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Mit Sicherheit mehr Webseiten-Besucher Web Reputation Tools werben für sichere Online Shops und Web Services

| Autor / Redakteur: Ralph Dombach / Stephan Augsten

Webseiten- und Online-Shop-Betreiber sind ständig bemüht, ihr Geschäft bestmöglich darzustellen. Dazu gehört Suchmaschinen-Optimierung ebenso wie eine Analyse der Mitbewerber und eine permanente Marktorientierung. Mitunter wird aber ein wichtiger Aspekt übersehen: Die Sicherheit einer Webseite beeinflusst ebenfalls den Erfolg des webbasierten Geschäfts.

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Sicherheitsbewertung: Die Reputationsergebnisse von M86 deuten auf eine dubiose oder gar gefährliche Webseite hin.
Sicherheitsbewertung: Die Reputationsergebnisse von M86 deuten auf eine dubiose oder gar gefährliche Webseite hin.
( Archiv: Vogel Business Media )

Beim Online-Shopping erwartet der Kunde von heute Standard-Sicherheitsmechanismen, wie sie z.B. bei der Bezahlung mit Kreditkarten (PCI) anfallen. Hierzu gehört unter anderem die Absicherung des Bestellvorgangs via HTTPS.

Bevor es aber so weit kommt, sind andere Sicherheitsmaßnahmen wirksam, die auch über den Erfolg des Business entscheiden. Ob ein neuer Kunde überhaupt einen Shop betritt oder eine Webseite aufsucht, wird unter anderem auch vom Ruf der Webseite (Web Reputation) bestimmt. Eine Webseite, die im Browser als gefährlich oder unbekannt eingestuft wird, erhält weniger oder gar keine Besuche.

Die Technik

Üblicherweise werden Reputation-Tools als Browser-Erweiterung (Plug-In / Add-On) bereitgestellt.

Einmal installiert, integriert sich ein solches Tool in den Browser und überprüft die Resultate von Suchvorgängen. Nutzt der Anwender eine der gängigen Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo, dann werden die Webseiten-Empfehlungen i.d.R. automatisch überprüft.

Die verwendeten Reputationssymbole von M86 (Rot=Gefahr; Gelb=Ungeprüft oder Seite nicht verfügbar; Grün=Sicher). (Archiv: Vogel Business Media)

Bei allen Ergebnissen der Websuche wird dann ein Symbol eingeblendet, welches die Reputation der Webseite anzeigt. Mehrheitlich werden dazu Ampelfarben verwendet, durchaus üblich sind aber auch Grafiken, die Windows-Symbolen ähneln. Als Basis für die eigentliche Einschätzung dient die jeweilige Reputationsdatenbank des Tool-Herstellers.

Reputationsmechanismen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Zuerst nur von einzelnen Security-Anbietern angeboten, hat inzwischen beinahe jeder Anbieter ein entsprechendes Produkt im Portfolio.

Reputation

Die Reputationsbewertung einer Seite berücksichtigt verschiedene Verfahren. Überwiegend kommen maschinelle Systeme zum Einsatz, die eine Webseite auf unterschiedliche Risiken überprüfen. Ist ein downloadbares Virus vorhanden? Schlecht! Exisitiert ein Browser-Exploit vorhanden, der den Besuchern ein unerwünschtes Programm unterschiebt? Schlecht! Verlinkt die Webseite zu anderen Seiten, die gegebenenfalls Malware anbieten? Schlecht!

Ein gutes Kriterium erhält man, wenn die Webseite keine Malware enthält, auch per HTTPS erreichbar ist, eine positive Sicherheitsbeurteilung von dritter Seite aufweist oder zu anderen sicheren Webseiten verlinkt. Alternativ dazu gibt es manuelle Reputationsmechanismen. Dabei gibt ein Besucher der Webseite seine persönliche Beurteilung wieder. Diese kann je Besucher unterschiedlich ausfallen – abhängig von den Kriterien, die für den Besucher wichtig sind.

Idealerweise ergänzt eine menschliche Beurteilung eine maschinelle. Denn der Mensch kann Eigenschaften der Webseite beurteilen, wie z.B. Übersichtlichkeit, Kinderschutz oder den Umgang mit persönlichen Daten (Datenschutz), die maschinell schwer ermittelbar sind.

Inhalt

  • Seite 1: Web-Reputation-Techniken
  • Seite 2: Web-Reputation-Anbieter
  • Seite 3: Ist der Ruf erst ruiniert…

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