Soziale Netze erobern das Unternehmen

Social Media Guidelines für Facebook, Twitter und Co. statt Verbote

07.12.2010 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Peter Schmitz

Facebook, LinkedIn, Xing, Twitter und Co lassen sich nicht auf Dauer aus dem Unternehmen fern halten. Besser ist es, rechtzeitig klare Regeln für deren Nutzung aufzustellen.
Facebook, LinkedIn, Xing, Twitter und Co lassen sich nicht auf Dauer aus dem Unternehmen fern halten. Besser ist es, rechtzeitig klare Regeln für deren Nutzung aufzustellen.

Facebook, Twitter, Xing, aber auch Mafia Wars oder Farm Ville sind aus deutschen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Ohne ein umfassendes Regelwerk erweisen sich soziale Netzwerke aber als konstante Achillesferse. IT-Netzwerkspezialist Cisco empfiehlt daher klare Regeln zur Nutzung aufzustellen, statt nutzlose Verbote auszusprechen, warnt aber auch vor bloßer Panikmache gegenüber einer offenen Kommunikationsvielfalt.

Wenn es nach den Worten von Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht, dann sollen E-Mail, Instant Messaging, SMS und weitere Dienste bald schon in einer komplett vereinheitlichten Nutzerumgebung ineinander verschmelzen. Am besten natürlich via Facebooks sozialem Netzwerk. Ein derartiger Schritt in Richtung einer vereinheitlichten „Social Inbox“ würde zweifellos auch die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen.

Dies gilt nicht nur in Bezug auf die Datensicherheit und den Datenschutz. Überhaupt – das Thema Social Media ist längst kein Randthema mehr. Kurzum, Daten und Kommunikationsfluss sind heute nicht mehr voneinander zu trennen. Welche Auswirkungen dieser Trend für die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen mit sich bringt, das beleuchtete und diskutierte mit den IT-Professionals Security Systems Engineer Christian Bössler auf der Cisco Expo in Berlin.

„Keine Angst vor sozialen Netzwerken, man sollte nur nicht blauäugig herangehen“, bringt Bössler die Herausforderung auf den Punkt.

Die Frage, ob soziale Netzwerke eher der Feind oder doch ein „guter Freund“ der Unternehmen darstellten, lässt sich auch für Christian Bössler nicht einfach beantworten. Denn er konstatiert durchaus, dass es in jüngster Zeit eine größere Anzahl von großen Unternehmen gegeben habe, die sich zu einer grundsätzlichen Blockade-Haltung gegenüber Facebook & Co. durchgerungen hätten. Will heißen: Das Netzwerk von Mark Zuckerberg ist am Arbeitsplatz im Gegensatz zur privaten Umgebung vollständig tabu.

Jedoch sieht es der Sicherheitsexperte durchaus als kritisch an, eine derart rigide Frontlinie auch umfassend einzuhalten, geschweige denn fortlaufend zu kontrollieren. „Letztlich kann nur jedes Unternehmen selbst ein eigenes Sicherheitsregelwerk entwickeln, eine Patentlösung hierfür gibt es nicht“, bilanziert Bössler.

Dazu tut sich zu vieles in dieser neuen Kommunikationswelt. Der Experte sieht neben Facebook vor allem Microsoft als entscheidende wirtschaftliche Größe an, wenn es darum gehe, die unterschiedlichen Kommunikationskanäle wie E-Mail, SMS und Chatfunktionen künftig in einer zentralisierten einheitlichen Umgebung miteinander zu verschmelzen.

Seite 2: Social Media Verbote sind sinnlos!

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