In Unternehmensnetzwerken entstehen täglich zahlreiche System- und Zugriffsvorgänge, deren Nachvollziehbarkeit für Sicherheit, Compliance und Stabilität entscheidend ist. Das Synology Protokoll-Center konsolidiert diese Datenquellen, erkennt Anomalien frühzeitig und unterstützt Administratoren bei der strukturierten Fehleranalyse sowie der Reaktion auf sicherheitsrelevante Ereignisse.
Das Synology Protokoll-Center hilft Unternehmen dabei, System- und Netzwerklogs zu konsolidieren, Anomalien frühzeitig zu erkennen und und Transparenz zu schaffen.
Dieses – auch Synology Log Center genannt – dient als zentrale Komponente zur konsolidierten Erfassung, Analyse und Archivierung von System- und Netzwerkprotokollen. Es ersetzt fragmentierte Log-Auswertungen durch eine zentrale Oberfläche, unterstützt sowohl lokale als auch entfernte Quellsysteme und lässt sich auf unternehmensspezifische Anforderungen zuschneiden.
Das Protokoll-Center lässt sich über das Paketzentrum installieren. Auf englischsprachigen Systemen trägt das Protokoll-Center die Bezeichnung Log Center. Das Center unterstützt verschiedene DiskStation- und RackStation-Systeme, darunter Serien wie FS6400, RS4021xs+, DS923+, SA3400 oder DS720+. Die Kompatibilität reicht bis zu Geräten der Baureihe DS116 aus dem Jahr 2016.
Nach der Installation öffnet sich die Anwendung mit der Übersichtseite. Diese liefert ein komprimiertes Lagebild der aktuellen Protokollaktivitäten, inklusive Graph zur zeitlichen Lastverteilung, Gerätequellen und einem Schnellzugriff auf die letzten 50 Einträge. Zeitintervalle lassen sich dynamisch skalieren, von sechs Minuten bis zu einem Tag. Zusätzlich lässt sich im DSM-Menü in der Systemsteuerung unter „Dateidienste > SMB > Protokolleinstellungen“ die Protokollierung nutzerbezogener Dateioperationen aktivieren. Damit wird etwa dokumentiert, wann Benutzer Dateien über SMB verschieben, bearbeiten oder löschen.
Im Protokoll-Center werden Ereignisse in verschiedene Hauptkategorien gegliedert, zum Beispiel Allgemein, Verbindung, Dateiübertragung, Übertragung und Laufwerke. Diese decken Systemstarts, Benutzeranmeldungen, Dateioperationen, Laufwerksstatus und agentengesteuerte Backupvorgänge ab. Administratoren können gezielt nach Kategorien selektieren, etwa zur Analyse von SSH-Zugriffsversuchen im Übertragungs-Protokoll oder zur Überprüfung fehlerhafter Dateiübertragungen im Dateiübertragungsprotokoll-Bereich.
Ein Suchmodul erlaubt das Filtern nach Datum, Hostname, Schweregrad, Programm und Schlüsselwort. Dabei werden logische Operatoren wie AND, OR, NOT sowie Platzhalter (*, ?) unterstützt. Suchausdrücke wie (admin OR root) AND NOT logged ermöglichen komplexe Abfragen zur Identifikation kritischer Muster. Die Ergebnisse lassen sich im HTML- oder UTF-8-kodierten CSV-Format exportieren, womit auch externe Auswertungs- und Archivierungssysteme bedient werden können.
Ein zentrales Merkmal der erweiterten Version ist die regelbasierte Benachrichtigungsfunktion. Im Menüpunkt „Benachrichtigungen“ lassen sich bis zu drei Kriterien definieren, um bei sicherheitsrelevanten Ereignissen automatisch informiert zu werden. Auslöser können die Protokolldichte pro Sekunde, die Schwere eines Events (Notfall, Warnung, Kritisch, Fehler oder Kombinationen daraus) oder das Vorkommen bestimmter Schlüsselwörter sein. Die Eingabefelder unterstützen reguläre Ausdrücke zur Erkennung komplexer Zusammenhänge. Level wie „Warnung“ lösen keine Benachrichtigungen aus, nur Schweregrade ab „Fehler“ werden berücksichtigt. Voraussetzung ist die vorherige Einrichtung der E-Mail-Zustellung in der DSM-Systemsteuerung.
