Schreibzugriffe und Denial of Service Synology schließt acht Schwachstellen im DiskStation Manager

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Cyberkriminelle können Dateien manipulieren und NAS-Systeme zum Absturz bringen. Zwei kritische Sicherheitslücken in Synology DSM machen genau das möglich. Wer seine Daten schützen will, sollte die Updates nicht aufschieben.

Synology hat für DSM 7.2.1, 7.2.2, 7.3.2 und 7.4 acht Schwachstellen behoben, darunter zwei ohne Anmeldung ausnutzbare CVSS-9.8-Sicherheitslücken in der SCGI-Komponente und der  Anmeldelogik.(Bild:  Miha Creative - stock.adobe.com)
Synology hat für DSM 7.2.1, 7.2.2, 7.3.2 und 7.4 acht Schwachstellen behoben, darunter zwei ohne Anmeldung ausnutzbare CVSS-9.8-Sicherheitslücken in der SCGI-Komponente und der Anmeldelogik.
(Bild: Miha Creative - stock.adobe.com)

Synology hat jüngst acht Schwachstellen in seinem NAS-Betriebssystem DiskStation Manager (DSM) behoben. Zwei davon erreichen einen kritischen CVSS-Score von 9.8 und ermöglichen es unter bestimmten Bedingungen beliebige Dateien zu lesen oder zu schreiben sowie Denial-of-Service-Zustände auslösen. Die sechs weiteren Schwachstellen betreffen unter anderem authentifizierte Dateioperationen, die Offenlegung von Informationen und eingeschränkte Schreibzugriffe.

Kritische Fehler in SCGI und Anmeldelogik

EUVD-2026-82772 / CVE-2026-13684 (CVSS-Score 9.8, EPSS-Score* 0.46) betrifft die SCGI-Komponente von DSM. Ursache ist eine unzureichende Kodierung oder Maskierung von Ausgaben. Das Simple Common Gateway Interface ist eine Schnittstelle für die Verarbeitung von Web- oder API-Anfragen.Ein entfernter Angreifer ohne vorherige Berechtigungen kann die Sicherheitslücke ausnutzen, um beliebige Dateien zu lesen oder zu schreiben und einen Denial-of-Service-Zustand auszulösen. Betroffen sind DSM-Versionen vor 7.2.1-69057-12, 7.2.2-72806-9, 7.3.2-86009-4 und 7.4-90075.

EUVD-2026-82774 / CVE-2026-13639 (CVSS-Score 9.8, EPSS-Score 0.51) beruht auf einer unzureichenden Entropie, also zu wenig Zufälligkeit und Unvorhersehbarkeit, in der Anmeldelogik. Dadurch können sicherheitsrelevante Werte möglicherweise vorhersehbar sein. Auch diese Schwachstelle kann ein nicht angemeldeter entfernter Angreifer ausnutzen, um beliebige Dateien zu lesen oder zu schreiben oder einen Denial-of-Service-Angriff durchzuführen. EUVD-2026-82774 / CVE-2026-13639 betrifft die DSM-Versionen vor 7.2.1-69057-12, 7.2.2-72806-9, 7.3.2-86009-4 und 7.4-90075.

Weitere Schwachstellen und Updates

Die sechs weiteren DSM-Schwachstellen sind:

Synology hat alle acht Schwachstellen mit folgenden Versionen behoben:

  • DSM 7.3.2 ab Version 7.3.2-86009-4
  • DSM 7.2.2 ab Version 7.2.2-72806-9
  • DSM 7.2.1 ab Version 7.2.1-69057-12
  • DSM 7.4 ab Version 7.4-90075

Betreiber von Synology-NAS-Geräten sollten prüfen, welcher DSM-Zweig derzeit installiert ist, und unverzüglich auf die jeweils korrigierte Version aktualisieren. Synology nennt keine Mitigation, die einen Ersatz für das Update darstellt.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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