiron durchgeführten Online-Umfrage waren sich fast die Hälfte der Befragten sicher, dass ihr Arbeitgeber keinerlei Informationen auf ihrem mobilen Endgerät sehen kann, während 15 Prozent diese Meinung nicht teilten. 28 Prozent gehen hingegen davon aus, dass ihr Unternehmen ihre geschäftlichen E-Mails sowie E-Mail-Anhänge prüfen kann. Im Gegensatz dazu glauben 22 Prozent, lediglich ihre Geschäftskontakte seien für die entsprechende Firma sichtbar.

Doch entspricht dies der Realität? Oder klafft zwischen Erwartung und Wirklichkeit eine große Lücke? Wenn man Smartphones und Tablets für die geschäftliche E-Mail-Kommunikation nutzt, kann der Arbeitgeber geschäftliche E-Mails und deren Anhänge genauso einfach nachsehen wie auf einem PC.

Folgende Fakten kann ein Arbeitgeber prüfen:

  • Mobilfunkbetreiber und Land
  • Hersteller, Modell, Version des Betriebssystems
  • Gerätekennung (zum Beispiel: International Mobile Station Equipment Identity)
  • Telefonnummer
  • Komplette Liste der installierten Apps
  • Standort des Geräts
  • Akkustand
  • Speicherkapazität und -nutzung
  • Geschäftliche E-Mails und Anhänge (über einen Exchange Server wie beim PC)
  • Geschäftliche Kontakte (über einen Exchange Server wie beim PC)

Dahingegen gibt es auch einige Informationen, die geheim bleiben:

  • Informationen in den Apps (es sei denn, die App wurde entwickelt, um Informationen an einen Unternehmens-Server zu übermitteln)
  • Persönliche E-Mails und Anhänge
  • SMS
  • Fotos
  • Videos
  • Aktivitäten im Web-Browser
  • Sprachnachrichten

Diese Aufzählungen stellen die Möglichkeiten unter iOS dar. Und natürlich variiert die Sichtbarkeit von Daten auf Smartphones und Tablets je nach mobilem Betriebssystem und Unternehmensrichtlinien.

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