Internet-Sicherheit kostenlos

Symantec Norton DNS blockt Phishing- und Malware-Webseiten

02.07.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Alarmstufe Rot: Der Web-Service Norton DNS hindert den Nutzer daran, potenziell gefährliche Webseiten zu besuchen.
Alarmstufe Rot: Der Web-Service Norton DNS hindert den Nutzer daran, potenziell gefährliche Webseiten zu besuchen.

Das richtige Surf-Verhalten allein ist kein Garant mehr dafür, den Rechner virenfrei zu halten. Der Antivirus-Spezialist Symantec stellt deshalb mit Norton DNS ein Domain Name System bereit, das bösartigen oder infizierten Webseiten einen Riegel vorschiebt. Internet-Nutzer dürfen den Dienst kostenlos in Anspruch nehmen.

Lange Zeit galt der Grundsatz, dass vornehmlich jene Internet-Nutzer ihren Rechner für Schadcode öffnen, die sich auf pornographischen Webseiten herumtreiben oder Warez herunterladen. Doch diese Annahme ist längst hinfällig, denn selbst auf seriösen Webseiten kann mittlerweile Malware lauern.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen hat Symantec ein eigenes, sicheres Domain Name System (DNS) aufgebaut: Norton DNS ist Teil der Symantec-Initiative Norton Everywhere und befindet sich derzeit noch im Beta-Stadium.

Will man den kostenlosen Dienst nutzen, muss man seine Netzwerk-Verbindung so konfigurieren, dass sämtliche www-Anfragen über die DNS-Server von Symantec laufen. Dies kann entweder am lokalen Rechner geschehen, bei Bedarf aber auch am Internet-Router, so dass alle Geräte im Netzwerk automatisch geschützt sind.

Schon bald soll ein kleines Programm derartige Einstellungen automatisch vornehmen, damit auch weniger versierte PC-Nutzer von Norton DNS profitieren können. In der Bildergalerie haben wir eine Anleitung bereitgestellt, wie man den lokalen Rechner richtig konfiguriert. Performance-Einbußen beim Internet-Surfen gab es in unserem Test nicht.

Technisch gesehen macht sich Symantec zunutze, dass ein DNS-Server die vom Anwender eingegebene Web-Adresse in die IP-Adresse der jeweiligen Website übersetzt. Ein DNS-Server weiß also immer, auf welche Webseiten der Anwender zugreifen möchte. Fortan werden alle Webseiten, die Symantec mithilfe von Internet-Sensoren als bösartig oder potentiell gefährlich klassifiziert, einfach geblockt. Einziges Manko: EIn Knopf wie „Seite trotzdem aufrufen“ fehlt, soll aber nachträglich implementiert werden. Wie das im Ergebnis aussieht, zeigen die letzten beiden Screenshots in der Bildergalerie.

Ein Ersatz für lokale Sicherheitmechanismen wie aktuelle Antivirus-Software ist Norton DNS natürlich nicht. Dennoch können sich Anwender mithilfe des Dienstes vor Phishing-Websiten und Schadcode-Schleudern schützen. Nach eigenen Angaben analysiert Symantec übrigens nicht das Surf-Verhalten der Internet-Nutzer.

Sofern das Projekt erfolgreich läuft, will Symantec unter Umständen auch einen Jugendschutz in Norton DNS implementieren. Weitere Details zu Symantec Norton DNS auf der entsprechenden Landing-Page sowie auf der Projekt-Homepage Norton Everywhere.

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