Neue Herausforderungen

Was das Internet der Dinge anders macht

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Das Internet der Dinge beginnt zu Hause

Man muss gar nicht unterwegs sein, um mit dem Internet der Dinge in Berührung kommen zu können. Es reicht, auf dem Sofa vor dem Fernseher zu sitzen oder die Heizung im Haus einstellen zu wollen. Jeder Siebte (14 Prozent) in Deutschland ab 14 Jahren nutzt bereits sogenannte Smart-Home-Anwendungen, so das Ergebnis einer Umfrage von BITKOM.

Smart Home beschreibt dabei den Einsatz von IT und meist auch Internet in Geräten im Haus oder der Wohnung. Beispiele sind Heizung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik. Dank Vernetzung werden so Assistenzsysteme für kranke oder ältere Menschen, programmierbare Thermostate für Heizkörper oder fernsteuerbare Sicherheitstechnik mit Internetanschluss möglich. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt.

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Auch das bleibt nicht ohne Folgen für den Datenschutz. 53 Prozent der Befragten in Deutschland und 57 Prozent der Befragten in Österreich befürchten, dass mehr Daten gesammelt werden, als für die Steuerung der Geräte im Haushalt benötigt werden, wie der Consumer Data Trust Report von BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH ergab. BITKOM erwartet, dass sich trotz der Datenschutzbedenken die Anzahl der Smart Homes innerhalb von fünf Jahren mehr als verdreifacht.

Smart-TVs bieten mehr als Unterhaltung

Schon heute erhalten Fernseher mit Vernetzung, die Smart TVs, einen besonderen Zuspruch. Die Internetverbindung, das Betriebssystem und die Apps machen aus dem klassischen Fernseher einen Computer, der auch die Übertragung von TV-Kanälen anbietet. Damit landen allerdings alle Online-Risiken und die von Android & Co bekannten Sicherheitslücken „auf dem Fernsehbildschirm“, gesehen werden sie aber oftmals noch nicht.

Neben der heimlichen Auswertung der TV-Gewohnheiten bei Nutzung eines Smart-TVs drohen auch Angriffe über Schadsoftware und andere Formen von Internetattacken. Aus gutem Grund fordern Datenschützer deshalb „Smartes Fernsehen nur mit smartem Datenschutz“ und bieten Anti-Malware-Hersteller wie zum Beispiel Panda Security auch Lizenzen für Smart-TVs an.

Internet der Dinge überschreitet alle Grenzen

Es wird deutlich, dass sich die IT-Sicherheit einer neuen, anderen Herausforderung stellen muss, als dies zum Beispiel im Fall der mobilen Endgeräte oder bei der industriellen IT der Fall ist. Bei Mobile Computing resultieren die Risiken hauptsächlich aus der Mobilität der Endgeräte und dem Verlust- und Diebstahlrisiko, aus den Sicherheitslücken der mobilen Betriebssystemen und Apps und der Vermischung der privaten und betrieblichen Nutzung.

Im Fall der industriellen IT sind ebenfalls klare Unterschiede zu der Office-IT zu erkennen und zu berücksichtigen. Doch die Vielfalt an Systemen, Sensoren, Schnittstellen, Softwareplattformen und Anwendungen, die es bei dem Internet of Things zu betrachten und abzusichern gilt, ist beispiellos, denn sie betrifft nahezu alle Lebensbereiche und Gerätearten. Die IT-Sicherheit ist gefordert, neue Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus unserem eBook „Internet of Things“. Die Links wurden dabei auf den neuesten Stand gebracht und/oder auf Übersichtsseiten ausgerichtet.

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