Cyberkriminalität

Tipps zum Schutz der digitalen Identität

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2. Aktuelle Software und Apps

Hacker nutzen sogenannte Schadsoftware wie Trojaner, Spyware und Keylogger, um sensible Daten zu sammeln und zu stehlen. Um die Angriffsmöglichkeiten zu verringern, sollten Betriebssystem und Anwendungen immer auf dem neuesten Stand sein. Regelmäßige Updates der Software und Apps und die schnelle Installation von Sicherheitspatches beheben Fehler und schließen Sicherheitslücken.

Außerdem sollten nur geprüfte Apps aus den offiziellen Stores heruntergeladen werden. „Es empfiehlt sich außerdem die Zugriffsrechte zu kontrollieren, manche Anwendungen wie kostenlose Online-Spiele erweisen sich als wahren Datenkraken!“, so Lentz.

3. Sicherheits-Apps und Virenschutzprogramme

Insbesondere Smartphones sind ein beliebtes Ziel für Hackerangriffe, da hier viele sensible Daten gebündelt werden – aber meist kaum gesichert. Dabei nimmt die Menge spezieller Mobile Malware stetig zu. Für Mobilgeräte gilt also wie für Rechner: Um Infektionen mit Schadsoftware zu vermeiden, sollten unbedingt aktuelle Virenschutzprogramme sowie Firewalls installiert und regelmäßige Scans durchgeführt werden.

4. Verschlüsselte Kommunikation

Ob PC oder Mobilgeräte: Wenn Online-Dienste wie E-Mail oder Onlinebanking genutzt werden, bei denen persönliche Daten eingegeben werden, sollten verschlüsselte Verbindungen genutzt werden. Auch Smartphones unterstützen in der Regel die Benutzung von TSL/SSL, Public-Key-Infrastrukturen (PKIs) oder Virtuellen Privaten Netzwerken (VPN). Spezielle Sicherheits-Apps verschlüsseln die WLAN-Verbindung für sicheres Surfen oder die Kommunikation per SMS, Chats oder VoIP-Telefonie.

5. Geräte vor direktem Zugriff sichern

„Natürlich müssen nicht nur Daten sondern auch die Geräte selbst geschützt werden“, betont Marcus Lentz. „Um unbefugten Zugriff oder Diebstahl zu vermeiden, sollte man Smartphones und Co. nie verleihen oder unbeaufsichtigt lassen.“ Wichtig: Zugriffssperren wie Passwörter, PINs oder Mustererkennung einrichten. Um Angriffe aus der unmittelbaren Umgebung zu verhindern: Drahtlose Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth oder Infrarot nur bei Bedarf aktivieren und nach Gebrauch sofort wieder schließen. Blickschutzfolien schützen außerdem vor unerwünschten Mitlesern.

Wenn die digitale Identität trotz aller Sicherheitsmaßnahmen entwendet und ein Missbrauch entdeckt wird, rät Marcus Lentz den Betroffenen, sofort bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. „Außerdem sollten Opfer umgehend ‚nachbessern’ und alle Passwörter ändern, Mobilgeräte und PCs mit aktuellen Antivirenprogrammen scannen und – bestenfalls – gefundene Schadsoftware löschen“, meint Marcus Lentz abschließend.

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