Protokolldateien wachsen kontinuierlich und können auf Dauer die Systempartition überlasten. Das Protokoll-Center bietet deshalb einen separaten Bereich für Archivierungseinstellungen. Über die Seite „Archiveinstellungen“ definieren Administratoren ein Zielverzeichnis, etwa ein dediziertes Log-Volume, und aktivieren die automatische Auslagerung. Trigger sind unter anderem Datenmengen, Eventanzahl oder Alter der Logs. Die Formate lassen sich strukturieren, komprimieren und nach Geräten segmentieren. Dies schützt nicht nur vor Kapazitätsengpässen, sondern sichert auch historische Daten zur retrospektiven Analyse.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
In heterogenen Netzwerken übernimmt das Protokoll-Center auch die Rolle eines Syslog-Servers. Über die Seite „Protokollempfang“ lassen sich Empfangsregeln für externe Systeme definieren. Diese Regeln umfassen Protokoll (UDP oder TCP), Port (standardmäßig 514), Format (BSD oder IETF) und optional TLS-Verschlüsselung. Die Auswahl eines TLS/SSL-Zertifikats erfolgt über die DSM-Zertifikatsverwaltung. Nach Auswahl lässt sich das Zertifikat exportieren, um es auf dem sendenden Gerät zu installieren. Außerdem kann zusätzlich ein TLS/SSL-Sicherheitsprofil angepasst werden, zum Beispiel über „Systemsteuerung > Sicherheit > Erweitert > TLS/SSL-Profil“.
Da der Protokollempfang keine automatische Firewall-Konfiguration anstößt, muss für jede Regel manuell eine entsprechende Freigabe eingerichtet werden. Die Regeln sollten strukturiert benannt werden, zum Beispiel „BSD_TCP_514_TLS –“ um die spätere Verwaltung und Firewallanpassung zu erleichtern.
Integration von Linux-, macOS- und Embedded-Systemen
Die Anbindung externer Systeme erfolgt über standardisierte Syslog-Konfigurationen. Auf Linux-Systemen genügt die Einrichtung eines RFC3164-kompatiblen Templates im rsyslog.conf:
Diese Konfiguration leitet alle lokalen Logs an das NAS unter der genannten IP-Adresse weiter. Auf macOS erfolgt die Einrichtung über /etc/syslog.conf. Der Versand lässt sich mit syslog -s -l Info -r [NAS-IP] "Test" prüfen. Auch Router lassen sich einbinden, sofern sie Syslog unterstützen.
Für automatisierte Ereignisse auf Linux-Systemen bietet sich die Integration einfacher Shell-Funktionen an:
function log { logger -p local0.info "$@"}
Backup-Skripte oder Monitoring-Tasks senden damit direkt strukturierte Meldungen an das Log Center.
Das Protokoll-Center unterstützt auch den Versand lokaler Logfiles an entfernte Syslog-Instanzen. Im Menü „Protokoll senden“ definieren Administratoren das Zielsystem, die Transportmethode, das Protokoll und den Port. Optional lässt sich die Übertragung per TLS absichern. Zertifikate müssen dazu importiert werden. Die Kategorie- und Prioritätenauswahl erfolgt im Menü „Protokollfilter“. Standardmäßig werden alle Logtypen mit allen Schweregraden übertragen. Eine Testfunktion hilft, die Verbindung vor Aktivierung der Regel zu prüfen.
Jede Konfigurationsänderung, vom Exportziel bis zur Regelmodifikation, wird im Menü „Einstellungen Verlauf“ protokolliert. Dies schafft Revisionssicherheit und unterstützt bei der Rückverfolgung administrativer Eingriffe. Änderungen an Archivregeln, Empfangskonfigurationen oder Benachrichtigungsbedingungen lassen sich lückenlos nachvollziehen.